Forum: Leben und Lernen
Uni Leipzig: Millionen-Entschädigung für gescheiterten Professor
imago/Rainer Weisflog

Ein verhinderter Professor der Uni Leipzig hat vor Gericht Recht bekommen. Weil er eine Stelle nicht bekam, soll er mit viel Geld entschädigt werden. Gegen die Rektorin gibt es schwere Vorwürfe.

Seite 8 von 8
anders_denker 31.05.2017, 10:25
70. Steuerzahler? Nein Frau Schücking!

Es muss endlich eine PERSÖNLICHE Haftung für solche Entscheider her. Kann nicht sein das das Land auf Steuerzahlerkosten dafür aufkommen muss.

Beitrag melden
spon-1244121367769 31.05.2017, 10:34
71. Elfenbeindebatte

Unsäglich - ein Universitätsprofessor erstreitet sich Gelder bis 2029, obwohl er nichts dafür tun muss, und offensichtlich anderweitig als Privatdozent in Dresden tätig ist. Mag sein, dass seine Nicht-Berufung ein Fall für das Arbeitsgericht ist, die Höhe der Abfindung ist jedoch unerträglich. Vergleicht man dies mit Urteilen bei Entfristungsklagen für das (oft unter präkeren Bedingungen eingestellte) wissenschaftliche Personal in unserer Republik, muss man feststellen, dass hier die Verhältnismäßigkeit völlig aus dem Ruder läuft. Dort gibt es - auch wenn die Unrechtmäßigkeit eine Befristung festgestellt wird - vielleicht mal drei bis vier Monatsgehälter als Ausgleichssumme, damit hat der Kläger alle weiteren Ansprüche auch abgetreten. Recht und Gerechtigkeit sind hier einfach zwei Paar Schuhe. A propos: wieso sind ProfessoerInnen eigentlich Beamte? Ich hoffe, Herr Ghanbari stellt das erstrittene Geld einer Stiftung zur Verbesserung der Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses zur Verfügung, dann wär's wieder gerecht.

Beitrag melden
runningstar 31.05.2017, 11:23
72. @72

Da ist überhaupt nichts unerträglich. Eine offensichtlich völlig verblendete Ideologin hat ihre Macht missbraucht und wollte jemanden einstellen, die offensichtlich nach allen Prüfungen schlechter war, als der Kläger.
So läuft das eben nicht. Der Kläger ist im Recht.
Außerdem soll er nicht das ganze Geld bekommen, sondern die Differenz zu seinem jetzigen Gehalt.

Beitrag melden
Onsom2000 31.05.2017, 12:11
73. Stimmt halt nur leider nicht

Zitat von d.u.s
Man kann trefflich streiten, ob Frauenförderung ins Extrem geht, wenn beispielsweise den Fakultäten bei Einstellung einer Professorin bestimmte Auslagen erstattet werden. Derartige Anreizmechanismen könnten womöglich Ungerechtigkeiten vice versa des Gewohnten bedingen. Allerdings gibt es definitiv eine äonenalte Kultur der Männerbevorzugung - bewusst oder unbewusst. Bis es also dem Genderfass den Boden ins Gesicht schlägt und die Waage kippt, können noch aberviele männliche Aspiranten hintenangestellt werden.. echte Gleichberechtigung wär halt cool, echt nach Qualifikation - dann darf man (das zweite "n" spar ich mir) sich aber auch nicht bei jeder eingestellten Frau ins empfindsame Scrotum gezwickt fühlen..
Ist ja nett, was Sie da erzählen, stimmt halt nur einfach nicht. Genauer ist bei Betrachtung von Neuberufungen (Anteilig auf die Habilitationen / Wissenschaftliche Befähigung) empirisch widerlegbar.

Beitrag melden
kratzdistel 31.05.2017, 13:00
74. unverständliches urteil.

sein Anspruch nach der Bestenauslese art. 33 GG auf die stelle ist unstrittig.Nur scheitert die Ersatzpflicht, wenn den betreffende fahrlässig bzw. vorsätzlich unterlassen hat, den schaden durch gebrauch eines Rechtsmittels abzuwenden. das kann er aber nur, wenn er vor Berufung der Kandidatin auf die stelle als unterlegener Kandidat Kenntnis mit Rechtsbelehrung und zeit für einen stopantrag beim Verwaltungsgericht hatte..

Beitrag melden
Seite 8 von 8
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!