Forum: Leben und Lernen
Ungewöhnliches Hobby: Max hat 120 Tiere

Kaninchen, Hunde, Schafe, Lamas: Max hält nicht ein Haustier, sondern 120. Der 13-Jährige steckt viel Zeit und Taschengeld in sein Hobby - er will Arten vor dem Aussterben retten.

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Nania 13.07.2015, 12:40
30.

Zitat von c218605
Sehe ich genauso, und wenn mein 12jähriger seine gesamte Freizeit auch nur mit seinem Kaninchen verbringen wuerde, haette nicht nur das TIER ein Problem. Wohl fast alles nur Tierfreunde hier, ansonsten kann ich mir das unreflektierte applaudieren nicht erklären.
Ich glaube, so ein bisschen erfreut die Menschen hier im Forum, dass es auch noch Kinder gibt, die nicht ihre ganze Zeit am Bildschirm verbringen (davon gibt es übrigens auch noch recht viele, nur weil man einen Teil seiner Zeit am PC verbringt, verbringt man lange nicht alle da. Einige Foristen sollten sich mal ansehen, womit viele (die meisten?) Erwachsenen so ihre Freizeit verbringen)
Und natürlich ist es absolut lobenswert, dass sich hier ein Junge mit viel Elan für aussterbende Nutztierrassen einsezt.

Allerdings ist der Junge auch erst 13, geht also gerade in die siebte oder achte Klasse. Es wird interessant werden, wenn er mitten in der Pubertät steckt und sich dann die Frage stellen muss, was er den Rest seines Lebens machen möchte. Ich hoffe für ihn und seine Familie, dass sein Interessengebiet nicht völlig umschlägt.
Denn machen wir uns nichts vor, alleine versorgt der Junge die Tiere weder finanziell noch arbeitstechnisch. Hinter so etwas muss (!) eine Familie stehen, die mitzieht.

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TPunkt 13.07.2015, 13:09
31. Super!

Ich habe das gleich mal bei Facebook "geliked"... ;o) Und ich wünsche alles Gute für dieses fantastische Projekt!

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widower+2 13.07.2015, 13:15
32. Sorgen

Ich mache mir doch ein wenig Sorgen um die Zukunft des eigentlich durch und durch bewundernswerten Jungen.
Was passiert nach dem Ende der Schullaufbahn mit ihm und seinen Tieren?

Er wird wohl entweder nicht mehr genug Zeit für die Tiere oder nicht genug Zeit für eine (einschlägige) Ausbildung haben.
Zu wünschen wäre es ihm, dass er seine Leidenschaft zu einem tragfähigen Geschäftsmodell weiter entwickeln könnte.

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0815jrb 13.07.2015, 13:52
33. Naja

Zitat von bapu65
mal was positives ! Dem Jungen gehoert ein Orden !
andere Kinder würden das sicher auch gerne machen, nur haben die Eltern nicht das nötige Kleingeld um eben mal zwei Ponys und ein dazu passendes Stück Land zu kaufen. Monatliche Futterkosten von 200-250 Euro für 120 Tiere kann nicht stimmen. Dazu kommen die Tierarztrechnungen und Haltegenehmigungen (werden bei einigen bedrohten Tierarten benötigt). Für den Jungen sicher eine tolle Sache, aber einen Orden, für was?

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infonetz 13.07.2015, 14:13
34.

Zitat von 0815jrb
andere Kinder würden das sicher auch gerne machen, nur haben die Eltern nicht das nötige Kleingeld um eben mal zwei Ponys und ein dazu passendes Stück Land zu kaufen. Monatliche Futterkosten von 200-250 Euro für 120 Tiere kann nicht stimmen. Dazu kommen die Tierarztrechnungen und Haltegenehmigungen (werden bei einigen bedrohten Tierarten benötigt). Für den Jungen sicher eine tolle Sache, aber einen Orden, für was?
Wenn die Leute wüßten was alleine das Futter für Pferde an Umwelt zerstört würden sie nicht so reden als wenn das was ganz gutes wäre. So stirbt gerade wieder eine Tierart in Deutschland aus:

12.07.2015
Der Feldhamster ist vom Aussterben bedroht. Der Nabu in NRW schlägt jetzt Alarm, weil der letzte Bestand in der Nähe von Zülpich immer kleiner wird.
http://www.ksta.de/zuelpich/-sote-naturschutz-in-nrw-immer-weniger-feldhamster,15189166,31203072.html

Und das auch wegen dem Anbau von Heu denn auf so Feldern findet man keine Feldhamsterbauten geschweige denn Feldhamster.

