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Uni Leipzig: Millionen-Entschädigung für gescheiterten Professor
imago/Rainer Weisflog

Ein verhinderter Professor der Uni Leipzig hat vor Gericht Recht bekommen. Weil er eine Stelle nicht bekam, soll er mit viel Geld entschädigt werden. Gegen die Rektorin gibt es schwere Vorwürfe.

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irgendeinleser 30.05.2017, 20:47
30.

Zitat von olfnairolf
Letztendlich ist es doch völlig egal warum sich die Rektorin für jemand anderen entschieden hat, vielleicht wirkte die Andere dynamischer, fleißiger, vielleicht einfach nur sympathischer. Letztendlich ist sie doch verantwortlich und muss mit ihm zusammenarbeiten und nicht diese mittlerweile völlig weltfremden entfesselten Richter. Mal wieder ein unmögliches Urteil.
Es gibt gesetzliche Vorgaben für die Besetzung einer Professur, die hier anscheinend verletzt wurden und die dafür verantwortliche Rektorin agierte offenbar auch noch so ungeschickt, dass es die geschädigten Partei gerichtsfest nachweisen konnte.

Ihre Bemerkung geht aber auch dahingehend völlig fehl, als dass mit einem neuberufenen Professor erstmal die Kollegen im betreffenden Fachbereich zusammen arbeiten müssen und nur sehr am Rande die Rektorin. Und die Gremien der Kollegen sind die Berufungskommission (die den männlichen Kandidaten an erster Position sah) und der Fachbereichsrat (der die Auswahl der BK bestätigte). Es wurde also gerade die Entscheidung der betroffenen zukünftigen Kollegen ignoriert.

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disklord 30.05.2017, 20:50
31. Einfach mal den eigenen Text lesen

Zitat von Lisa_can_do
Jahrhundertelang werden Professorenstellen unter Männern ausgemacht, katapultiert das männliche Netzwerk jegliche Fachlichkeit und noch so offensichtliche Leistung und Kompetenz von Frauen regelhaft raus bei Bewerbungen und Platzierungen. Jetzt hat eine Frau auf Platz 2 gelistet mal eine Stelle bekommen, wird automatisch angenommen, dass sie diese Stelle nur bekommen hat, weil sie eine Frau ist. Und das war natürlich möglich, weil die Rektorin eine Frau ist... ob es wirklich so ist, wer weiß.
Die 'Frau' wie sie so schön herausheben ist auf Platz 2 der Fachkommissionsliste gekommen. In der Regel nimmt die Universität diese Entscheidung auch an, da die Rektor/Rektorin zwar das letzte Wort haben, aber wie ein Richter halt nicht unbedingt vom Fach sind (und falls sie anführen, daß Richter nie vom Fach sind: Jura gibt es auch an einer Uni). So eine Kommission setzt sich überlicherweise aus Dozenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten zusammen. Zusätzlich gibt es dann noch die Gleichstellungsbeauftragte, die in der Kommission genau über die Dinge wacht, die sie bemängeln. Ich weiss nicht, ob es auch an dieser Uni nötig ist, aber ich kenne Unis an denen die Gleichstellungsbeauftragte ihren Segen geben muß und somit Vetorecht hat. Ist also längst nicht so ein großes Problem wie sie es darstellen. Das viel größere Problem ist, daß selbst in MINT Kursen den Teilnehmerinnen Ammenmärchen von den bösen Männerüberfrachteten Naturwissenschaften erzählt werden. Wie soll denn am Schluß eine bessere Quoate rauskommen als am Anfang des Studiums.

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Criticz 30.05.2017, 20:53
32. Ein gutes und richtiges Urteil

hoffentlich lernen die Univeristäten was daraus. Wer Frauenförderung höher ansetzt als die Qualität hat es nicht besser verdient.

Denn es ist nichts anderes als die übliche Männerdiskriminierung und letztlich Sexismus.

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Siebengestirn 30.05.2017, 20:57
33. Warum so polemisch?

Zitat von olfnairolf
Letztendlich ist es doch völlig egal warum sich die Rektorin für jemand anderen entschieden hat, vielleicht wirkte die Andere dynamischer, fleißiger, vielleicht einfach nur sympathischer. Letztendlich ist sie doch verantwortlich und muss mit ihm zusammenarbeiten und nicht diese mittlerweile völlig weltfremden entfesselten Richter. Mal wieder ein unmögliches Urteil.
Ein so weitgehendes Auswahlrecht hat die Hochschulleiterin nach dem Hochschulrecht ganz eindeutig nicht. Sie ist auch nicht als die Verantwortliche für den Lehr- und Forschungsbereich der Fakultät anzusehen. Man kann getrost davon ausgehen, dass die Richter sehr sorgfältig die Sach- und Rechtslage und dabei insbesondere die Einlassungen der Hochschulleiterin geprüft haben und zu einem wohl begründetem Urteil gekommen sind. Ob die nächste Instanz dem Urteil folgen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

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Criticz 30.05.2017, 20:57
34. Es ist längst usus an deutschen Universitäten dass Stellen

Zitat von darkmattenergy
Weil die tatsächliche Qualifikation längst nicht mehr als entscheidendes Bevorzugungsmerkmal gilt?
einfach so lange nicht besetzt werden bis eine (halbwegs passende) Frau auf den Posten gesetzt werden kann. Und Männer müssen halt solange in die Wartschleife - bis die Absage dann irgendwann kommt.

Das ist Diskriminierung in Reinkultur - wo bleibt (auch der mediale) Aufschrei?

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wellenflug 30.05.2017, 21:03
35. Wo ist hier Sexismus

gegenüber einem Mann? Schreibt doch der Autor ganz klar "entschied sich die Rektorin der Universität, Beate Schücking, für eine andere Bewerberin" also hat sich demnach gar kein Mann beworben.

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chalchiuhtlicue 30.05.2017, 21:12
36. Unverständige Rektorin

Die Rektorin versteht nicht, warum nach Erfolgen in der ersten und zweiten Instanz die dritte gegen Die UNI entschied. Also sind mehrere Instanzen sinnlos, weil ja immer schon die erste Recht hat? Wer so denkt, sollte von Führungsaufgaben entbunden werden!

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TS_Alien 30.05.2017, 21:14
37.

Am besten wäre es, solche "Forschungsbereiche" komplett zu schließen und das Geld in die echten Wissenschaften zu stecken. Aber das traut sich niemand. Und so werden weiterhin Milliarden in diesen Bereichen ausgegeben, fast immer ohne greifbare Resultate.

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FocusTurnier 30.05.2017, 21:19
38. Wissenschaftsministerin

Zitat von Siebengestirn
Allerdings kann ein zuständiger Wissenschaftsminister/in von einer vorgeschlagenen Reihenfolge mit sachlichen Gründen abweichen.
Sachsens Wissenschaftsministerin ist übrigens Frau Eva-Maria Stange von der SPD. Man könnte ja dort mal nachfragen, was man dort von einer solchen Berufungspraxis hält.

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Rollerfahrer 30.05.2017, 21:29
39. Wenn es so ist wie beschrieben, dann ist das Urteil völlig richtig!

Hier in Berlin gibt es dieselben Probleme! Nur weil es unbedingt eine Frau sein muß werden die fachlich besseren Bewerber aussen vor gelassen! Ich meine, es geht hier um das Wohl der Studierenden und da sollte fachliche Kompetenz deutlich mehr zählen als die Frauenquote. So gesehen kann ich das Urteil nur unterstützen! Auch der Konsens der Berufungskommission zeigt, daß sich die Rektorin schlicht und einfach per Dekret durchsetzen wollte! Das kann einfach nicht sein, auch in dieser Hinsicht ist das Urteil des LGs völlig richtig!

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