Forum: Leben und Lernen
Ungerechte Abiturnoten: Meine Zwei ist besser als deine - relativ gesehen
DPA

Abitur ist nicht gleich Abitur: Die Durchschnittsnote hängt stark davon ab, in welchem Bundesland der Schüler wohnt. Dabei gäbe es eine einfache Lösung, den Schulabschluss vergleichbar zu machen: der Vergleich zu den Mitschülern.

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_unwissender 22.07.2015, 09:29
50. Guter Ansatz ...

Zitat von Msc
Wozu dann überhaupt noch Noten vergeben? Wäre dann ja unnötig. So stellt man die Individualbewertung, die sich nach Lernzielen richtet um auf ein Konkurrenzdenken zwischen den Schülern. Hauptsache besser sein als der andere! Kein Schüler versteht etwas im Unterricht, weil der Lehrer es nicht erklären kann? Macht nix solange alle schlecht abschneiden! Katastrophale ......
Wir brauchen nicht nur "Lehrer, die weniger Wischiwaschi krams lernen und lehren"! Wir brauchen insbesondere ein Erziehungssystem, das Spaß am Lernen vermittelt!
Aber mit einer Kultusbürokratie, die nur Popanz und Pöstchenschieberei pflegt, wird auf Dauer auch der motivierteste Lehrer mürbe gemacht.

Ich bedaure jeden, der diesen Beruf ergreift, wenn er sich der Illusuion hingibt, Kindern etwas Gutes tun zu können...

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volker 1974 22.07.2015, 09:30
51. Es ist erschreckend...

....welche Qualität das Abitur heute hat. Manchmal denke ich, dass es nur um Bestehensquoten der Schulen geht.
Eigentlich war ich immer jemand, der junge Menschen in Schutz genommen hat und auch bei Einstellungstest eher wohlwollend war, aber das was wir in den letzten 3 Jahren an jungen Bewerbern hatten und an welchen leichten Aufgaben diese gescheitert sind, ist erschreckend. Da waren Leute dabei mit einem 2er Abi. Was lernen die in der Schule??

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Crom 22.07.2015, 09:33
52.

Zitat von kenterziege
Viel besser wäre es eine in Deutschland kostenlosen Studienplatz erst nach einem Abschluss in einem Beruf zu vergeben und die dort erreichten Egebnisse einzubeziehen. Ich halte viel von einem Arzt, der vor seinem "Studium" als Krankepfleger gearbeitet hat. Und wer meint, das umgehen zu können, kann ja im Ausland seinen "Bachelor" machen.
Ich habe Mathematik studiert. Welchen Ausbildungsberuf schlagen Sie vor? Ihr Vorschlag ist absurd und führt nur dazu, dass angehende Studenten aus ärmeren Familien nur mehr Steine in den Weg gelegt werden, diese später (wenn überhaupt) ihren Abschluss machen und dadurch bereits am Beginn ihrer Karriere benachteiligt werden. Nein Danke!

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th.enz 22.07.2015, 09:38
53. Wat?

Zitat von Mister Stone
Die neuen Bundesländer gleichen die gefühlten Ungerechtigkeiten der letzten 25 Jahre und natürlich die Benachteiligung in der DDR-Zeit (Wohlstandsrückstand) mit ihrer speziellen Bewertungsmethode aus. Sie gönnen sich einen Bildungs-Bonus.
Sie wissen aber schon, daß in den neuen Bundesländern eine andere Gangart herrscht; Lehrer fordern dort deutlich mehr Leitung ein, es wird straffer ausgelesen, wer auf das Gymnasium kommt (Sachsen hat bundesweit die strengste Zugangsvorschrift), die generellen Anforderungen liegen höher (insbesondere in MNT), bloß die (Alt-)Lehrer wurden besser ausgebildet in Sachen Bewertung von Leistungen und können auch sehr gute Leistungen honorieren, ohne daß jemandem ein Zacken aus der Krone bricht.

Ein Abitur aus Sachsen oder Thüringen jedenfalls ist schwieriger zu erhalten als eines in Bayern, BaWü oder NRW. Was interessieren da relative Abschlußnoten. Sachsen hat bis zu zwei Jahre Vorsprung in MNT vor NRW und anderen alten Ländern - sich an 0,5 Zensuren hochzuziehen wirkt diesbezüglich grotesk.
Zudem erledigen die Ossis das alles in 12 Jahren! Schon vergessen?

