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Uni Leipzig: Fridays-for-Future-Aktivisten protestieren bei Lindner-Vortrag
Rainer Unkel/ imago images

Mit seiner Aussage, Klimaschutz sei "eine Sache für Profis", hatte Christian Lindner die Fridays-For-Future-Bewegung verärgert. Nun haben Aktivisten einen Vortrag des FDP-Chefs gestört. Mit ihm reden wollten sie aber nicht.

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angst+money 19.06.2019, 15:18
1.

In Sachen Rhetorik ist Lindner auf jeden Fall ein Profi, der jeden unvorbereiteten Kontrahenten an die Wand reden kann. In dem Fall war es also nicht die schlechteste Idee der Aktivisten, Fersengeld zu geben anstatt sich auf eine "Diskussion" einzulassen, bei der Lindner wahrscheinlich Oberwasser behalten hätte. Aber auf Dauer eine offene Flanke der Bewegung, an der sie arbeiten sollte. Denn oft setzt sich eben nicht das bessere Argument durch, sondern das bessere Werbesprech.

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quark2@mailinator.com 19.06.2019, 16:14
2.

Tja, das ist die moderne Progressivität - oft genug nicht in der Lage, mit Meinungsäußerungen umzugehen, die nicht auf der eigenen Linie sind. Statt faktenbasierte Diskussion liebe DePlattforming, Eierwürfe und Störungen, aber keine Bereitschaft zur Diskussion. Ist viel leichter eine Person anzugreifen, als zu argumentieren, viel leichter zu sagen "die sind unbelehrbar" oder "die sind eine Erwiederung nicht wert", als sich die Mühe zu machen, zu verstehen, woher der andere eigentlich gedanklich kommt und wieso beide Seiten trotz ehrlichem Interesse an einer besseren Zukunft zu unterschiedlicher Meinung darüber kommen, wie man eine solche erreicht.

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g_bec 19.06.2019, 17:05
3. Echt?

Zitat von quark2@mailinator.com
Tja, das ist die moderne Progressivität - oft genug nicht in der Lage, mit Meinungsäußerungen umzugehen, die nicht auf der eigenen Linie sind. Statt faktenbasierte Diskussion liebe DePlattforming, Eierwürfe und Störungen, aber keine Bereitschaft zur Diskussion. Ist viel leichter eine Person anzugreifen, als zu argumentieren, viel leichter zu sagen "die sind unbelehrbar" oder "die sind eine Erwiederung nicht wert", als sich die Mühe zu machen, zu verstehen, woher der andere eigentlich gedanklich kommt und wieso beide Seiten trotz ehrlichem Interesse an einer besseren Zukunft zu unterschiedlicher Meinung darüber kommen, wie man eine solche erreicht.
Wollen Sie uns hier ernsthaft erzählen, dass Lindner an einer "faktenbasierten Diskussion" interessiert gewesen wäre? Gelächter. Der wollte die mit seiner aalglatten Rhetorik mal so richtig vor Publikum fertig machen und hinterher darüber hämisch twittern. Tun Sie doch nicht so, als ob Herr Lindner kein Profi in Sachen Eigenmarketing auf Kosten anderer wäre und nahezu jeden mit Worthülsen an die Wand quatschen könnte. Ein neoliberaler aus dem Lehrbuch, der auf Kosten anderer Reibach machen will. Ohne Rücksicht auf Verluste. Man muss ja nicht freiwillig zur Schlachtbank gehen.

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beyman 19.06.2019, 18:21
4. @ g_bec

Wenn ich nichts zu sagen habe, sollte ich eben die Bühne meiden. So hat das Ganze nun mal etwas von Kindergarten.....wir stören deine Rede, weil wir mit deinen Ansichten nicht einverstanden sind, aber sagen wollen wir nichts.

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wombie 19.06.2019, 19:23
5.

