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Uni-Lehrplan: Diese zehn Bücher müssen Studenten in Harvard lesen
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Aristoteles, Marx und Robinson Crusoe: Ein Datenprojekt zeigt, welche Bücher an führenden Universitäten in den USA am häufigsten auf dem Lehrplan stehen.

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Krefey 29.01.2016, 01:21
50.

Zitat von doppelpost123
Toll, dass Huntington immer noch angesagt ist, weil es die Welt ja so schön simpel falsch erklärt. Schön, dass das dann in den Köpfen hängen bleibt. Genau so erfolgreich und falsch Malthus - und bis heute kein Ende von der Legende der "Überbevölkerung" - von Ökos, liberalen und Rechten.. Echt wichtig diese Bücher..
Mag alles stimmen. Und? Sinnvoll über das Thema reden und den Irrtum erkennen kann man erst, wenn man verstanden hat, was der Irrende sagt.

Marx wird z.B. auch nicht hauptsächlich von Marxisten gelesen sondern meistens von überzeugten Anti-Marxisten, die "den Feind" verstehen lernen wollen, um ihn effektiver widerlegen zu können. Gerade das Lesen von Büchern deren Standpunkt man für grundfalsch hält ist manchmal das, was einen wirklich weiter bringt, denn genau das regt viel mehr zum eigenen Denken an als wenn man einfach nur hinter jedem Satz ein gedankliches Ausrufezeichen anhängt und sagt: "Jaja, genau so isses!"

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Krefey 29.01.2016, 01:22
51.

Zitat von behemoth1
Es gibt mehrere 11. September, so wie für uns Deutschen etliche 9. Novembers gibt. Man kann sich nicht genug bilden.
Den Witz hat er von Volker Pispers geklaut, einfach nicht weiter drüber nachdenken.

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dunnhaupt 29.01.2016, 02:51
52. Ist es wirklich reiner Zufall

... dass sich unter den 50 weltbesten Universitäten keine einzige deutsche mehr befindet? Wir brauchen Bestenauslese. Massenbetrieb bringt nichts. Hauptsache ist doch, dass die wirklich Begabten jede Menge Förderung erhalten. An allen anderen ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

Es ist erst einige Monate her, dass die "Zeit" eine arbeitslose sogenannte deutsche "Akademikerin" interviewte. Auf die Frage, was sie studiert habe, erwiderte sie: "Etwas mit sozial, und etwas mit Medien." Kein Wunder, dass sie arbeitslos ist. Sie sollte lieber erstmal deutsch lernen.

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jackohnereacher 29.01.2016, 04:13
53. Machiavelli

als Pflichtliteratur, da wundert mich überhaupt nichts mehr. Er war ein Verfechter davon, die eigene Macht, das eigene Wohl zu erreichen, aber mit allen Mitteln und rücksichtslos, taktierend und mit Desinformation. Die Lüge und Intrige war sein Lebensmotto. Armes Harvard.

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kj.az 29.01.2016, 04:37
54. We are impressed !

Zitat von schoenheim1
Excuse me, I will tell you in English- it is called a Liberal Arts education, which means that you may study i.e. Math or Physics but you are still required to also have a solid background in philosophy, literature, etc. A "well-rounded" education based on ancient premise. Education is not limited to one's subject. For example, my first major was in Political Science but I was required to take many courses outside of my field- I guess "Fach- Idioten" are not desired. My education was not limited to a certain subject and I am very grateful for that. I took courses from Logic to Theology. I learned how to learn, treasure knowledge, think critically, and become an enlightened individual.
What a bright star rising from the abyss of the dull Spon-Forum. We really appreciate your showing us your tremendous achievements regarding education, fine English, and..and .......thank you soooo much.

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Serenissimus 29.01.2016, 08:25
55. Korinthe und Tip

Korinthe: Frankenstein-Autorin hieß Shelley.

Tip: Eine schöne Reflektion zum Thema Bildung bietet Peter Bieri (aka Pascal Mercier) mit "Wie wäre es, gebildet zu sein?"

http://www.hwr-berlin.de/fileadmin/downloads_internet/publikationen/Birie_Gebildet_sein.pdf

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Vikki 29.01.2016, 08:38
56. Merkel und links?

Zitat von io_gbg
Rechts ist das neue Links offenbar. Da soll Merkel links sein, und Krugman (ein Keynesianer) jetzt auch. Na ja, die sind sicher alle links von der AfD etc.
Die Merkel ist rechts, da die sich den Industriellen und deren Kolonialgehabe FREIWILLIG unterwirft und auf die gesamte Welt ins Chaos gestürzt hat.
Vielleicht ist das auch eine massive und weltbedrohliche Erkrankung aus der psyhisch-psychiatrischen 'Ecke'; Selbstsucht, zerstörerisches Vorgehen. Menschen mit solchen Schwerstbehinderungen gibt es zuhauf in der Forensik.
Der eine sitzt eben in der Forensik und DIE eine eben nicht. Die hat ihre Forensik tagtäglich auf ihrer eigenen Bühne, wo sich sich täglich neu in Szene setzt.

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muttisbester 29.01.2016, 08:39
57. Die deutsche Arroganz...

Hier sieht man in einigen Kommentaren die buchstäbliche deutsche Arroganz durchbrechen.
Wieviele Standardwerke liest denn so der deutsche durchschnittsakademiker?
Mit lesen meine ich jetzt natürlich nicht wirklich lesen sondern eher intensiv behandeln, niemand liest ernsthaft nebenbei das Kapital von Marx, wenn er Mathematik studiert.
Auch wir haben in Deutschland das Studium generale, um nicht ausschließlich Fachidioten zu produzieren.
Vielleicht sollte man diesen studienanteil noch weiter ausbauen, wenn ich lese, wie abfällig über die hier genannten Bücher kommentiert wird...
Und nebenbei: Karl Marx gilt im Rest der Welt als einer der größten Philosophen und ja, auch ökönomen aller Zeiten. Ohne ihn ist das 20. Jahrhundert undenkbar. Seine Werke haben die Menschheit weltweit derart beeinflusst, wie keine anderen Schriften. Also, mehr Demut, auch gegenüber allen anderen Werken, die aufgeführt sind.

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lbgt 29.01.2016, 09:29
58. Normaler Kanon

Einige dieser Bücher sind zwar eher den Vorlieben des amerikanischen Kulturkreises zuzuordnen aber die meisten dieser Bücher gehören auch zum Kanon des deutschen "Bildungsbürgertums" jedenfalls zu meinem. Bei einigen Kommentatoren merkt man allerdings, das sie nicht zu dieser Bevölkerungsgruppe gehören.

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dosmundos 29.01.2016, 09:42
59.

Zitat von jackohnereacher
Macchiavelli als Pflichtliteratur, da wundert mich überhaupt nichts mehr. Er war ein Verfechter davon, die eigene Macht, das eigene Wohl zu erreichen, aber mit allen Mitteln und rücksichtslos, taktierend und mit Desinformation. Die Lüge und Intrige war sein Lebensmotto. Armes Harvard.
Ich denke doch, dass Macchiavelli Pflichtlektüre ist für jeden Politik- und Soziologiestudenten in jeder halbwegs ernsthaften Universität weltweit. Ebenso übrigens wie Karl Marx.

Offensichtlich sind Sie der Meinung, dass "einen Autor studieren" gleichbedeutend ist mit "seine zentralen Ausagen unkritisch übernehmen". Ich gehe davon aus, dass Sie nichts Gesteswissenschaftliches studiert haben, und falls doch, dann solten Sie Ihr Diplom verbrennen...

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