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Uni Hohenheim: 37 Studenten brechen Prüfung ab - und legen wortgleiches Attest vor
DPA

Mitten in einer Klausur haben 37 Studenten an der Universität Hohenheim den Saal verlassen - und danach ein Attest desselben Arztes vorgelegt. Die Universität geht jetzt dagegen vor.

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snoet 16.06.2018, 12:20
1. Krass

Welcher Arzt attestiert 37 Prüflingen ein Attest? Da müssen ja alle gemeinsam zu diesem Arzt gegangen sein. Hm, das sieht mir eher wie ein Protestschrei aus, um mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. Da ist bestimmt im Vorfeld was passiert. Bitte dranbleiben und berichten lieber Spiegel!

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clausina 16.06.2018, 12:23
2. Was für Trottel

und das ist unsere Bildungselite? zu dämlich sich für eine Prüfung vorzubereiten und dann sich noch so schlecht rauswinden wollen.

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hup 16.06.2018, 12:23
3. Naja, ist doch klar was da passiert ist

Man geht in die Prüfung, und wenn was drankommt auf das man schlecht vorbereitet ist, dann bricht man ab, reicht das vorbereitete Attest ein und erhält damit einen zusätzlichen Freischuss. Man verbessert also gegenüber den ehrlichen Probanden seine Chance die Prüfung zu bestehen.
Dass der Arzt offensichtlich ohne gesundheitliche Prüfung dieses System unterstützt sollte Konsequenzen für ihn haben. Die Aprobation wird man ihn für diese Beihilfe zum Betrug nicht entziehen, aber man könnte ihm die Kassenzulassung entziehen.
Dass man diese Studenten rausschmeissen sollte (oder zumindest für die komplette restliche Studienzeit abmahnen und unter Bewährung stellen sollte) und darüber hinaus intern untersucht wie es zu diesem weit verbreiteten "unter der Hand" System gekommen ist, das steht ausser Frage.

Diese Uni hat jetzt ein Problem, das rufschädigend sein kann ("die Bescheisser-Uni"), das sollte nicht zu leicht genommen werden.

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Plasmabruzzler 16.06.2018, 12:25
4.

Wurde von den Studierenden wirklich ein Attest vorgelegt? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen - es wird wohl eher eine Arbeits- oder Schulbesuchsunfähigkeit vorgelegt (vulgo gelber Schein). Die Diagnose geht auch nur den Arzt, Patient, Krankenkasse etwas an und nicht die Hochschule. Wer ein Attest vorlegt, braucht sich nicht wundern, wenn er damit Fragen aufwirft, denn da steht tatsächlich etwas über den Gesundheitszustand drin. Obendrein kosten Atteste Geld, AUs nicht.

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ffmfrankfurt 16.06.2018, 12:30
5. @Severrussupernase

Immer gegen anzugehen und gleich den Klageweg zu beschreiten, ist für Studierende mit Sicherheit der falsche Weg. Sie scheinen auch aus einer Generation zu kommen, in der man glaubt ein Recht auf alles zu haben. Wie wäre es denn einfach mal mit Leistung und Disziplin? Wenn das gegeben ist, dann muss man gar nicht erst bis zur Klage gehen.
Hoffentlich gehören sie einer Minderheit an, die unser System nicht andauernd ausbremst.

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Plasmabruzzler 16.06.2018, 12:37
6.

Zitat von Severussupernase
Die Fehler zuerst bei den Studenten suchen auf die Idee, daß die Prüfung unangemessen ist, kommen sie nicht Deshalb: Gegen jede Prüfungsentscheidung lohnt sich der Gang vors Verwaltungsgericht, [...]
Es wurde und wird kein Fehler gesucht oder gefunden, sondern einige Prüflinge haben eine Bescheinigung vorgelegt, dass sie die Prüfung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen mussten. Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand ist es verständlich, dass dem nachgegangen werden muss - auch im Sinne der Prüflinge, die die Prüfung beendeten. Als ich studierte, brach kein Prüfling frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen ab und das bei einem Studiengang mit den höchsten Durchfallquoten. Die Hochschule ist kein Ponyhof.
Der Ruf nach einer Klage ist nur dann angebracht, wenn die Durchfallquote nahe 100% beträgt. Statistisch ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine Prüfung unangemessen schwer ist und es doch Leute gibt, die sie schaffen. Aber sicher, man kann sich ja durchs ganze Leben klagen, wenn man Zeit und Lust darauf hat. Diese Zeit hatte ich während des Studiums fürs Lernen genutzt. Bekanntlich ist der Erfolg beim Studieren nicht allein abhängig von Intelligenz oder Glück, sondern vor allem durch Fleiß.

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dasfred 16.06.2018, 12:47
7. Bereitschaftsdienst

Empfehle, im nächten Jahr vorher anzukündigen, dass vor dem Prüfungssaal ein ärztlicher Notdienst eingerichtet wird. Da könnte der eine oder andere sich vielleicht doch noch vorher auf den Hosenboden setzten und üben.

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gerd33 16.06.2018, 12:57
8. Kenne ich !

Damals in AC gabs einen Dr. H.... am Markt, dessen Praxis regelmäßig das Ziel von Studierenden der Ingenieursfächer waren, wenn nach Erblicken der Aufgabenstellung dann die Klausur als unlösbar erschien. Zuweilen sollen dort die Arzthelferinnen im Wartezimmer die Atteste ausgestellt haben, bis irgendwann das Prüfungsamt die Atteste des "Kollegen" nicht mehr anerkannt hat. Es soll sogar Kommillitonen gegeben haben, die mit dieser Methode mehr als 30 Semester am Vordiplom rumgebastelt haben und trotzdem nicht exmatrikuliert wurden.
Den Studierdenden kann als Prüfungsvorbereitung nur geraten werden:
Weniger saufen, weniger vö.....ln, mehr lernen - dann klappt es meistens

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spmc-12355639674612 16.06.2018, 13:00
9. Wenn es so viele waren,

müssen sie sich ja entweder vorher verabredet haben, oder ... die Klimaanlage war defekt oder so etwas ...(?)
Wie viele Studenten brechen diese Prüfung normalerweise ab? Und warum sind alle zum selben Arzt? War seine Praxis neben der Uni oder war es der einzige, bei dem man keinen Termin brauchte?

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