Forum: Leben und Lernen
Uni- und FH-Absolventen: Die Zahl der Akademiker steigt und steigt und steigt
DPA

Fast eine halbe Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr die Uni oder Fachhochschule erfolgreich beendet. Damit werden die Rekordzahlen der Vorjahre erneut geknackt.

Seite 2 von 4
Denkt mal selber nach 14.09.2017, 17:42
10.

Zitat von Harald Schmitt
Jahrelang wurde gepredigt, wir brauchen mehr Hochschulabsolventen aber Professoren und Wohnheimkapazitäten wurden nicht angepasst. Für das Handwerk findet sich niemand mehr. Die Absolventen können sich dann um die wenigen Arbeitsplätze streiten, wo eigentlich nur noch hochqualifizierte berufserfahrene Projektleiter gesucht werden, die dann die viel viel billigeren Osteuropäer, Inder und Asiaten anleiten und dafür sorgen das das ganze KnowHow aus Deutschland verschindet! Der Run auf den billigsten Bewerber hat begonnen! Die Auswahl bei den VErleihfirmen ist groß, richtige Arbeitgeber stellen doch kaum noch ein nur noch Werkverträge und Personaldienstleister. Armes Deutschland.
Was nützt ein Hochschulabschluss, wenn der wenig wert hat und Facharbeiter besser verdienen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smartphone 14.09.2017, 17:46
11. Wirkliche Fachkraft

Laut Hr Kannengießer ( Ehrenarbeitgeberpräsident) sind Fachkräfte ausschließlich DiplomIngenieure . also die "echten" von früher und heute ein Master . Die Leistungsfähigkeitskennziffer (EDUC) liegt bei 300 - -350( TH/TU) .Alles andere ist also KEINE Fachkraft , also ein Ing (FH) mit bis 180 nicht , ein Bachelor repräsentiert nicht mal das normale Univordiplom , liegt bei ca EDUC =100 , ein Dual-INg , von solchen Fachakademien wie Mosbach ( die nennen sich zwar Hochschule, sind es aber nicht , Gutti läßt grüßen ) unter 100.
Hinzu kommt bei letzteren, daß sie reine Inzuchtgebilde sind . Dieses Gefüge mutiert längst zum Problem , weil auf die Tour mittlererweile eine massives Bildungsdefizit in den Firmen aufläuft . Die ach so superschlauen HR meinen die ü45 DIpl.-Ings feuert man idealerweise udn bekommt hierfür zwei neue Junge. Dass dies nicht funktioniert gibt man nur nicht zu . Zu sehen ist das allerorten . D hat sich abgeschafft.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 14.09.2017, 17:48
12.

Zitat von fm2004
Deshalb: besser eine Ausbildung machen und sich dann weiterbilden. Um fachlich gut zu sein muss man nicht studiert haben. Man muss wissen, wie das Geschäft funktioniert, was wichtig und was unwichtig ist und Führung lernt man Studium ohnehin nicht. Da sollte das Personalmangement des Arbeitgebers unterstützen.
Was besser ist, ist im Einzelfall unterschiedlich. Man schauen sich einfach an, was eine zusätzliche Ausbildung auch an Zeit kostet. Zeit die andere dann schon mit Berufserfahrung nutzen können.

Achja, Studium bedeutet nicht automatisch, das man später führt. Es gibt genügend Stellen, gerade im MINT-Bereich, wo es auf das Fachwissen ankommt und man als Spezialist auch gut verdienen kann, ganz ohne Führungsverantwortung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joerndominik 14.09.2017, 18:02
13. Viel hilft nicht viel, im Gegenteil !

Viel hilft nicht viel, dieser alte Spruch aus dem Sack der Weisheiten von Großmama,
bewahrheitet sich wieder einmal mehr. Leichtfertig haben Politiker, Eltern, Schulleiter, Lehrer
und Erzieher, teils geleitet vom reinem Egoismus, unserer Gesellschaft eingetrichtert, man
müsse unbedingt Abitur und einen akademischen Bildungsabschluss erlangen, um im Leben
zumindest materiell erfolgreich zu sein. Vergessen und verdrängt wurde Großmamas Spruch,
mehr noch, man setzte die Latte für Bildungsabschlüsse immer mehr nach unten, um ja jedem
Kind "gute Chancen" zu eröffnen. Derweil raufen sich inzwischen die Unternehmen die Haare,
um Auszubildende zu bekommen, die einigermaßen in der Lage sind, eine halbe DIN A4-Seite
möglichst ohne Fehler zu beschriften. Dabei ist es unerheblich, ob der Kandidat oder die Kan-
didatin nun Abitur oder einen sonstigen Abschluss hat. Auch Akademiker machen da
keinen Unterschied. Man hat einfach verdrängt: " Es kommt nicht darauf an, was drauf steht,
sondern auf das, was drin ist!" Schwierig das Ganze in einer Welt, die so stark auf Inszenierung
setzt und gerne das Reale verdrängt, ganz zu schweigen von der Persönlichkeitsbildung, die fast
vollends verloren gegangen ist. Davon dann aber demnächst, wenn auch dort die "Suppe" hochkocht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freigeistiger 14.09.2017, 18:20
14. Neue ökonomische Gesellschaftsformen nötig

Wohin mit all den Juristen, BWLern und Sozialarbeitern. Die treten sich auf dem Arbeitsmarkt schon jetzt auf die Füße. Oder müssen zu prekären Bedingungen arbeiten. Eine gute Ausbildung hatte etwas für sich. Jetzt muss auf Grund der Masse und der hohen Produktivität europäisch und global über die gesellschaftlichen ökonomischen zukünftigen Strukturen nachgedacht werden. Es reichen nicht die Wirtschaftskonzepte "wir warten aufs Wirtschaftswachstum" und "Verringerung der Arbeits- und Lebensstandards um anderen Marktanteile wegzunehmen". Mit der Akademisierung werden keine Arbeitsplätze geschaffen, sondern nur der Aufwand zur Verteilung von Marktanteilen vergrößert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
antandre 14.09.2017, 18:36
15.

