Forum: Leben und Lernen
Uni-Städte: Studentenbuden werden immer teurer
dapd

Große Ansprüche darf man während eines Studiums nicht stellen. Zumal der Anteil, den man für Mieter bezahlen muss, immer höher wird - der Preis für eine Studentenbude ist in den vergangenen Jahren extrem gestiegen.

Seite 3 von 6
olliver_123 02.10.2017, 11:16
20.

Zitat von tommuc1978
Wenn man in München (weil es schön ist und mit der LMU die Eliteuniversität hat) oder Berlin (weil es hipp ist) studieren muss, dann muss man halt zahlen. Es steht doch jedem frei in Städten zu studieren, wo Mieten und auch Lebenshaltunskosten niedriger sind. Wer Ferrari fahren will, kann nicht erwarten diesen zum Preis eines Golfs zu bekommen....
Wir sollten als Gesellschaft gerade auch im Angesicht von Globalisierung und Digitalisierung darauf bedacht sein, dass die besten Leute die beste Ausbildung erhalten bzw. dass jeder die gleichen Chancen hat, seine Potentiale voll auszuschöpfen. Der Preis sollte da eigentlich noch keine Rolle spielen, weil es hinterher sonst noch teurer wird...(siehe 'Vererbung' von Hartz 4). Die Auswahl an den besten Unis sollte ausschließlich auf Basis von Leistung erfolgen können...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
coxeroni 02.10.2017, 11:19
21.

Alles keine Überraschung und marktwirtschaftlich erklärbar. Die Nullzinspolitik unseres EZB-Italieners treibt Liquidität in Immobilien (und Aktienmärkte), damit das schwer erarbeitete Geld eine auskömmliche Rendite abwirft. Die steigenden Anschaffungskosten der Vermieter wollen natürlich erwirtschaftet werden, das geht -welch Überraschung- natürlich nur über steigende Mieten. Daneben kamen in Deutschland seit September 2015 Millionen von weiteren Nachfragern hinzu, die in direkter Konkurrenz v.a. in Innenstädten Wohnraum nachfragen. In Summe alles nicht verwunderlich ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomasschöffel 02.10.2017, 11:28
22. as times go bye

1984 bekam ich in Berlin-Zehlendorf, also einer Viertelstunde zu Fuß weg von der Uni, ein Zimmerchen in einer schönen Altbauvilla für hundert Mark. Ein Zettel am schwarzen Brett und eine halbe Stunde später war der Vertrag unterschrieben. Wenn ich heute, 33 Jahre später, mir so die Preise angucke, bekommem ich das kalte Grausen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shooop 02.10.2017, 11:28
23. Kein Vermieter ist gezwungen Mietwucher zu betreiben

In Potsdam versucht ein Vermieter gerade Buden für 26 Euro/qm zu vermieten. Ich weiß nicht, ob es das, was gemeinläufig als 'Anstand' bezeichnet wird, jemals in unserer Gesellschaft gegeben hat. Diese Preise sind gesellschaftlich/zwischenmenschlich jedenfalls eine Aufkündigung der Solidarität untereinander und das nimmt kein gutes Ende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GyrosPita 02.10.2017, 11:32
24.

Zitat von curly988
@fc2q397 ach ist das so? Das ist ja intressant. Ich werde demnächst in Frankfurt studieren und kann mir dort nicht einmal den durschnitts Preis leisten. Leider habe ich auch noch keinen Porsche vor meiner Haustür gefunden den Papa bezahlt hat. Aber wenn sie so viele von dieser Art Student haben ( die es sicherlich auch gibt ) rufen Sie mich doch einfach mal an. Sie und ihre Studenten können doch dann auch sicher meine Wohnung finanzieren.
Das Rhein-Main-Gebiet ist soo groß. Zig Millionen Menschen pendeln täglich zur Arbeit, aber die Studentenschaft will natürlich alles (also ALLES) vor der eigenen Haustür haben.

Wer sucht, der findet...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Plasmabruzzler 02.10.2017, 11:55
25.

