Forum: Leben und Lernen
Uni Leipzig: Millionen-Entschädigung für gescheiterten Professor
imago/Rainer Weisflog

Ein verhinderter Professor der Uni Leipzig hat vor Gericht Recht bekommen. Weil er eine Stelle nicht bekam, soll er mit viel Geld entschädigt werden. Gegen die Rektorin gibt es schwere Vorwürfe.

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olfnairolf 30.05.2017, 20:08
20. Kann doch nicht wahr sein

Letztendlich ist es doch völlig egal warum sich die Rektorin für jemand anderen entschieden hat, vielleicht wirkte die Andere dynamischer, fleißiger, vielleicht einfach nur sympathischer.
Letztendlich ist sie doch verantwortlich und muss mit ihm zusammenarbeiten und nicht diese mittlerweile völlig weltfremden entfesselten Richter.
Mal wieder ein unmögliches Urteil.

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biesi61 30.05.2017, 20:11
21. Ein Urteil das Hoffnung macht

und das zeigt, dass es sich lohnt, sich gegen Ungerechtigkeiten und Inkompetenz zu wehren. Und ein erschreckendes Beispiel für eine offensichtlich ungeeignete Person in einer weit herausgehobenen Führungsposition. Hat sie zufällig das "richtige" Parteibuch in der Tasche? Das würde zu Sachsen passen!

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monolithos 30.05.2017, 20:12
22. Männerdiskriminierung ist kein echter Feminismus

Tja, nun muss gerichtlich durchgesetzt werden, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Männerdiskriminierung ist kein echter Feminismus! Richtig so. Wer Gleichberechtigung will, sollte kapieren, dass in dem Wort neben "Berechtigung" auch "gleich" steckt. So manche Frau scheint dies im Genderkrieg ganz vergessen zu haben.

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FocusTurnier 30.05.2017, 20:13
23. Die Gründe für die Nichtberufung

Zitat von Siebengestirn
Allerdings kann ein zuständiger Wissenschaftsminister/in von einer vorgeschlagenen Reihenfolge mit sachlichen Gründen abweichen. Hierzu kann man nach dem Artikel nur vermuten, dass die Hochschulleitung offenbar Gründe vorgetragen hat, die aus deren Sicht ein Abweichen von der Reihenfolge rechtfertigen konnten. Das scheint das Zivilgericht mit nachvollziehbaren Gründen anders zu sehen.
Das Blog Sciencefiles erklärt Ihnen die "Gründe":

"Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme geht die Kammer davon aus, dass es die Beklagte zu 1. war, die das über den Kläger verbreitete Gerücht sexueller Belästigung initiiert und über den Dekan … verbreitet hat“. Die Beklagte zu 1 ist Beate Schücking, Rektor der Universität Leipzig."

https://sciencefiles.org/2017/05/20/organisierte-gender-kriminalitaet-leipziger-landgericht-beendet-frauenfoerderung-und-stellt-rektorin-der-universitaet-leipzig-ein-vernichtendes-charakterzeugnis-aus/

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Schnoeps 30.05.2017, 20:28
24. Ich habe dort unter anderem nicht studiert,

weil ich keine männlichen Professoren mit "Professorin" oder "Herr/Frau/Es Profxy" ansprechen wollte. Leipzig ist ein Feminismus-Sumpf und das Beispiel zeigt es sehr eindeutig.

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Sokrates1939 30.05.2017, 20:30
25. Verwunderung

Ich wundere mich immer wieder, was für Forschungsgebiete es heutzutage an deutschen Universitäten gibt. Für den Wert "lebenslangen Lernens" brauche ich keinen Professor. Auch das sogenannte Hochschulinstitut in Zittau ist mir unbekannt. Mehr interessiert hätten mich Themen von Dissertation und Habilitation des Bewerbers. Die Aussichten eines Rechtsmittels gegen das Urteil des Landgerichts Leipzig lassen sich nach dem Artikelinhalt schlecht beurteilen. Wenn das Landgericht Schadensersatzansprüche wegen schuldhafter Amtspflichtverletzung bejaht hat, wäre das mit Entscheidungen der Verwaltungsgerichte, die Ernennung sei dem Bewerber zu Recht versagt worden, schwer vereinbar.

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McFly_Climate 30.05.2017, 20:33
26. Erstklassige Leute stellen erstklassige Leute ein, zweitklassige dagegen eher drittklassige!

Im internationalen Vergleich sind die dt. Berufungsverfahren eine absolute Katastrophe! Ich habe meine Professur (nicht in Deutschland) innerhalb von zwei Tagen nach dem Interview bekommen. Alle Getraenke, Essen und Fahrtkosten wurden direkt von der Uni bezahlt.
Beim "Vorsingen" in Deutschland musste ich alles erstmal selbst vorstrecken, alle Bewerber (W3-Professur) wurden in der Kantine verpflegt, den Kaffee mussten wir dann auch noch selbst zahlen. Ausserdem wurde uns kein Vorbereitungsraum zur Verfuegung gestellt, so dass wir die Stunden in den Fluren ueberbruecken mussten. Das Abendessen wurde dann auch noch ohne Begruendung abgesagt, einige der Bewerber wurden darueber gar nicht erst informiert. Nach mehr als einem Jahr kam dann die Absage (Gott sei Dank). Ich wundere mich nun gar nicht mehr warum die deutschen Universitaeten im internationalen Ranking nur mittlere Plaetze belegen.

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disklord 30.05.2017, 20:34
27. Uni ist nicht Schule

Zitat von olfnairolf
Letztendlich ist es doch völlig egal warum sich die Rektorin für jemand anderen entschieden hat, vielleicht wirkte die Andere dynamischer, fleißiger, vielleicht einfach nur sympathischer. Letztendlich ist sie doch verantwortlich und muss mit ihm zusammenarbeiten und nicht diese mittlerweile völlig weltfremden entfesselten Richter. Mal wieder ein unmögliches Urteil.
Zusammenarbeiten mit dem neuen Professor/der neuen Professorin müssen die Mitglieder der Fakultät. Solange die Rektoren nicht gerade Teil dieser Fakultät ist gibt es recht wenig Berührungspunkte. Selbst wenn er als 'Neuer' in ein paar Gremien geschickt wird, in die die anderen Fakultätsmitglieder nicht so unbedingt wollen, so ist die Zusammenarbeit immer noch machbar, da dort auch genügend andere Mitglieder an den Treffen teilnehmen. Das ist definitiv nicht wie an der Schule, wo man sich tagein/tagaus im Lehrerzimmer auf die Füße tritt.

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bombi_22 30.05.2017, 20:38
28. Das Urteil erfüllt mich mit einer tiefen inneren Genugtuung!

Wer einmal erlebt hat, wie sich die im Geiste des Neoliberalismus seit Jahren mit immer mehr Macht ausgestatteten Hochschulleitungen rücksichtlos über Berufungskommissionen hinwegsetzen, wird sich mir sicher anschließen. Mal soll die Frauenquote forciert werden, dann wieder ergibt sich die Möglichkeit, ein paar Euro an Gehalt und Aussattung zu sparen, wenn man den ausgwiesenen Könner zugunsten eines Erstrufes auf Platz 2 verbannt etc. etc. Nur das eigentlich vorgesehene Prinzip der Bestenauslese bleibt dabei nahezu immer auf der Strecke.

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freigeistiger 30.05.2017, 20:46
29. Es nervt

Zitat von Lisa_can_do
Jahrhundertelang werden Professorenstellen unter Männern ausgemacht, katapultiert das männliche Netzwerk jegliche Fachlichkeit und noch so offensichtliche Leistung und Kompetenz von Frauen regelhaft raus bei Bewerbungen und Platzierungen. Jetzt hat eine Frau auf Platz 2 gelistet mal eine Stelle bekommen, wird automatisch angenommen, dass sie diese Stelle nur bekommen hat, weil sie eine Frau ist. Und das war natürlich möglich, weil die Rektorin eine Frau ist... ob es wirklich so ist, wer weiß. Aber der "Benachteiligte", der offensichtlich einen Job hat, wird mit Millionen 'entschädigt'. Eine nicht nachvollziehbare Entscheidung. Ein fachlich nicht spezialisierter Mensch entscheidet darüber, ob zwei hoch spezialisierte Menschen mehr oder weniger 'kompetent' für eine Stelle sind und dieser Richter befindet darüber wie diese nie nachweisbare Benachteiligung, die Indizien, nun in Euro bemessen werden. Jo, das System der Berufungen gehört gründlich reformiert. Ein Hauptbestandteil muss dabei sein, dass man endlich das Netzwerk alter Männer aufbricht und endlich mal annimmt, dass Frauen auch kompetent und geeignet sein können, um Platz 1 zu belegen und diese ständig unterstellte Quoten-Idiotie, mit der man weniger Leistung und Fachlichkeit verbindet.
Der Beitrag ist absoluter Unsinn. Das ist weiblicher Chauvinismus einschließlich Männer Bashing. Nur eine Auflistung von populistische Floskeln. Wie Argumentieren geht, schauen Sie sich die anderen Beiträge an.

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