Forum: Leben und Lernen
Ungerechte Grundschullehrer: "Auch der intelligente Kevin ist dumm dran"

Die Wissenschaftlerin Astrid Kaiser hat die Lehrer gegen sich aufgebracht: Eine Studie ihres Lehrstuhls zeigt, dass Grundschulpädagogen kleinen Kevins weniger zutrauen als Simons. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE verrät sie, mit welchen Namen Kinder verloren haben - und mit welchen sie gewinnen.

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evolut 18.09.2009, 11:30
1. Oliver

Zitat von
Kaiser: Oliver war das damals in den siebziger Jahren. Olivers kamen aus Problemfamilien. SPIEGEL ONLINE: Ich danke Ihnen trotzdem für das Gespräch. Das Interview führte Oliver Trenkamp
Ein besserer Name wäre Karl-Theodor, Wilhelm-Alexander oder Hans-Otto gewesen. Ansonsten landet man womöglich bei SPON. Oje!

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dasky 18.09.2009, 11:32
2. Tort

Zitat von SPON
SPIEGEL ONLINE: Frau Kaiser, welchen Namen würden Sie Ihrem eigenen Kind auf keinen Fall geben? Astrid Kaiser: Adolf.
...wahrscheinlich nur deswegen nicht, weil's dann Probleme mit der Geburtstagstorte gibt...

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spacko 18.09.2009, 11:36
3.

Tut ein zweiter Thread mit der gleichen Unterschichtenhetze Not ? Ein weitere verzweifelter Versuch des Spiegels, das Klassenbewußtsein der Bourgeoisie zu beschwören um irgendwie die schwarzgelbe Mehrheit zu retten ?

Weitergegähnt wird hier:
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=8618

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BobJo 18.09.2009, 11:39
4. Sehr intressant

Zitat von sysop
SPIEGEL ONLINE: Welche Namen empfanden Sie als Höchststrafe, als Sie noch Lehrerin waren? Kaiser: Oliver war das damals in den siebziger Jahren. Olivers kamen aus Problemfamilien. SPIEGEL ONLINE: Ich danke Ihnen trotzdem für das Gespräch. Das Interview führte Trenkamp

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luftschiff 18.09.2009, 11:39
5. Davon könen auch andere ein Lied singen

Die Gruppe "Die Promovierten Praktikanten" haben über dieses Problem bereits 2007 ein Lied gemacht:

"...Wenn Du Shakira heisst, kriegst Du kein Abitur. Das ist jedem Deiner Lehrer klar..."
Hier kann man es sehen und hören:
http://wiki.luftschiff.org/index.php...._Juni_2007%29

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horatio_d 18.09.2009, 11:46
6. wirklich?

kann denn ausgeschlossen werden, dass es sich nicht um Korrelation handelt? Wenn "Kevin/Chantal" aus einer eher bildungsfernen Schicht stammt, wird er/sie eben zu Hause nicht viel Unterstützung erhalten und das zeigt sich eben auch in der Schule. Wenn er/sie gut ist, dann wird er/sie auch im Diktat trotz akribischer Suche eben weniger Fehler machen, als der/die luschig-korrigierte Walter/Emma. Und kein Lehrer wird absichtlich Fehler "unterschieben".
Aber vielleicht macht man mal eine Studie, warum Eltern Ihren Kindern Namen geben, die aus Porno-/Kinder/...-Filmen stammen. Das ist doch das eigentliche Problem, das solche Menschen Ihre Kinder anscheinend als ein Statement für Ihre Einstellung mißbrauchen. Sollten wir nicht viel stärker dafür sensibilisieren? Der kleine "Djihad", der seinen Namen nun gerichtlich bestätigt tragen darf, wird es in Zukunft und als Erwachsener sicherlich auch nicht leicht haben...

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Gegengleich 18.09.2009, 11:46
7. Thema

Soll jetzt hier nochmals der ganze Kevin-Quatsch durchgekaut werden?
Hier http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=8618
steht doch schon alles.

Mir unverständlich: Es wird über K.Wowereit und die K-Frage berichtet, das Forum dazu ist aber "Welche Koalition soll/wird uns nach der Wahl regieren".

Und für Kevin wird jetzt erneut ein Thema eröffnet?
Das ist meines Erachtens etwas zuviel des guten.

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waldo49 18.09.2009, 11:48
8. Ausblenden?

Ich leite Praktika in einem Schülerlabor, wo uns auch viele Grundschulklassen besuchen. Und auch bei uns gibt es gelegentlich Kinder, die durch Stören auffallen; und da fällt auch von den begleitenden Lehrern schon gelegentlich der Name Kevin. Nur: ein Kevin, der nicht stört, wird nicht als solcher wahrgenommen. Auch bei Lehrern gibt es diese self-fulfilling-prophecy: Der heißt Kevin (oder die heißt Chantal), also wird er sich auch schon so benehmen.

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christiane006 18.09.2009, 11:50
9. die These stimmt

Zitat von sysop
Die Wissenschaftlerin Astrid Kaiser hat die Lehrer gegen sich aufgebracht: Eine Studie ihres Lehrstuhls zeigt, dass Grundschulpädagogen kleinen Kevins weniger zutrauen als Simons. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE verrät sie, mit welchen Namen Kinder verloren haben - und mit welchen sie gewinnen.
ich kann diese Erkenntnis bestätigen. Ich habe vor 8 Jahren auf einer Schiffsreise ein Lehrerehepaar kennengelernt, dass an einer Schule im Ruhrpott unterrichtet hat.
Auch diese beiden Lehrer nannten, die Namen Kevin u. Dennis als Beispiele von problematischen Schülern und stöhnten bereits, als sie die Namen nur aussprachen. An dieser These ist also etwas dran.

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