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Uni Leipzig: Fridays-for-Future-Aktivisten protestieren bei Lindner-Vortrag
Rainer Unkel/ imago images

Mit seiner Aussage, Klimaschutz sei "eine Sache für Profis", hatte Christian Lindner die Fridays-For-Future-Bewegung verärgert. Nun haben Aktivisten einen Vortrag des FDP-Chefs gestört. Mit ihm reden wollten sie aber nicht.

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fin2010 20.06.2019, 15:25
20. Aufmerksamkeit ist halt alles

Zitat von beyman
Wenn ich nichts zu sagen habe, sollte ich eben die Bühne meiden. So hat das Ganze nun mal etwas von Kindergarten.....wir stören deine Rede, weil wir mit deinen Ansichten nicht einverstanden sind, aber sagen wollen wir nichts.
auch wenn wir argumentatitiv nicht gegen Lindner ankommen, stören können wir immer

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wombie 20.06.2019, 18:44
21.

Zitat von fin2010
auch wenn wir argumentatitiv nicht gegen Lindner ankommen, stören können wir immer
Das ist doch der Trick, gegen inhaltsleeres Gelaber in Kombination mit dem Mangel an Kenntnissen und Verständnis für grundlegende physikalische Zusammenhänge gibt es keine Argumente.

Der menschengemachte Klimawandel ist ein wissenschaftlicher Fakt. Das C02 Treibhausmodell Treibhaus wurde 1824 von Fourier entdeckt und 1896 von Arrhenius quantitativ beschrieben. Die Prognosemodelle sind durch das Experiment in der Realität bestätigt. Vor 37 Jahren hat der Ölkonzern den heutigen CO2 Gehalt in der Atmosphäre und die globale Temperatur in einer Studie ziemlich genau vorhergesagt.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html

So können Sie ebenso die Gültigkeit der Newtonschen Gesetze mit dem "Argument" moderner Aristokratie, die Herrschaft der Besseren in Frage stellen und meinetwegen auch kritisieren, dass diese bornierten Wissenschaftler keinen anderen als den eigenen Standpunkt als diskussionswürdig betrachten. Spätestens, wenn Sie das Experiment Sprung vom Hochhaus durchführen, werden Sie feststellen, dass grundlegende Physik nicht diskutierbar ist.

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Niteftef 21.06.2019, 10:44
22. Schade

Wenn man provoziert, sollte man sich dann auch behaupten können. Klar ist Lindner nicht an einer faktenbasierten Debatte interessiert, sondern nur daran, gut auszusehen, aber da muss man ihn eben packen.
Oder man stört generell nicht eine Veranstaltung zu einem völlig anderen Thema. Da bin ich mir aber nicht sicher, was ich für am besten halte.

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uk2011 21.06.2019, 11:22
23.

Es mag sein, dass ich was verpasst habe, aber Linder hat doch niemals den Klimawandel geleugnet, oder?
Also bringen Ihre ganzen Ausführungen nichts.
Die Aktivisten können einfach nichts sagen, außer: Stoppt den Klimawandel.
Was sind denn jetzt die konkreten Forderungen?
Sagen Sie mir doch mal jetzt eine ganz konkrete Forderung, die wie umgesetzt werden soll und welche Folgen die hat. Und - vor allem - warum diese Forderung jetzt wichtig ist. Und bitte in dieser ganzen Kette auch auf Gegenargumente eingehen und die entkräftigen.
Klar, ich kann mich hinstellen, und eine CO2-Steuer fordern. Geht ganz einfach.
Der nächste Schritt wäre, zu diskutieren, warum das nicht geschieht, wenn es doch so toll ist.
Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit dem Argument: "Die böse Wirtschaft", die macht nämlich genau das, was der Kunde möchte.
Wenn alle Kunden keine neuen Handys mehr möchten, weil sie den Litiumabbau nicht fördern wollten, was glauben Sie, wie schnell die Wirtschaft umschwenkt?
Jetzt kommt garantiert das Argument, dass es ohne Strafen nicht geht, gepaart mit dem Argument: warum soll ich denn auf Flugreisen verzichten, wenn die anderen es nicht tun (Beispiel).
Im Klartext: alle müssen bestraft werden - auch ich - weil keiner vernünftig ist - auch ich.
Ich denke, dass man an dieser Stelle einen sehr interessanten Dialog hätte führen können.
Allerdings haben die meisten Aktivisten keine Argumente. Das hat auch meine 15jährige Tochter festgestellt, die ihre Friday-for-future-Organisatoren ganz konkret mal gefragt hat, was denn jetzt die Forderungen seien, womit sie unzufrieden sind, was sie glauben, was man ändern könnte - und welche Punkte sie bereit wären, nicht zu ändern. Die Antwort war - wenig überraschend - ein entgegenschreien von irgendwelchen Parolen.
Es ist doch ganz klar, dass man nicht alles ändern kann, sondern sich auf ein paar Punkte konzentrieren muss.
Was bringt es, aus der Stromkohleversorgung auszusteigen, die Atomkraftwerke abzuschalten, aber im gleichen Moment Smart-Homes zu fordern, die auf Strom dringend angewiesen sind, und zwar permanent.
Himmel, bei diesem Thema gibt es Millionen Punkte zu diskutieren.
Und da brauch ich nicht irgendwelche Studien über irgendwelche Auswirkungen.

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g_bec 21.06.2019, 11:45
24. Jepp

Zitat von aufkIarer
Ist das wirklich Ihr Ernst? Bei zu erwartendem Gegenwind erst gar nicht diskutieren? Jetzt wundert mich gar nichts mehr...
Von Lindner kommt doch kein Gegenwind. Da kommt nur arrogantes Schwafeln, dass auf den einschlägigen Netzkanälen hämisch breitgetreten wird.
Die Aktivisten ziehen sich die Hose mit Sicherheit nicht mit der Kneifzange an.

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g_bec 21.06.2019, 11:48
25. Nö,

Zitat von hannibalanteportas
Auf dem SPON-Jugendlichen Ableger Bento wurden ein paar dieser „Protestierenden“ interviewt und nach ihren Motiven gefragt, warum sie sich nicht auf einen Dialog einlassen wollten. Eine Tragikomödie. Es ist egal, ob Lindner evtl. der bessere Redner ist. Es ist egal, dass sich diese Leute vorher „überlegt“ haben, dass sie nicht reden, sondern nur ein „Zeichen“ setzen wollten. Und es ist egal, ob (wie einer der Interviewten meinte) das Publikum ihnen „feindlich“ gesonnen war. Das sind alles billige Ausreden für Feigheit. Gepaart mit „gefühlter“ pseudomoralischer Überlegenheit. ....
Nö, das ist eher ein Zeichen dafür, dass diese Aktivisten das System Lindner verstanden haben.
Außerdem zieht man nur dann in die Schlacht, wenn man auch gewinnen kann. Und Lindner weiß das auch.

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guzzibiker 29.06.2019, 00:01
26.

Zitat von fin2010
auch wenn wir argumentatitiv nicht gegen Lindner ankommen, stören können wir immer
»...Stören können wir immer«
Dann solltet ihr auch jemanden finden, den man stören kann! Herr Lindner hat sich jedenfalls nicht stören lassen sondern er hat einfach hervorragend reagiert, indem er die Beteiligten zur Diskussion geladen hat.
Für Schüler von Fridays for Future hätte ich so einen Stör-Versuch ja noch akzeptiert, aber wenn die beteiligten »Students for Future« so schnell klein beigegeben, bin ich schon etwas enttäuscht! In den siebziger und achtziger Jahren hätte es bei Studierenden so etwas lächerliches nicht gegeben! Das war wirklich Feigheit!
Vielleicht denken Sie doch noch mal über den Satz:
»...Stören können wir immer« nach. Er ist nicht immer angebracht!

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markx01 29.06.2019, 12:09
27. @hannibalanteportas

Zitat: "Und dennoch muss man die besseren Fakten, rhetorisches Geschick und die Fähigkeit, im richtigen Moment auf die richtige Art und Weise auch zu seinen „Fehlern“ zu stehen bzw. darüber, besitzen, um seine Position klar rüberzubringen. Man wird nicht alle überzeugen können, aber doch mehr als durch solche Aktionen.
Aber das ist letztlich das Problem, denn nur noch wenige Leute wollen sich zusammensetzen und nach einer guten Lösung suchen. Es geht nur noch darum, dem Gegenüber seine „subjektiv wahre“Meinung vor die Füße zu schmeißen."

