Forum: Leben und Lernen
Umstrittenes Mathe-Abitur: Auch Bremer Schüler bekommen bessere Noten
Bernd Wüstneck/ DPA

Nach Hamburg und dem Saarland sollen nun auch in Bremen die Abiturprüfungen in Mathematik neu bewertet werden. Das gilt allerdings nicht für alle.

Rechtsrum 06.06.2019, 13:00
1. Ein Schritt in die richtige Richtung

Da in Deutschland das Bildungsniveau laut OECD im freien Fall ist, muss sich etwas ändern. Schülern bessere Noten geben, ist ein Anfang. Wir müsse dahin kommen, dass Bildung nichts mehr kostet und jedes Kind einen Schulabschluss erhält. Warum kann man nicht mit der Anmeldung auf eine Schule sofort ein Abiturzeugnis bekommen. Spart Schulen, Lehrer und den Eltern armer Kinder die Kosten für die Schule. Und alle haben Abi, ohne etwas zu lernen (also fast wie heute, nur eben ein paar Jahre grüne Bildungspolitik weiter).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
The Restless 06.06.2019, 13:50
2. Zentralabitur witzlos

Es sollte der besseren Vergleichbarkeit dienen, aber nun bewertet jedes Bundesland die identischen Aufgaben unterschiedlich. Das hat keinen Zweck: Jede Schule muss die Aufgaben wieder selber anfertigen können, und zwar spezifisch angepasst an die individuellen Kurse. Es schadet nicht, wenn unterschiedliche Schulen den Stoff auf verschiedene Weisen lehren und abrufen. Die Wissenschaft profitiert von verschiedenen Standpunkten und Ideen, die Vereinheitlichung schadet nur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taglöhner 06.06.2019, 15:05
3. Alternative Facts

Zitat von The Restless
Es sollte der besseren Vergleichbarkeit dienen, aber nun bewertet jedes Bundesland die identischen Aufgaben unterschiedlich. Das hat keinen Zweck: Jede Schule muss die Aufgaben wieder selber anfertigen können, und zwar spezifisch angepasst an die individuellen Kurse. Es schadet nicht, wenn unterschiedliche Schulen den Stoff auf verschiedene Weisen lehren und abrufen. Die Wissenschaft profitiert von verschiedenen Standpunkten und Ideen, die Vereinheitlichung schadet nur.
Eben. Insbesondere auf die verschiedenen Standpunkte Bremer Schüler in der Mathematik wartet die Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bfhoffmann 06.06.2019, 15:27
4. Ein Schritt weiter in Richtung infantiler Dünnbrettbohrer

Anstatt das Ausbildungsniveau zu erhöhen werden die Noten nach oben angepasst. Everybody gets a Trophy. Ein Schritt weiter Kinder zu funktionsunfähigen infantilen Dünnbrettbohrern zu erziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sischwiesisch 06.06.2019, 15:38
5. Es kann sein,...

Zitat von The Restless
Es sollte der besseren Vergleichbarkeit dienen, aber nun bewertet jedes Bundesland die identischen Aufgaben unterschiedlich. Das hat keinen Zweck: Jede Schule muss die Aufgaben wieder selber anfertigen können, und zwar spezifisch angepasst an die individuellen Kurse. Es schadet nicht, wenn unterschiedliche Schulen den Stoff auf verschiedene Weisen lehren und abrufen. Die Wissenschaft profitiert von verschiedenen Standpunkten und Ideen, die Vereinheitlichung schadet nur.
..., daß ich jetzt aus Unwissenheit und mit Halbwissen ausgestattet einen Fehlerr begehe, aber ist es nicht so, daß die jeweiligen Lehrer aus vorgegeben Ausgaben auswählen können und wissen sollten, was "ihre" Schüler denn so bei Ihm/ihr durchgenomen haben und entsprechend mit ihrer Aufgabenwahl lenken können ?
Es wird sich doch aus den vorgegeben Ausgaben entsprechend passendes finden lassen. Zentralabitur hin oder her.
Wenn sich dann trotzdem, wie jetzt, "Schwierigkeiten" ergeben, dann kann doch daraus nicht die Konsequenz erwachsen, daß man nachträglich die Noten verbessert !?!
Das ist ja an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.
Ich hätte mich zu meiner Abiturszeit in Grund und Boden geschämt.
Aber heute müssen ja 50 % und mehr eines Schuljahrganges studieren.
Das geht nur mit Niveauabsenkung oder glauben SIe die heutigen Schüler sind intelligenter als die vor 30, 40 Jahren ?
Das würde ich definitiv bestreiten. Im Gegenteil.
Bestimmte soft skills sind heute zudem geradezu verkümmert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FossilLehrer 06.06.2019, 16:41
6. Warum ex-post?

Warum muss man den zu hohen Schwierigkeitsgrad der Aufgaben nach der Prüfung feststellen?`
Wäre es nicht einfacher, die Aufgaben vorher besser und eingehender zu beurteilen und sich damit eine solch bundesweite Schlappe zu ersparen? Man erspare mit Belehrungen über die Erstellung von Aufgaben und deren Auswahl. Noch mehr Einblick als ich jetzt habe, brauche ich nicht. Auch in BWL-Prüfungen waren schon Bilanzen, die eine mittelschwere Schieflage hatten zu analysieren. Da war die Summe der Aktiven nicht wirklich gleich der Summe er Passiven. Ist bis zur Eröffnung der Prüfung vor Ort nicht aufgefallen. Und das bei unzähligen Lesern.

Das gemeinsame und bundeseinheitliche Abitur wird es erst gegeben, wenn aus dem Föderalstaat ein Zentralstaat wird. Jeder Kultusminister kocht doch sein eigenes Süppchen und findet es besonders lecker. Leckerer als die dünnen Brühen der anderen Kultusminister. Da nutzt auch eine Konferenz der Kultusminister nichts.

Man betrachte sich einmal, was in den einzelnen Bundesländern als wissenschaftlicher Taschenrechner angesehen wird. Allein da sind die Unterschiede enorm. In Baden-Württemberg kann der Rechner nicht allzu viel. In Hessen kann der ebenfalls als "WTR" gekennzeichnete Taschenrechner aus den Prüfungsbestimmungen deutlich mehr.

Viel heiße Luft und kein Ergebnis.

Vielleicht ist auch das IQB in Berlin zu weit weg von der Bildungsrealität.

Wie es ein anderer Kommentator gefordert hat, wäre ein bedingungsloses Grundabitur mit einem Schnitt von 3,0 doch eine Lösung. Wer besser sein will, muss dann eben was tun - aber ein Abiturzeugnis gibt's schon von der Hebamme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
holy64 07.06.2019, 09:25
7. Wird das Abitur zum

Ramsch-Abschluss? Der Eindruck entsteht langsam. Hauptsache genug Abiturienten. die dann mit ihrem Unwissen die Universitäten verstopfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HISXX 07.06.2019, 18:13
9. Typisch Bremen

Ein solches Verhalten ist typisch für Bremen. Bei Vergleichen zum Bildungsstand der Kinder in den versch. Bundesländer landet Bremen meist ganz hinten. Jetzt wird auch klar warum. Und wenn ich mir die aktuellen Nachrichten zur Regierungsbildung in Bremen ansehe, glaube ich nicht, dass sich daran etwas ändern wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren