Forum: Leben und Lernen
Uni-Städte: Studentenbuden werden immer teurer
dapd

Große Ansprüche darf man während eines Studiums nicht stellen. Zumal der Anteil, den man für Mieter bezahlen muss, immer höher wird - der Preis für eine Studentenbude ist in den vergangenen Jahren extrem gestiegen.

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tommuc1978 02.10.2017, 10:25
10. Angebot und Nachfrage

Wenn man in München (weil es schön ist und mit der LMU die Eliteuniversität hat) oder Berlin (weil es hipp ist) studieren muss, dann muss man halt zahlen. Es steht doch jedem frei in Städten zu studieren, wo Mieten und auch Lebenshaltunskosten niedriger sind. Wer Ferrari fahren will, kann nicht erwarten diesen zum Preis eines Golfs zu bekommen....

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erglbrgl 02.10.2017, 10:45
11. Studentenwohnheime berücksichtigt?

Tauchen bei Immo-Scout auch Inserate für Studentenwohnheime auf? Wenn nicht, verliert die Studie, je nach Anteil von Mietern in Wohnheimen, ihre Aussagekraft.

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GyrosPita 02.10.2017, 10:55
12.

Zitat von tomwessel85
Da dürfen sich die Damen und Herren Erstsemester bei Ihren Eltern bedanken, die haben über die Jahre Parteien gewählt die alles daran gesetzt haben das Wohnen für Geringverdiener zu einem teuren Gut wird.
Ja ja, die Politik ist natürlich wieder mal Schuld.

Vor einigen Jahren gab es einen Aufruf der Aachener Hochschulen an Vermieter aus dem Umland auch Studenten als Mieter in Betracht zu ziehen. Da wir diverse Appartements (ca 25 qm) im Bestand haben annoncierten wir entsprechend. Wir wohnen in einer Mittelstadt genau zwischen Aachen und Köln, beide Städte sind per Zug in weniger als 30 Minuten zu erreichen. Resonanz? Null. Nichts. Nothing. Nada. Rien. Niente. Von dem Geld hätten wir uns besser ne Kiste Bier gekauft, da hätten wir hinterher wenigstens noch nen dicken Kopp gehabt. Die Herren und Damen möchten sich nach Möglichkeit nur aus dem Bett fallen lassen um im Hörsaal zu sitzen. Wenn man denen sagt das man selbst jeden Tag eine Stunde pro Strecke zur Arbeit fährt glauben die man wollte sie verarschen.

Vor nicht allzu langer Zeit war im Uni-Spiegel (auch hier online verfügbar) ein herzzereißender Artikel über Studenten in Köln auf Wohnungssuche. Zitat: "Hier in Köln herrscht Wohnungsmangel, außer weit draußen in Kalk (sic!), aber so abgelegen möchte keiner wohnen...".

Wenn einer so ein Panorama an sich vorbeilaufen hat, da tut es mir dann auch nicht leid wenn der richtig zur Ader gelassen wird

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ditor 02.10.2017, 10:55
13. Provinz

"Wenn man in München (weil es schön ist und mit der LMU die Eliteuniversität hat) oder Berlin (weil es hipp ist) studieren muss, dann muss man halt zahlen."
Auch in der Provinz haben die Preise angezogen. In meiner Gegend dürfen die Studenten Speerspitze beim Durchbrechen der 10€/m² -Marke spielen. Die günstigen WG-fähigen Wohnungen mit deutlich geringerer Miete sind vom Markt.

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whitewisent 02.10.2017, 10:57
14.

Wie so oft, nur die halbe Wahrheit. Studierende in Berlin haben Ansprüche. Sowohl was Fahrzeiten zur Uni, Innenstadtlage als auch soziales Miteinander betrifft, ohne dabei den Ansprüchen der Anderen genügen.

Was stört es, wenn ein Studentenzimmer 18 Euro je Quadratmeter kostet? Wenn es nur 15 qm groß ist, sind das 270 Euro. Viele Studenten wollen aber mittlerweile ein Mikroappartment mit 25 qm für 10 Euro, was auf dem Markt schlicht nicht existiert.

Hört darum endlich mit dieser Fixierung auf Quadratmeterpreise auf! Es gibt selbst in der Berliner Innenstadt genügend 2-Zimmer-Wohnungen, 50qm für 500 Euro. Nur vieleicht im Erdgeschoss, oder im 4.OG. Auch muss man Seitenflügel und Hinterhaus nicht nur vom Hof aus als "morbiden Charme" mit den Bewohnern als Dekoration begreifen.