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weltgedanke 13.07.2015, 14:29
35.

Tolles Projekt, ich wünsche ihm ganz viel Erfolg. Dass er als solcher Tierliebhaber den Verzehr von Fleisch empfiehlt, irritiert mich zwar, aber nun ja, immerhin keine Massentierhaltung. Was mich auch wundert: Wenn schon der Spiegel bei dem jungen Herrn zu Gast ist, hätte ihm nicht mal jemand sagen können, dass "Kinder Arche" grauenvolles Deutsch ist und er sich z.B. stattdessen für "Kinder-Arche" entscheiden könnte? Würde er bestimmt machen, wenn die Profis das nahelegen. ;)

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Becks0815 13.07.2015, 14:30
36. Greenpeace?

Hallo Greenpeace, wo bleibt die Unterstützung?
Hier versucht ein Jugendlicher quasi im Alleingang etwas was ihr in jeder Werbung für eure Truppe als wichtig anprangert - Schutz der Natur und der Tiere.
Wenn ihr schon kostenintensiv in der Arktis herumkurvt könntet ihr durchaus die paar hundert Euro für das Futter der Tiere übernehmen. Das sollte bei dem Etat durchaus problemlos drin sein.

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Kapitän_Niveau 13.07.2015, 14:55
37. Ich finde es sehr schön!

Klar, die Eltern haben viel Geld und Arbeit investiert aber ich finde es super, dass sie ihr Kind in diese Richtung unterstützen.
Andere Eltern zahlen halt Klavier- oder Golfunterricht, andere wiederum haben finanziell kaum Möglichkeiten kostspielige Hobbies zu unterstützen aber ich finde diese Mäkelei einfach doof....
Und ich finde, der Junge hat für sein Alter ganz schön was drauf! Was er von sich gibt, ist schon super! Und viele Erwachsene haben nicht so eine tolle Einstellung- leider!

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taglöhner 13.07.2015, 15:06
38.

Zitat von infonetz
Wenn die Leute wüßten was alleine das Futter für Pferde an Umwelt zerstört würden sie nicht so reden als wenn das was ganz gutes wäre. So stirbt gerade wieder eine Tierart in Deutschland aus: 12.07.2015 Der Feldhamster ist vom Aussterben bedroht. Der Nabu in NRW schlägt jetzt Alarm, weil der letzte Bestand in der Nähe von ....
Der Feldhamster ist ein Steppentier und bei uns wie beispielsweise auch der Feldhase, die Feldlerche und weitere Tiere mangels Steppe bzw. Savanne ein Kulturfolger. Ohne Getreideanbau oder Wiesenwirtchaft ("Anbau von Heu" besteht übrigens aus deren Mahd) hat er hierzulande auch auf geeigneten Böden keine Chance.

Sein Rückgang vom verbreiteten "Schädling" zur bei uns bedrohten Art ist der Modernisierung von Anbaumethoden geschuldet, nicht der Landwirtschaft an sich. Extensive Anbauformen, zu denen die Wiesenwirtschaft gehört, ist sowohl bezüglich Hamster-, als auch Naturschutz allgemein ein ganz schlechtes Beispiel für Umweltfrevel.

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c.PAF 13.07.2015, 15:18
39.

Zitat von weltgedanke
Tolles Projekt, ich wünsche ihm ganz viel Erfolg. Dass er als solcher Tierliebhaber den Verzehr von Fleisch empfiehlt, irritiert mich zwar, aber nun ja, immerhin keine Massentierhaltung.
Nun, wie schon ein Mitforist schrieb, er ist weit reifer als so mancher Durchschnittsdeutsche.

Zu einer gesunden Ernährung gehört neben "Blümchen" nun halt auch Fleisch. Und er züchtet Nutztiere, und keine Kuscheltiere. Er wird somit auch wissen, woher das Fleisch auf dem Teller kommt, nämlich nicht einfach nur aus dem Supermarkt. Und er ist in der beneidenswerten Lage zu wissen, was er da ißt. Im Gegensatz zu dem Zeug aus der Massentierhaltung (wie Sie ja selbst geschrieben haben).

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