Zitat von shooop
In Potsdam versucht ein Vermieter gerade Buden für 26 Euro/qm zu vermieten. Ich weiß nicht, ob es das, was gemeinläufig als 'Anstand' bezeichnet wird [...]
Wenn die entsprechende Gegenleistung stimmt (von tausend jutetragenden Jungfrauen geschmiedete Wasserhähne, unter Wasser geschliffene Fliesen und im Mondschein geglühte Kronleuchter) - sprich: gehobene bis Luxusausstattung - ist der Preis vollkommen im Rahmen. In Köln-Marienburg, -Hahnwald und -Rodenkirchen ist das ein üblicher Preis; oder fast schon preiswert. Wenn sich ein Mieter findet, hat der Vermieter mit seinem Preis recht. Wenn nicht, wird er den Preis senken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Plasmabruzzler 02.10.2017, 11:55
26.

Zitat von shooop
In Potsdam versucht ein Vermieter gerade Buden für 26 Euro/qm zu vermieten. Ich weiß nicht, ob es das, was gemeinläufig als 'Anstand' bezeichnet wird [...]
Wenn die entsprechende Gegenleistung stimmt (von tausend jutetragenden Jungfrauen geschmiedete Wasserhähne, unter Wasser geschliffene Fliesen und im Mondschein geglühte Kronleuchter) - sprich: gehobene bis Luxusausstattung - ist der Preis vollkommen im Rahmen. In Köln-Marienburg, -Hahnwald und -Rodenkirchen ist das ein üblicher Preis; oder fast schon preiswert. Wenn sich ein Mieter findet, hat der Vermieter mit seinem Preis recht. Wenn nicht, wird er den Preis senken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerd Meel 02.10.2017, 12:08
27.

Ich verstehe nicht was das ganze mit Uni-Städten zu tun hat. In allen großen deutschen Städten sind die Mieten für kleine Wohnungen enorm gestiegen (Angebot und Nachfrage, kann sich jeder selbst ausrechnen warum das so sein muss). Das Problem für Studenten ist nur, dass diese unter allen Konkurrenten die schwächsten sind und teilweise mehr als 100% des Bafög (wenn sie es denn bekommen) für die Wohnung ausgeben müssen. Eine erste Sofortmaßnahme wäre es, sie mindestens auf Hartz4-Niveau zu heben, indem die sowieso völlig überholte Pauschalregelung durch eine Angemessenheitsprüfung ersetzt wird. Und Leute die hier gleich nach Wohnheim schreien: Diese sind häufig mittlerweile auch privatisiert und noch teurer als der freie Wohnungsmarkt (aber top luxuriös ausgestattet - lach!).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shooop 02.10.2017, 13:11
28. @plasmabruzzler

Ich verstehe den von Ihnen genannten Zusammenhang. Dieser ist unbestritten Teil des Systems. Der von mir genannte Zusammenhang stimmt jedoch auch. Die Frage ist für mich, wie man diesen Widerspruch auflöst. Einerseits die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Kapitalismus, andererseits die gesellschaftspsychologische Auswirkungen solcher Exzesse, die ich als unmoralisch und anstandslos bezeichne und die zu einer Entsolidarisierung der Gesellschaft führen. Und das kann NIEMAND wollen. Wir ALLE haben eine Verantwortung für die gesellschaftlichen Verhältnisse in unserem Land und nicht nur die böse Politik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schorsch_69 02.10.2017, 13:25
29. Och Joh!

Zitat von tomwessel85
Da dürfen sich die Damen und Herren Erstsemester bei Ihren Eltern bedanken, die haben über die Jahre Parteien gewählt die alles daran gesetzt haben das Wohnen für Geringverdiener zu einem teuren Gut wird. Sozialer ......
... welche Partei empfehlen Sie? Ich kann Ihrem Beitrag hierzu leider rein gar nichts entnehmen!
Aber bloß nicht die eher links-orentierten Parteien wie SPD und Grüne, sind diese doch tatsächlich ursächlich dafür verantwortlich, das nicht nur der soziale Wohnungsbau nahezu eingestellt wurde, sondern bereits bestehender sozialer Wohnungsbau weitgehend an die Heuschrecken und auch eigene "Genossen" verramscht wurde.

... und auch das Motto der "Linken" ist doch "bestenfalls" nur, noch mehr Abgaben denen aufdrücken, die heute trotz aller Gegenbestrebungen immer noch ein wenig mehr wie H4 (eine SPD "Erfindung") vereinnahmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 6