Zitat von Zitrone!
Wieso werden da einerseits Bachelor-/ Masterabschlüsse aufgeführt und andererseits Fachhochschulabschlüsse? Das sind doch jetzt auch Bachelor / Master! Oder geht es um "alte" Fachhochschulabschlüsse? Dann hätte man vielleicht auch noch Diplome erwähnen können.
Ich denke, es geht um den Unterschied zwischen Universität und Hochschule und Fachhochschule. Es war mir auch neu, dass die Uni-Abschlüsse die allerhöchsten sein sollen und die anderen Abschlüsse weniger angesehen sein sollen. Allerdings hat mir auch schon mal jemand von den Prüfungsbedingungen an seiner Fachhochschule erzählt, die ganz anders waren als an der Uni. Man konnte angeblich so oft die Prüfung wiederholen, wie man wollte, bis man die passende Zensur hat. Ich kann mir das nicht vorstellen, also keine Ahnung, ob das stimmt. Jedenfalls unterscheiden manche Akademiker in "richtige" Akademiker mit Uni-Abschluss und "die Anderen", die es auf der Uni halt nicht geschafft hätten. Wer's für sein Ego braucht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spdf 14.09.2017, 18:36
16. re

Zitat von Harald Schmitt
Für das Handwerk findet sich niemand mehr.
Handwerker wurden in den 90er und 00er Jahren kaum ausgebildet, außerdem wurden viele entlassen. Es ist kein Wunder, dass viele lieber studieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zitrone! 14.09.2017, 20:01
17.

Zitat von antandre
Ich denke, es geht um den Unterschied zwischen Universität und Hochschule und Fachhochschule. Es war mir auch neu, dass die Uni-Abschlüsse die allerhöchsten sein sollen und die anderen Abschlüsse weniger angesehen sein sollen. Allerdings hat mir auch schon mal jemand von den Prüfungsbedingungen an seiner Fachhochschule erzählt, die ganz anders waren als an der Uni. Man konnte angeblich so oft die Prüfung wiederholen, wie man wollte, bis man die passende Zensur hat. Ich kann mir das nicht vorstellen, also keine Ahnung, ob das stimmt. Jedenfalls unterscheiden manche Akademiker in "richtige" Akademiker mit Uni-Abschluss und "die Anderen", die es auf der Uni halt nicht geschafft hätten. Wer's für sein Ego braucht...
Sicherlich unterscheiden sich Uni- und Hochschulabschlüsse. Wer mehr Wert auf (theoretisches) Hintergrundwissen legt, ist an der Uni besser aufgehoben, wer mehr praktische Erfahrung möchte, geht lieber zur Hochschule (das alles natürlich nur im Mittel). Trotzdem ist es sinnlos, Bachelor-/Masterabschlüsse den Hochschulabschlüssen gegenüberzustellen, weil Hochschulabschlüsse auch Bachelor und Master heißen. Wenn da nicht klar formuliert wird, was eigentlich gemeint ist, ist die Angabe irgendwelcher Zahlen wertlos.

Die Wiederholbarkeit von Prüfungen unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule, von Studiengang zu Studiengang und innerhalb eines Studiengangs oft auch von Fach zu Fach. Da gibt es keine allgemeingültigen Angaben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 14.09.2017, 20:21
18. Bedenklich

Nachdem PISA die "Bildung" eines Volkes an der Zahl der "Studierenden" misst, wurden die Studentenzahlen sinnlos gesteigert. Die Vorteile der Dualen Ausbildung, auf der die bisherige Stärke der deutschen Wirtschaft beruht, tritt leider immer mehr in den Hintergrund. Auch das politische Klima hat sich dadurch erheblich gewandelt, dass sich die Universitäten zwangsweise mit dem Ausbrüten von Weicheiern beschäftigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sikasuu 14.09.2017, 21:18
19. Ob die ZAHL der UNIABSOLVENTEN eine Merke für Qualität ist?

Zitat von ksail
Mal abgesehen davon, dass die Flut an "Akademikern" den Abschluss an sich entwertet, werden insbesondere die Absolventen von akademisierten Fächern, die vor wenigen Jahren noch in der Technikerschule oder als Berufsausbildung stattfanden, sehr schnell merken, dass sie als Handwerker deutlich höhere Stundenlöhne bezahlt bekommen hätten. Spätestens dann drängen viele wieder zu den Lehrberufen. Schweinezyklus...
Das wird die Zukunft zeigen. Ob eine UNI-Ausbildung, ein Gegengewicht/ein Ersatz für Facharbeiter-, Techniker usw. Ausbildung ist auch.
.
Ohne das jetzt wissenschaftlich&empirisch belegen zu können, scheint mir Fachkompetenz & Kommunikation "rauf&runter" gerade im anspruchsvollen Produktionen, nicht Massen- sondern maßgeschneiderte Produkte, ziemlich unter die Rädergekommen zu sein. Ein I-Phone kann man... oh ne, Samsung lässt grüßen, doch ein BER ist mMn. für DE mehr als peinlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4