Forum: Leben und Lernen
Uni-Städte: Studentenbuden werden immer teurer
dapd

Große Ansprüche darf man während eines Studiums nicht stellen. Zumal der Anteil, den man für Mieter bezahlen muss, immer höher wird - der Preis für eine Studentenbude ist in den vergangenen Jahren extrem gestiegen.

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Plasmabruzzler 02.10.2017, 13:35
30.

Zitat von shooop
Einerseits die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Kapitalismus, andererseits die gesellschaftspsychologische Auswirkungen solcher Exzesse, die ich als unmoralisch und anstandslos bezeichne und die zu einer Entsolidarisierung der Gesellschaft führen.
Ich bin auch gegen blanken Wucher und wenn jeder auf den Trichter käme, so viel Geld zu verlangen, müsste man auch die Preise zahlen. Der Wohnungsmarkt ist ja kein wirklicher "Markt", denn Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Man kann nicht ohne Dach überm Kopf. Bei Häusern in unserer Nachbarschaft geht es auch munter zur Sache: da haben welche vor ca. 15 Jahren ein Bungalow für ca. 300.000 EUR mit ca. 140qm Wohnfläche gekauft und der wurde vor knapp einem Jahr für 500.000 EUR verkauft. Der Witz an der Sache: die Käufer haben in den ca. 14 Jahren nichts dran getan, die neuen Käufer mussten erst einmal ordentlich Geld in die Hand nehmen. Ich fragte, warum die Verkäufer den Preis ausriefen und die Antwort war: "Weil wir es können." - ja und es gab einen Dummen, der den Preis zahlte. Laut Auskunft der Verkäufer gab es noch weitere Interessenten, die auch der hohe Preis nicht abschreckte.
Sie sprechen wahrscheinlich auch den Art. 14 GG an ("Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.") Tja, aber auch rund um meine Arbeitsstätte haben ausländische Investoren ganze Straßenblöcke aufgekauft und wollen Geld aus der Vermietung sehen. Die hiesigen Mieter wurden nicht gefragt, ob sie selbst Eigentümer ihrer Wohnungen werden wollten, denn ein Vorkaufsrecht gab es hier nicht: die Häuser wurden im Ganzen verkauft und nicht als einzelne Wohnungen.

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Plasmabruzzler 02.10.2017, 13:36
31.

Zitat von shooop
Einerseits die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Kapitalismus, andererseits die gesellschaftspsychologische Auswirkungen solcher Exzesse, die ich als unmoralisch und anstandslos bezeichne und die zu einer Entsolidarisierung der Gesellschaft führen.
Ich bin auch gegen blanken Wucher und wenn jeder auf den Trichter käme, so viel Geld zu verlangen, müsste man auch die Preise zahlen. Der Wohnungsmarkt ist ja kein wirklicher "Markt", denn Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Man kann nicht ohne Dach überm Kopf. Bei Häusern in unserer Nachbarschaft geht es auch munter zur Sache: da haben welche vor ca. 15 Jahren ein Bungalow für ca. 300.000 EUR mit ca. 140qm Wohnfläche gekauft und der wurde vor knapp einem Jahr für 500.000 EUR verkauft. Der Witz an der Sache: die Käufer haben in den ca. 14 Jahren nichts dran getan, die neuen Käufer mussten erst einmal ordentlich Geld in die Hand nehmen. Ich fragte, warum die Verkäufer den Preis ausriefen und die Antwort war: "Weil wir es können." - ja und es gab einen Dummen, der den Preis zahlte. Laut Auskunft der Verkäufer gab es noch weitere Interessenten, die auch der hohe Preis nicht abschreckte.
Sie sprechen wahrscheinlich auch den Art. 14 GG an ("Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.") Tja, aber auch rund um meine Arbeitsstätte haben ausländische Investoren ganze Straßenblöcke aufgekauft und wollen Geld aus der Vermietung sehen. Die hiesigen Mieter wurden nicht gefragt, ob sie selbst Eigentümer ihrer Wohnungen werden wollten, denn ein Vorkaufsrecht gab es hier nicht: die Häuser wurden im Ganzen verkauft und nicht als einzelne Wohnungen.

