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Umstrittene Mathe-Prüfung: "Man darf sich auch mal verrechnen"
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Lehrer aus ganz Deutschland empören sich über die zentrale Matheprüfung für Zehntklässler in Berlin und Brandenburg: Die Aufgaben seien zu leicht gewesen. Ulrich Kortenkamp, Professor für Mathedidaktik, widerspricht.

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hakim 21.06.2016, 19:46
40. Die richtige Lösung übersteigt doch das Vermögen der meisten...

Erwachsenen und auch vieler Lehrer und auch der vielen"Schule taugt nix" Kommentare. Schlimm ist, wenn 632 als einzig richtige Lösung gewertet wird und Lösungen mit Potenzen nicht positiv gewertet werden. Mit diesem Abfragen vorgefertigter Lösungen tötet man jedes Interesse.

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wincel 21.06.2016, 20:01
41.

"Wir müssen nicht testen, was die Schüler können - das wissen die Lehrer sowieso."

Was ist dass denn fuer ein Unsinn?! Das ist eine Abschlusspruefung um einen Bildungsgrad zu erwerben (oder nicht), natuerlich geht es darum, was der Schueler kann.

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Darwins Affe 21.06.2016, 20:04
42. Alte Kinder

Zitat von it--fachmann
Seit Jahrzehneten gebe ich hin und wieder begabten Migrantenkindern, die eine höhere Bildung anstreben, Nachhilfe in Mathematik. Vor ein paar Jahren hatten ich einen Jungen aus der 12. Klasse und habe nicht schlecht gestaunt welchen Leistungsdruck man da im Laufe der Zeit aufgebaut hat. Das Niveau der Linaeren Algebra in der 12. Klasse ist etwa so wie bei uns früher im 1. Semester an der Universität bei Mathematik- und Informatikstudenten. Und das muss nicht sein, denn aus uns älteren Semestern ist auch ohne diesen Leistungsdruck etwas geworden - sei es für die Arbeit oder die Gesellschaft. Für Kinder und Jugendliche gibt es auch noch ein Leben ausserhalb der Schule. Auch Spielen fördert geistige Fähigkeiten und soziale Kompetenz im Kreis von Gleichaltrigen zu erwerben ist sicher wichtiger, als das Berechnen eines Eigenwertes - was zudem die wenigsten in ihrem späteren Leben können müssen.
Mit 18 ist man halt kein Kind mehr. Andere stehen in diesem Alter schon voll im Berufsleben. Nebenbei: Der Leistungsdruck wurde in Mathematik gegenüber früher nicht aufgebaut: Durch technische Hilfsmittel (verbesserte Rechner, Computer etc.) kann man lediglich weiter ausgreifen. Nebenbei: Manchem Pädagogen wär` s sicherlich nicht Unrecht, wenn die Schüler den Unterricht mit Computerspielen verödeten --- bringt sicherlich viel für die soziale Kompetenz.

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Akkin 21.06.2016, 20:08
43. Das wäre ein Qualifizierter Hauptschulabschluss in

Thüringen. Ich finde es unerträglich, dass Schüler mit einem 10. Klassenabschluss mit gleicher Mathematiknote ganz unterschiedlich viel Wissen müssen. Das was man den Berlinern nach 10 Jahren beigebracht hat ist lächerlich und steht für ein Scheitern des Schulsystems in Deutschland. Diese Prüfung werde ich als erweiterte Klassenarbeit einer 9. Klasse in Thüringen vorlegen. Denke es wird einen guten Durchschnitt geben.

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1989er 21.06.2016, 20:10
44. höher, höher, am höchsten...

Ist schon lustig zu lesen, was die Spiegelleser hier für Ergebnisse (ausgerechnet) haben. Am Ende hätte die Aufgabenstellung aber etwas deutlicher formuliert werden können.

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bermany 21.06.2016, 20:10
45. Größte Zahl

Wie wärs mit 2 hoch (63!)

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Eknight 21.06.2016, 20:12
46. Besser als unlösbare Aufgaben

Leider sind die Lehrbücher zur Mathematik ziemlich konfus, aus denen kann ein Schüler der 10. Klasse mit Sicherheit nicht ableiten, ob die Semantik der Aufgabe auch Zahlen aus Rechenoperationen mit den genannten Ziffern erlaubt, wie von einigen Kommentatoren vorgeschlagen;-). Und es ist auch nicht neu, dass Textaufgaben of missverständlich formuliert sind. Allerdings sind solch leicht zu lösende Aufgaben immer noch besser, als Abiturklausuraufgaben, die nicht lösbar sind, so vorgekommen in NRW vor einigen Jahren. Es gibt also beide Extreme. Die Probleme unseres Schulsystems liegen jedoch ganz woanders. Insofern war es klug vom Interviewpartner des SPON, sich mit diesen und nicht mit der Aufgabe an sich zu beschäftigen.

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CancunMM 21.06.2016, 20:12
47. oh mein gott

wenn man dieses interview liest, weiß man was schief läuft im bildungswesen. bei solchen lehrern kann ja nur murks rauskommen. bloss kein leistungsgedanke. bloss alle gleich machen. klar kann man heute es nicht mehr in einer arbeit abbilden, wenn eigentlich realschüler mit hochschulaspiranten in einer klasse sind. wer tischler werden will muss kein abi haben.

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Achmuth_I 21.06.2016, 20:14
48. Will auch mal klugscheißen...

Zitat von cyn
Die Fakultät 632! ist spontan die größte die mir einfällt. Aber es gibt natürlich noch viel größere, die aber wahrscheinlich nicht benutzt werden dürfen weil das Konzept im Unterricht noch nicht vorkam. 3 hoch 62 ist übrigens größer als Ihre Zahl!
...wie wäre es mit (3^62)!?

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curiosus_ 21.06.2016, 20:17
49. Ich fass es nicht, ....

Zitat von Kortenkamp
Gerade Kinder mit Migrationshintergrund scheitern vielleicht schon am Wort Plastikkapsel...... Es ist doch ein großer Unterschied, ob ich die Aufgaben Zehntklässlern vorlege, die aus der Mittelschicht kommen oder Zehntklässlern aus bildungsfernen Familien.
.... man muss die Aufgaben so stellen, dass auch die ganz schwachen durchkommen?

Bisher hielt ich ja die Aussage, dass die Ansprüche in Prüfungen gesenkt werden um bessere Notenschnitte vorweisen zu können für fragwürdig. Aber nach der Aussage des "Vorstandsmitglieds am Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik" wundert mich nichts mehr.

Was noch gefehlt hat war das Argument, dass Dyskalkuliker vielleicht schon an Mathe scheitern. Und deshalb die Prüfungen so aufgebaut sein müssen, dass Sie auch von diesen zu schaffen sind. Und vielleicht noch von notorischen Matheverweigerern, die könnten ja auch gute Gründe haben.

Geht's noch? Klar, Kindern mit Mathe-Problemen muss geholfen werden. Aber so, dass sie in Mathe besser werden. Und nicht durch läppisch leichte Matheptüfungen, so dass auch absolute Mathe-Minderleister noch ungestreift durch die Prüfung kommen.

Bei solchen Aussagen schlägt das Herz eines Azubi-Ausbilders, eines Handwerksmeisters oder eines Hochschulprofessors sicher höher - aber genau so sicher nicht aus Freude.

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