Ist sicherlich ein richtiger Ansatz bzw. eine berechtigte Kritik an der Diskussionskultur darum. Die Sache ist aber auch, dass tatsächlich zahlreiche Studien zum Thema seit Jahrzehnten auf gewisse Probleme aufmerksam machen und entsprechend warnen.

Passiert ist aber auf Seite der Machthaber bzw. einflussreichen Kreise eher wenig. In den achziger Jahren z.B. (Thema Waldsterben) gab es mal kurzzeitig eine Kampangne "Fahr Bus und Bahn".

Hätte man das damals entsprechend ernsthaft weitergeführt, hätte man heute bereits ein vielleicht deutlich besseres Mobilitätskonzept.

Klar ist es politisch nicht sinnvoll, jeden erdenklichen Trend sofort hinterherzurennen. Aber Umwelt oder Klimaschutz ist kein politischer Trend, sondern beruht auf naturwissenschaftlicher Erkenntnis. Und es ist die selbe Erkenntnisfähigkeit wie im technologischen Bereich.

Der einen Erkenntnisfähigkeit rennen wir im blinden Glauben des technologischen Fortschritts hinterher, während sich die naturwissenschaftliche Erkenntnisfähigkeit in Bezug auf die Wirtschaft ständig im Rechtfertigungsmodus befindet und angezweifelt wird.

Wie will man mit einem Wirtschaftsliberalen über mögliche Einschränkungen, Reduktionen oder Mäßigung eben jener Wirtschaft diskutieren?

Im besten Fall bekommt man die Antwort, dass es jedem freisteht zu verzichten. Was zwar in gewisser Weise stimmt, aber Politik dann auch überflüssig macht. Und wie sich ein deregulierter Mark allgemein so entwickelt, konnte man ja an der letzten Finanzkrise vollumfänglich beobachten.

Ganz zu schweigen davon, dass ein langjähriger Politiker einen ganz anderen Informationsstatus und rhethorischen Backround als ein normal besorgter Bürger hat.

Gruß

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wjb27 29.06.2019, 14:38
28. So isses

Zitat von wombie
Bezüglich Klimaveränderung ist die letzten dreißig Jahre alles belegt, das Grundlegende erforscht und gesagt. Lindner sollte Naturwissenschaften den Profis überlassen, die sich ihr Wissen und ihre Fähigkeiten über Jahrzehnte angeeignet haben. Die Erkenntnisse und physikalischen Gesetze lassen sich nicht weglabern, das Eintreffen von Realitäten lässt sich nur durch Handeln ändern, da helfen auch keine Ankündigungsgipfel mit Schokokeksen. Die Klimamodelle sind realistisch, selbst der Ölkonzern Exxon konnte schon vor 37 Jahren die heutige Erderwärmung ziemlich genau prognostizieren. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html
Die Klimamodelle sind realistisch? Wer sagt das? Vor nicht allzu langer Zeit sollten wir noch kanadische Winter erleiden. Der Golfstrom wird versiegen, hieß es. Es gibt keinen Beruf dessen Spielzeuge so stark subventioniert wird wie den der Klimatologen. Und sie werden nie arbeitslos, da sich das Klima immer wieder ändert und geändert hat. Dieses mit und ohne Menschen.

Vernünftig mit den Bodenschätzen umzugehen ist Gebot hat aber gar nichts mit dem Klima zu tun. Da ist das Abholzen der Wälder und Überbevölkerung viel gefährlicher. Um das zu kapieren brauche ich keinen einzigen Klimaprofessor der schöne Tabellen am PC erstellt.

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guzzibiker 17.07.2019, 21:55
29. überzeugen Sie sich selbst,

Zitat von marcanton80
Dem Beitrag von gbec ist eigentlich nichts hinzuzufügen.....Herr Lindner sollte sich mal mit Leuten vom Schlage eines Herrn Precht duellieren natürlich nur auf intellektueller Ebene ;)
schauen Sie einfach mal hier:
https://www.youtube.com/watch?v=VEHx7qbD6a8
Thema: Richard David Precht - Christian Lindner - Was ist gerecht?
Da können Sie sehen, dass Herr Lindner ohne jedes Problem einem "Duell" mit Herrn Precht, wie sie es nennen, gewachsen ist. Ich, und nicht nur ich, behaupte sogar , dass er ist als "Sieger" daraus hervorgegangen ist. Überzeugen Sie sich bitte selbst!

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