Forum: Leben und Lernen
Uni-Abschluss und arbeitslos - was tun?

Keine Arbeit, nirgends: Die Angst vor der Arbeistlosigkeit treibt zahlreiche Hochschulabsolventen um. Selten war die Lage so schlecht wie momentan - was können Absolventen tun?

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silenced 29.05.2009, 07:06
1. Ah was ...

Zitat von sysop
Keine Arbeit, nirgends: Die Angst vor der Arbeistlosigkeit treibt zahlreiche Hochschulabsolventen um. Selten war die Lage so schlecht wie momentan - was können Absolventen tun?
Das machen, was alle machen die Arbeit suchen: Weitersuchen. Die WELT ist groß.


Man ist doch kein besserer Mensch mit "besonderen" Ansprüchen nur weil man studiert hat, und wenn es in D nichts gibt -> man muß nicht hierbleiben: als "Spitzenkraft" hat man in D nichts mehr verloren, ab ins Ausland.

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Benjamin1965 29.05.2009, 07:50
2. Globalisierung

Zitat von sysop
Keine Arbeit, nirgends: Die Angst vor der Arbeistlosigkeit treibt zahlreiche Hochschulabsolventen um. Selten war die Lage so schlecht wie momentan - was können Absolventen tun?
Sich in einer globalisierten Welt global umschauen und eventuell nie wieder nach D zurueckkehren. D stirbt ohnehin langsam.

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yoog 29.05.2009, 07:50
3.

Was tun? - Auswandern, was denn sonst?

Ist der Fachkräftemangel mit diesem Thread jetzt eigentlich offiziell beendet?

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heinrichp 29.05.2009, 07:51
4. Bewusstseinsänderung

Zitat von sysop
Keine Arbeit, nirgends: Die Angst vor der Arbeistlosigkeit treibt zahlreiche Hochschulabsolventen um. Selten war die Lage so schlecht wie momentan - was können Absolventen tun?
Die Kinder brauchen eine gute Schulbildung, so die Politiker aller Parteien. Hat man eine gute Schulbildung bekommt man trotzdem keinen Job.

Woran das nur liegt?

So wie wir heute leben gibt es wenig Hoffnung das sich was ändert.
Was wir dringend brauchen ist ein neues Weltbild und eine Bewusstseinsänderung!
Das gesamte Leben auf dieser Erde wird dem Ziel der Maximierung der Kapitalakkumulation unterworfen.
Die dramatischen Folgen dieser Entwicklung sind die ständig fortschreitende systemische Verbreiterung der Kluft zwischen Arm und Reich, Ausschluss und Verarmung breiter Bevölkerungsschichten und verstärkte ökologische Zerstörung.
http://www.lebedeinbestes.de/index.html

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jocurt1 29.05.2009, 07:52
5. Die deutsche Industrie und das angehängte Bildungsunwesen

Zitat von sysop
Keine Arbeit, nirgends: Die Angst vor der Arbeistlosigkeit treibt zahlreiche Hochschulabsolventen um. Selten war die Lage so schlecht wie momentan - was können Absolventen tun?
kann es sich leisten in einer angeblich ja höchste Qualifikationen verlangenden globalisierten Wirtschaft auf jedes Jahr ca. 20% der Schulabgänger zu verzichten und jetzt mal eben auf 1 (bis 2 ??) Unijahrgänge.
Aber Hochqualifizierte aus dem Ausland brauchen wir halt trotzdem.

1.)
Die einzigen Qualifikation in/für der Generation Praktikum ist eben schon wieder: "Arbeite für Nothing, dass aber Doppelt so lange".
2.)
Mach dir nichts draus, wenn der HR mensch mit dem du redest, ohnehin nur in 3 Monatszyklen denkt, dich mit 3 Sprachen und ein jahr Arbeit im Ausland incl. .... für einen Deppen hält und erstmal ein Praktikum fordert.

3.)
DSDS und ähnliches sind jetzt das Maß und die Meßlatte der Bildung und der Umgangsstil, der auch in Unternehmen längst eingezogen ist. Vieleicht kommen einem deshalb die Personalberater wie seelische Klone von Bohlen und Co. vor.

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sam clemens 29.05.2009, 08:02
6. Gelinde gesagt

Solche banalen Erkenntnisse und Feststellungen sind gelinde gesagt zum Kotzen.
Es ist doch keine Neuigkeit, dass viele Absolventen keine Anstellung finden, dass unser Studiensystem ineffizient ist, dass Bologna die wenigen Aktivposten auch noch beseitigt hat! Habt ihr das nicht gemerkt? Statt dessen schüttet ihr uns mit Uni-Rankings zu, mit mehr oder weniger marginalen Uni-Tagebüchern aus dem Ausland uns was weiß ich sonst noch! Macht eure Arbeit - recherchiert, lest, erkundigt euch, schreibt! Und zwar in Echtzeit, nicht Monate und Jahre zu spät!