Zitat von beyman
Wenn ich nichts zu sagen habe, sollte ich eben die Bühne meiden. So hat das Ganze nun mal etwas von Kindergarten.....wir stören deine Rede, weil wir mit deinen Ansichten nicht einverstanden sind, aber sagen wollen wir nichts.
Bezüglich Klimaveränderung ist die letzten dreißig Jahre alles belegt, das Grundlegende erforscht und gesagt. Lindner sollte Naturwissenschaften den Profis überlassen, die sich ihr Wissen und ihre Fähigkeiten über Jahrzehnte angeeignet haben. Die Erkenntnisse und physikalischen Gesetze lassen sich nicht weglabern, das Eintreffen von Realitäten lässt sich nur durch Handeln ändern, da helfen auch keine Ankündigungsgipfel mit Schokokeksen.
Die Klimamodelle sind realistisch, selbst der Ölkonzern Exxon konnte schon vor 37 Jahren die heutige Erderwärmung ziemlich genau prognostizieren.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html

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marcanton80 19.06.2019, 19:28
6. Der aalglatte

Dem Beitrag von gbec ist eigentlich nichts hinzuzufügen.....Herr Lindner sollte sich mal mit Leuten vom Schlage eines Herrn Precht duellieren natürlich nur auf intellektueller Ebene
;)

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milhousevanhouten 19.06.2019, 19:37
7. Doch nur Kinder mit viel Tagesfreizeit?

Zitat von g_bec
Wollen Sie uns hier ernsthaft erzählen, dass Lindner an einer "faktenbasierten Diskussion" interessiert gewesen wäre? Gelächter. Der wollte die mit seiner aalglatten Rhetorik mal so richtig vor Publikum fertig machen und hinterher darüber hämisch twittern. Tun Sie doch nicht so, als ob Herr Lindner kein Profi in Sachen Eigenmarketing auf Kosten anderer wäre und nahezu jeden mit Worthülsen an die Wand quatschen könnte. Ein neoliberaler aus dem Lehrbuch, der auf Kosten anderer Reibach machen will. Ohne Rücksicht auf Verluste. Man muss ja nicht freiwillig zur Schlachtbank gehen.
Wenn es also jetzt zur Schulbildung gehört, sich einem starken Gegner rhetorisch erst gar nicht zu stellen, dann habe ich ernsthaft Mitleid mit dieser Generation. Den Grünen von 1880 wäre das nicht passiert, die waren streitbar und hatten keine Angst vor Niederlagen. Und das ist jetzt diese vielbeschworene politische Jugend? Ich lach mich schlapp....

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sinnmacher 19.06.2019, 19:41
8. Fischer und Ströbele hätten gefightet

Mittlerweile denke ich, dass der Vergleich der neuen politischen Generation mit den 68ern oder den Grünen kompletter Käse ist. Die hätte man aus dem Saal tragen müssen, und eine Aufforderung zum verbalen Schlagabtausch wäre keiner aus dem Weg gegangen. Da war Protest aber auch noch nicht hip und ständig medial verfügbar. Hängt vielleicht damit zusammen

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milhousevanhouten 19.06.2019, 19:56
9. Kürzlich ein Die-In gehabt

Zitat von wombie
Bezüglich Klimaveränderung ist die letzten dreißig Jahre alles belegt, das Grundlegende erforscht und gesagt. Lindner sollte Naturwissenschaften den Profis überlassen, die sich ihr Wissen und ihre Fähigkeiten über Jahrzehnte angeeignet haben. Die Erkenntnisse und physikalischen Gesetze lassen sich nicht weglabern, das Eintreffen von Realitäten lässt sich nur durch Handeln ändern, da helfen auch keine Ankündigungsgipfel mit Schokokeksen. Die Klimamodelle sind realistisch, selbst der Ölkonzern Exxon konnte schon vor 37 Jahren die heutige Erderwärmung ziemlich genau prognostizieren. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html
Auch Ihnen fallen die Grundsätze des Streitgesprächs offenbar schwer. Haben sie irgendein Gegenargument zum Foristen? Oder brauchen Sie das gar nicht, weil Sie irgendwelche Links haben? Oh mein Gott, legen Sie sich besser wieder auf ein Podium und schweigen Sie

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