Daß also in NRW entweder A) die Schüler dümmer sind und 1. mit einem Jahr mehr Schule, 2. bei geringeren Anforderungen 3. schlechtere Noten fabrizieren, oder B) die Lehrer in NRW keine Ahnung von Leistungsbewertung haben, ist ganz bestimmt nicht Problem der ostdeutschen Bundesländer...

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cabeza_cuadrada 22.07.2015, 09:39
54. Tolle Idee

Zitat von elwu
endlich her mit dem Zentralabitur, und zwar nach den Maßstäben, die vor sagen wir 15 Jahren noch in Bayern und Baden-Württemberg angelegt wurden. Statt der heutigen Kuschelabiture aus NRW oder so.
Sie meinen wie früher in der DDR? War wohl doch nicht alles Mist da.
Man konnte unterjährig von Nord nach Süd umziehen und in der Schulstoff war komplett identisch inkl. gleichem Lehrbuch. Die neue Klasse war in diesem oder jenem Fach vielleicht ein paar Seiten weiter oder zurück im Lehrbuch - sonst alles gleich. Heute muss man ja fast fürchten das Kind muss durch einen Umzug in ein anderes Bundesland eine Klasse wiederholen!

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FranzWelters 22.07.2015, 09:41
55. ein einziger Unsinn

Die Ermittlung des Notendurchschnitts im Abi und erst Recht die Vergabe der Studienplätze danach ist ein einziger Unsinn. Man kann heute auf unzähligen Wegen ein Vollabitur erlangen - vom Gymnasium bis zum Berufskolleg (NRW). Offiziell mit zentraler Prüfung. Allerdings sind die Aufgabenstellungen für die einzelnen Wege unterschiedlich. Zentralabitur heisst in NRW z.B. noch längst nicht gleiche zu erbringende Leistung in jeder Schulform. Von der unterschiedlichen Bewertung in der Oberstufe, die schul- und lehrerabhängig ist und nicht unerheblich in den Durchschnitt einfließt, ganz zu schweigen. Wer den Weg des geringsten Widerstandes bis zum Abitur wählt, durch Schul- und Fächerwahl, erhält nachher den Studienplatz.
Und noch eine Folge der Vergabe nach NC:
Zukünftig werden wir in D mehrheitlich Ärztinnen haben. Jungs haben zu schlechten NC fürs Medizinstudium. Vielleicht ist aber sogar positiv.

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noelkenproettel 22.07.2015, 09:42
56.

Es ist eigendlich ein untragbarer Zustand das so Dinge wie das Abi nicht Bundesweit vereinheitlicht werden, es kann doch wirklich nicht sein das irgendwelche Landesfürsten Darüber bestimmer wie schwer eine Abi Prüfung ist!
Ein Abi ist in Ganz Deutschland ein Abi also sollten überall gleiche ansprüche daran gestellt werden!
Sorry Aber Bildung somit unsere Zukunft sollte nicht in die Hände von Provinzgrößen gelegt werden, sowichtig sich die Herren Landesfürsten nicht!

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abby_thur 22.07.2015, 09:46
57. Etwas kaufmännisches?

Zitat von Crom
Ich habe Mathematik studiert. Welchen Ausbildungsberuf schlagen Sie vor? Ihr Vorschlag ist absurd und führt nur dazu, dass angehende Studenten aus ärmeren Familien nur mehr Steine in den Weg gelegt werden, diese später (wenn überhaupt) ihren Abschluss machen und dadurch bereits am Beginn ihrer Karriere benachteiligt werden. Nein Danke!
Typisch Mathematiker, keine Fantasie.
Wie wäre es mit etwas kaufmännischem gewesen?

Der Vorschlag erst Beruf lernen dann studieren ist ein sehr guter und würde uns viele, viele "Fachidioten" ersparen.

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DonCarlos 22.07.2015, 09:47
58. Das Hessen-Abi

Aus meiner Schulzeit war bekannt, dass die Schüler, die bei uns in Nordbaden rausflogen, in Hessen ihr Abi mit 2 oder 3 bestanden haben.

Nur ein bundesweites Zentralabitur ist eine Abhilfe gegen solche Verzerrungen.

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kraus01 22.07.2015, 09:49
59. Zentralabitur

Bin auch für ein Zentralabitur. Ein Unding, dass Bildung Ländersache ist! Es führt bloß zu Ungerechtigkeiten. Die Damen und Herren in den Landes-Bildungsministerien sollen sich mal nicht so wichtig nehmen. Föderalismus nervt.

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