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curly988 02.10.2017, 13:56
32. @GyrosPita

Sie scheinen mich falsch verstanden zu haben. Ich bin auch froh das die Metropol-Region mir die Möglichkeit gibt zu Pendeln. Ich fahre demnächst täglich 2 Stunden zu meiner Universität weil ich so am günstigsten Leben und Wohnen kann. Die Verbindungen sind gut von daher geht das. Nur hat mein Vorredner so getan als ob jeder Student seinen eigenen Porsche hat und von Papa und Mama alles gezahlt bekommt. Dies ist aber leider nicht der Fall. Viele Eltern wollten dies sicherlich, können aber nicht.

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shooop 02.10.2017, 14:18
33. @plasmabruzzler

Ich finde das nicht richtig. Da behaupten die FDP-Leute immer, die Sozis und Linken wollten den Kommunismus einführen, aber sie selbst Verhalten sich derart verantwortungslos und setzen den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel. Diese Leute provozieren doch staatliche Eingriffe , weil sie selbst sich unverantwortlich verhalten und den gesellschaftlichen Frieden gefährden. Kein Vermieter ist gezwungen, Wucherpreise zu nehmen. Wo ist denn in unserem Land noch die anständige Mitte in vielerlei Hinsicht? Das, was Stabilität bringt, schmilzt gerade übel ab. Eine Schicht von Leuten verhält sich einfach nur a-sozial und wir kucken dabei zu. Bei uns in Potsdam findet gerade der nächste sprunghafte Preisanstieg statt, der nochmal den bisherigen Wucher übersteigt.

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Plasmabruzzler 02.10.2017, 14:38
34.

Zitat von shooop
Eine Schicht von Leuten verhält sich einfach nur a-sozial und wir kucken dabei zu. Bei uns in Potsdam findet gerade der nächste sprunghafte Preisanstieg statt, der nochmal den bisherigen Wucher übersteigt.
Der Staat hätte, wenn er denn Interesse haben würde, viele Möglichkeiten: Verbot von Großinvestoren, ganze Straßenblöcke zu kaufen und dann gewinnbringend zu vermieten. Und für potentielle Käufer wäre es eine Möglichkeit, Wohneigentum staatlich besser zu fördern. Es sollte im Interesse des Staates sein bzw. im gesellschaftlichen Interesse, dass Leute in ihren eigenen vier Wänden leben können. Gerade junge Familien haben es schwer: oft befristete Beschäftigungen (also kein Kredit) und niedrige Einstiegsgehälter bzw. lange Praktika-Zeiten. Da sollte wohlwollend unterstützt werden, dass junge Pärchen - wenn sie denn möchten - möglichst schnell Wohneigentum erwerben können. Dann bräuchte man auch nicht mehr so sehr die steigenden Mieten kritisieren, denn wer kaufen kann, mietet ja nicht gleichzeitig.
Zu den Studierenden: trotz teils hoher Mieten kann man etwas Flexibilität erwarten.

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schorsch_69 02.10.2017, 14:53
35. Och Joh!

Zitat von shooop
Ich finde das nicht richtig. Da behaupten die FDP-Leute immer, die Sozis und Linken wollten den Kommunismus einführen, aber sie selbst Verhalten sich derart verantwortungslos und setzen den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel. Diese Leute provozieren doch staatliche Eingriffe , weil sie selbst sich unverantwortlich verhalten und den gesellschaftlichen Frieden gefährden. Kein Vermieter ist gezwungen, Wucherpreise zu nehmen. Wo ist denn in unserem Land noch die anständige Mitte in vielerlei Hinsicht? Das, was Stabilität bringt, schmilzt gerade übel ab. Eine Schicht von Leuten verhält sich einfach nur a-sozial und wir kucken dabei zu. Bei uns in Potsdam findet gerade der nächste sprunghafte Preisanstieg statt, der nochmal den bisherigen Wucher übersteigt.
Ihr vermeintliches FDP Bashing kann ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen.