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sam clemens 29.05.2009, 08:13
7. Ergänzung

Und leider tragen wir im Wissenschaftsbetrieb einen Großteil der Verantwortung für die Misere: feudalistische Strukturen und Machtverhältnisse, Akzeptanz von "Minenfeldern", über die man nur bei Gefahr des eigenen Untergangs publizieren kann, Versorgungsmentalität und vor allem Eitelkeit und Profilierungssucht statt Forschung und Lehre.

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alexanderstein 29.05.2009, 08:20
8.

Zitat von sam clemens
Solche banalen Erkenntnisse und Feststellungen sind gelinde gesagt zum Kotzen. Es ist doch keine Neuigkeit, dass viele Absolventen keine Anstellung finden, dass unser Studiensystem ineffizient ist, dass Bologna die wenigen Aktivposten auch noch beseitigt hat! Habt ihr das nicht gemerkt? Statt dessen schüttet ihr uns mit Uni-Rankings zu, mit mehr oder weniger marginalen Uni-Tagebüchern aus dem Ausland uns was weiß ich sonst noch! Macht eure Arbeit - recherchiert, lest, erkundigt euch, schreibt! Und zwar in Echtzeit, nicht Monate und Jahre zu spät!
Volle Zustimmung. Die Boulevarisierung ist wirklich offensichtlich, allein der Titel: "Letzter Ausweg Doktortitel". *kopfschüttel*

Zusätzlich wäre noch anzumerken, dass der Tipp, einfach noch einen Doktor zu machen, lächerlich ist.

Forschung ist eine anstrengend Tätigkeit und kann nur funktionieren, wenn man maximal hinter diesem Vorhaben steht.
Auch dann führt es in nicht unwesentlich vielen Fällen nicht zum Erfolg (und ist m.E. viel anstrengender als jeden Tag in der Industrie arbeiten zugehen).

Dass Herr Trost anscheinend keinen Doktor gemacht hat, hindert ihn ja nicht, dies als "Expertentipp" zu verkaufen. Und ich bin mir sicher, vor ein paar Jahren hat er genau das Gegenteil als Geheimtipp verkauft.


A.S.

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buchter 29.05.2009, 08:24
9.

Zitat von sam clemens
Solche banalen Erkenntnisse und Feststellungen sind gelinde gesagt zum Kotzen. Es ist doch keine Neuigkeit, dass viele Absolventen keine Anstellung finden, dass unser Studiensystem ineffizient ist, dass Bologna die wenigen Aktivposten auch noch beseitigt hat! Habt ihr das nicht gemerkt? Statt dessen schüttet ihr uns mit Uni-Rankings zu, mit mehr oder weniger marginalen Uni-Tagebüchern aus dem Ausland uns was weiß ich sonst noch! Macht eure Arbeit - recherchiert, lest, erkundigt euch, schreibt! Und zwar in Echtzeit, nicht Monate und Jahre zu spät!
Was und wo studieren Sie?
Ist es wirklich so, dass nur meine Hochschule nicht versagt hat bei der Bachelor/Master Umstellung und dass nur an meiner Hochschule das Studium alles andere als ineffizient ist? Ich kann mir wirklich nicht Vorstellen, dass alle anderen so totale Versager sind, trotzdem höhre ich immer nur gejammer und gemecker.

Zu Thema kann ich nur sagen, man muss halt was anständiges studieren, wenn man vor hat, danach auch geld damit zu verdienen. Dass zum Beispiel Absolventen in diese ganzen Wirtschats-Pseudowissenschaften schlechte Karten haben, ist doch klar, irgendwann müssen die Unternehmen halt mal merken, dass man solche leute nicht so unbedingt braucht (bzw. nicht in den Massen wie diese Fächer studiert werden, weil ja jeder mal Manager werden will....) Ich studiere im 6. Semester Automatisierungstechnik, mit nur noch 8 Komilitonen, und habe jetzt schon mehrere Jobangebote bekommen (ohne etwas dafür zu unternehmen) Auch mein Bachlorpraktikum wurde an mich herangetragen, Bewerbungen gabs da nicht. Wirtschaftskrise hin oder her, so lange der Abschwung < 10% ist mache ich mir nicht die geringsten Sorgen.

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