Forum: Leben und Lernen
Ungleiche Bezahlung: Aufstand der Grundschullehrer
GEW BW

Sie verdienen bis zu 1500 Euro weniger pro Monat als ihre Kollegen an Gymnasien - und wollen nun in eine höhere Besoldungsstufe: Bundesweit kämpfen Grundschullehrer für mehr Geld. Einige Länder konnten sie schon überzeugen.

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walldemort 03.12.2017, 20:06
180. "Rechtfertigt das eine lebenslang bessere Bezahlung?"

Ja, das tut es.
Und auch die Tatsache, dass die nötigen fachlichen Kompetenzen am Gymnasium weitaus höher sind, als kleinen Kindern zu erklären, dass der Schwanz des Hundes "Rute" heißt und ein Würfel sechs Seiten hat!

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mullertomas989 03.12.2017, 21:48
181. Korrekturen!

Zitat von henner_piffendeckel
Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen und dazu noch schräge Argumente angeführt. Gymnasiallehrer sind jährlich mit dem Abitur betraut, müssen dafür Gutachten erstellen, Prüfungen durchführen und mündliche Prüfungen selbst entwerfen. Dazu kommen noch in den korrekturintensiven Fächern tagelange Korrekturen der Oberstufenklausuren. Das alles müssen GrundschullehrerInnen nicht machen, auch die Unterrichtsvorbereitung hält sich stark in Grenzen - meine Kinder hatten jahrelang Wochenpläne zu bearbeiten und die Lehrer konnten dabei lange Entspannungsphasen einläuten. Zudem ist der Vergleich mit den 1.500 EUR ein totaler Schwachsinn: Hier wird die Altersstufe 1 von A12 mit der Altersstufe 8 von A13 verglichen. Was soll das? Allein bei A12 liegen zwischen der Altersstufe 1 und 8 fast 1.100 EUR Differenz. Insofern ist diese Argumentation reine Demagogie und schadet eher als dass sie nützt.
Sie und andere vergessen, dass GS-Lehrer viel mehr Hefte und auch Mappen von Wochenplänen mit nach Hause nehmen und korrigieren müssen. Ein Wochenplan differenziert vorzubereiten fordert gleichwohl auch einiges an Aufwand. Auf dem Gymnasium sind Klausuren und Gutachten viel, das stimmt, aber wer bereitet da vielfältigen Unterricht vor?? Mathe: Buch auf, 2 Aufgaben an der Tafel, dann Stillarbeit, am Ende Hausaufgabe.... Easy!!

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kuschl 03.12.2017, 22:30
182. OECD Vergleich Lehrergehälter vs Pisa

Laut OECD Studie liegen die deutschen Lehrergehälter im internationalen Vergleich auf Platz drei. Leider korreliert dies nicht mit dem Leistungsvergleich des Schülerniveaus. Gerade wurde den Grundschülern wieder ein unterdurchschnittliches Abschneiden im Leistungsvergleich bescheinigt und wenn ich davon ausgehe, dass Genetik dabei keine Rolle spielt, liegt es also an der Ausbildung, ketzerisch behauptet. Was also rechtfertigt eine Besoldungsanhebung?

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ondrana 04.12.2017, 07:31
183.

Zitat von kuschl
Laut OECD Studie liegen die deutschen Lehrergehälter im internationalen Vergleich auf Platz drei. Leider korreliert dies nicht mit dem Leistungsvergleich des Schülerniveaus. Gerade wurde den Grundschülern wieder ein unterdurchschnittliches Abschneiden im Leistungsvergleich bescheinigt und wenn ich davon ausgehe, dass Genetik dabei keine Rolle spielt, liegt es also an der Ausbildung, ketzerisch behauptet. Was also rechtfertigt eine Besoldungsanhebung?
Ich kann mich nur wiederholen:

Einfach nur die Endgehälter zu vergleichen, ist nicht redlich.

Deutsche Lehrkräfte haben die längsten Ausbildungszeiten, sehr hohe Stundenverpflichtungen, unzählige Zusatzaufgaben, für die es in anderen Ländern zusätzliches Personal oder Zusatzgelder gibt und enorm hohe Schülerzahlen in den Klassen.
Dann darf man auch noch anmerken, dass das Pensionsalter in Deutschland im Vergleich sehr hoch ist. In Großbritannien und vielen anderen Ländern ist man mit 60 aus der Lehrernummer raus.

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denkdochmalmit 04.12.2017, 12:51
184. A12 für singen und klatschen?

Die Besoldung der Lehrer ist eh schon ein Witz...nun soll es noch mehr werden?
Wie wäre es die Klassen kleiner zu machen und alle Lehrer im mittleren Dienst zu belassen?