Wer hat denn in Deutschland den sozialen Wohnungsbau quasi abgeschafft? Das waren doch im wesentlichen SPD und Grüne! Meine seinerzeitigen Schulfreunde, Nachwuchs der Gewerkschaftsbosse in Hessen, haben alle laut jubiliert, als die ehemaligen Gewerkschaftswohnungen für das sprichwörtliche "Appel und n Ei" geradezu aufgedrängt zu bekommen!

Warum sollte irgendeine "anständige Mitte" in diesem Lande noch weiter den Abgaben vollzahlenden Depp abgeben, der die Party Deutschland weiterhin finanziert, während die großen und größten Unternehmen auch dieses Landes auf Abgeben eher A,A machen!

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shooop 02.10.2017, 15:32
36. @schorsch69

Ich kann Ihrem Post lediglich entnehmen, dass Sozis und Grüne die Sozialwohnungen verscherbelt haben (korrekt-zum Abbau von kommunalen Schulden), das die Großen irgendwie Schuld sind, alle anderen von der gesellschaftlichen Verantwortung befreisind und ich FDP-Bashing betrieben habe. Soweit so gut. Aber wo sehen Sie denn die Lösung des Problems?

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Gerd Meel 02.10.2017, 15:34
37.

Zitat von curly988
Sie scheinen mich falsch verstanden zu haben. Ich bin auch froh das die Metropol-Region mir die Möglichkeit gibt zu Pendeln. Ich fahre demnächst täglich 2 Stunden zu meiner Universität weil ich so am günstigsten Leben und Wohnen kann. Die Verbindungen sind gut von daher geht das. Nur hat mein Vorredner so getan als ob jeder Student seinen eigenen Porsche hat und von Papa und Mama alles gezahlt bekommt. Dies ist aber leider nicht der Fall. Viele Eltern wollten dies sicherlich, können aber nicht.
Wer soviel Zeit zum Pendeln hat kann die Zeit auch besser zum Arbeiten nutzen. Ich hatte die während meinem Studium definitiv nicht.

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spon-1194292693192 02.10.2017, 18:32
38.

Es wären nicht ganz so viele Studentenbuden nötig, wenn denn die 18-Jährigen nicht gezwungen wären, sich bei NC-Fächern im ganzen Bundesgebiet Unis auszusuchen.
Wieso muss ein Bremer in München Medizin studieren? Wieso ein Frankfurter in Berlin BWL?
Schule ist Ländersache, Unis nicht?
Meine Tochter würde gerne hier in Bayern studieren (Abischnitt 1,4 hat nicht gereicht), da sie auch gerne weiterhin bei uns wohnen möchte und der Weg zur Uni mit dem Bus in 45 min zu bewältigen ist.
Aber nein, es gibt tausende Studenten aus anderen BL, die in BY niemals ihren Abischnitt erreicht hätten, die nun hier studieren dürfen.
Sie wird nun nach dem Wartesemester auch andere Unis angeben.....
Toll findet sie es nicht und wir als Eltern finden es auch nicht toll, da dies natürlich für uns immense Kosten bedeutet, die wir uns zumindest in den ersten Semestern sparen könnten.

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lachina 02.10.2017, 20:59
39.

Zitat von GyrosPita
Das Rhein-Main-Gebiet ist soo groß. Zig Millionen Menschen pendeln täglich zur Arbeit, aber die Studentenschaft will natürlich alles (also ALLES) vor der eigenen Haustür haben. Wer sucht, der findet...
Aus Berlin kann ich nur sagen, dass man selbst wenn man in Berlin wohnt, dennoch über eine Stunde zur Uni braucht. Mitte (Alexander- Humboldt) und Zehlendorf (FU) sind teure Pflaster, da wohnen fast keine Studierenden.

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