Ansonsten sind Sozialwohnungen schlicht nicht pauschal für "Studierende" vorgesehen! Insbesondere nicht dann, wenn diese nur für das Studium an einen Ort ziehen, also nie wirklich für das Sozialsystem "Kommune" etwas getan oder gezahlt haben. In 5-Zimmerwohnungen gehören Großfamilien, nicht 4er Hippster-WG, die ne Sitcom nachspielen wollen. Wer das will, muß sich sowas auf dem freien Markt suchen.

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shooop 02.10.2017, 10:59
15. Kein Vermieter ist gezwungen, Mietwucher zu betreiben

Mietwucher ist Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Wer immer nur auf die Politik schimpft, der übersieht, dass ein nicht unerheblicher Anteil des Problems gierige Vermieter sind, die das, was mal die Gesetze von zwischenmenschlichen Anstand waren, längst aufgekündigt haben. Die sozialen Bindungen der Bürger untereinander in unserem Land sind für diese Herren nicht mehr bindend. Dass nimmt kein gutes Ende. Die gesellschaftspsychologische Dimension hinter diesem Problem fliegt uns um die Ohren.

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curly988 02.10.2017, 11:01
16.

@fc2q397
ach ist das so? Das ist ja intressant. Ich werde demnächst in Frankfurt studieren und kann mir dort nicht einmal den durschnitts Preis leisten. Leider habe ich auch noch keinen Porsche vor meiner Haustür gefunden den Papa bezahlt hat. Aber wenn sie so viele von dieser Art Student haben ( die es sicherlich auch gibt ) rufen Sie mich doch einfach mal an. Sie und ihre Studenten können doch dann auch sicher meine Wohnung finanzieren.

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Plasmabruzzler 02.10.2017, 11:12
17. Die Leiden Christi

In einschlägigen Kölner Medien beschreiben (angehende) Studierende, dass sie keine Wohnung in der Nähe der Uni oder der FH bekommen. Kein Wunder: Lindenthal, Sülz, die Südstadt an sich usw. sind teure Pflaster in Köln und da konkurriert man mit den normalen Mietern.
Ich wies oft genug darauf hin, dass man zur Uni auch mit der Linie 18 kommt und diese in Hürth, Brühl, Bornheim usw. hält. Auch andere Linien des ÖPNV auf den Gleisen der DB verkehren oft von Bonn über Bornheim, Brühl und Hürth zum Kölner Südbahnhof, wo man direkt an der Uni ist. Man kann, wenn man will, in weniger als einer halben Stunde an der Uni sein und sehr viel niedrigere Mietpreise bezahlen. Aber da scheinen sich die Studierenden ja zu fein für zu sein. Ich pendelte einst aus dem tiefsten Wesseling zur FH in Köln Deutz und habe mich nicht beschwert. Trotz der weiten Entfernung konnte man alle Veranstaltungen besuchen, Praktika machen und auch noch ab und an am Kölner Nachtleben teilnehmen, wenn man denn neben dem Studium Zeit dafür hatte.

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claudio_im_osten 02.10.2017, 11:13
18. Nun ja...

Studenten, die immer in den hipsten und teuersten Städte wollen, klagen über die explodierenden Mieten und rufen nach immer neuen staatlichen Förderprogrammen sowohl für grenzenlosen Ausbau ihrer Lieblingsuniversitäten als auch für Wohnheimplätze ohne Ende. Beispiel RWTH Aachen: Hier ist die Studierendenzahl seit 2004 von 29.000 auf 45.000 gestiegen. Macht 16.000 zusätzliche Studentenbuden in 12 Jahren. Woher sollen die kommen in einer Stadt, in der fast jeder fünfte Einwohner studiert?
Ein "weiter so" kann nicht funktionieren. Wie wär's mit einer höheren Mobilität? Ich kenne im Osten viele Universitätsstädte, in denen sowohl die Hochschulen nicht völlig überlaufen sind als auch die Wohnungsmärkte nicht grenzenlos explodieren. Und Studis im Ferrari gibt es dort auch nicht, sondern jede Menge ganz normaler junger Menschen.
Also?

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UnitedEurope 02.10.2017, 11:16
19.

@tommuc197: Medizin Plätze werden meist gelost, viele Studienfächer gibt es nicht an allen Unis, und gerade die technischen Fächer (die wir ja alle studieren sollen) sind meist in den Städten mit den großen Firmen, also Stuttgart oder München. Mir geht es wenn ich nach München gehen "muss" für mein Medizinstudium, denn dort können sie gerade so wohnen, aber beim Essen müssen sie schon sparen. Ich würde gerne daheim wohnen bleiben können aber das habe ich nicht in der Hand, bzw. ich kann von hier nirgends hinpendeln und nebenbei noch mein 6-Jahres Studium erfolgreich abschließen.

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