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denkdochmalmit 04.12.2017, 12:58
185. Lehrerbezüge...

Ein Gymnasiallehrer erhält die gleich Besoldung wie der Leiter einer Berufsfeuerwehr! Nur das dieser wesentlich mehr Verantwortung hat und Einsätze leitet bei den es in Leben und Tot geht! 6 Wochen Sommerferien hat er natürlich auch nicht...

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mullertomas989 04.12.2017, 14:54
186. Hier ein Beitrag, wie es in der Schule wirklich so ist....

Die ganzen Vorurteile hat man so lange, bis man sich wirklich mal informiert:
http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama-die-Reporter/Unter-Lehrern-22-Schüler-zehn-Natione/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=14049192&documentId=15043248

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dickebank 04.12.2017, 16:37
187. A13 - Verzahnungsamt

Zitat von denkdochmalmit
Ein Gymnasiallehrer erhält die gleich Besoldung wie der Leiter einer Berufsfeuerwehr! Nur das dieser wesentlich mehr Verantwortung hat und Einsätze leitet bei den es in Leben und Tot geht! 6 Wochen Sommerferien hat er natürlich auch nicht...
Ein Oberamtsrat der Friedhofsverwaltung einer größeren Satdt hat die gleiche Eingruppierung.

Übrigens Ferien haben Schüler, Lehrkräfte haben unterrichtsfreie Zeit, die nach Angaben der Dienstherren/Arbeitgeber als Überstundenausgleich angerechnet wird. Angestellte im ÖD arbeiten 38,5 Wochenstunden und Beamte 40 bzw. 41 Wochenstunden. Angestellte Lehrkräfte - ein Viertel aller Lehrkräfte - haben die gleiche Wochenstundenverpflichtung wie die verbeamteten Lehrkräfte. Zusätzlich zum Wochenstundendeputat muss jede Vollzeitlehrkraft bis zu 3 unbezahlte Mehrarbeitsstunden (Vertretung) je Monat leisten - ohne zusätzlichen Freizeitausgleich. Alle dienstlichen Verpflichtungen, die nicht in Form von Unterricht vor einer Schülergruppe anfallen, werden nicht auf das Wochenstundendeputat angerechnet.
Fünf Tage Klassenfahrt ergeben fünf mal 24 Stunden Aufsichtspflicht, die mit 25,5 bzw 28 Wochenstunden (Zahlen für NRW) abgerechnet werden.
Kennen Sie den Ratschlag von D. Nuhr?

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dickebank 04.12.2017, 16:38
188. Nachfrage

Zitat von denkdochmalmit
Die Besoldung der Lehrer ist eh schon ein Witz...nun soll es noch mehr werden? Wie wäre es die Klassen kleiner zu machen und alle Lehrer im mittleren Dienst zu belassen?
Woran hat es bei Ihnen gemangelt? Lag es an der mangelnden Eignung oder an der fehlenden Befähigung?

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dickebank 04.12.2017, 16:40
189. Ach was

Zitat von karl-felix
sehe ich anders. Ich habe den Polizeidienst nach der Geburt meines 2. Kindes verlassen . Mit dem damaligen Einkommen war es nicht möglich , Miete, Ausbildung der Kinder vom eigenen Gehalt zu bezahlen , wenn man noch Freitags ein Glas Bier trinken wollte. Mein Einkommen hat sich im Vergleich zu meiner möglichen Polizeikarriere mehr als vervierfacht. Und ich gehörte weiss Gott nicht zu den Spitzenverdienern . Der öffentliche Dienst wird in Deutschland generell miserabel bezahlt. Pars pro toto : Ein Herr Winterkorn von VW erhielt als Angestellter mehr als das 50 fache der Bundeskanzlerin Wir haben über 10.000 Einkommensmillionäre die das Vielfache eines Ministers verdienen . Ihre Aussage mag zutreffen aus der Sicht eines Niedriglöhners, aber : "Um klar zu sehen , genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung" ( Antoine de Saint-Exupery) Und nein , gemessen an Leistung und Ausbildung ist dsas Einkommen von Polizisten und Lehrern weit unterdurchschnittlch. Das Medianeinkommen der Arbeiterstadt Wolfsburg z.B. liegt bei über 4.600 Euro im Monat . Für die Masse der Polizisten unerreichbar.
"Um klar zu sehen , genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung"
( Antoine de Saint-Exupery)

Was nutzt der Wechsel der Blickrichtung, wenn der Radius des geistigen Horizontes stark gegen Null geht und man diesen zum eigenen, unverrückbaren Standpunkt erklärt?

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