Forum: Leben und Lernen
Uni- und FH-Absolventen: Die Zahl der Akademiker steigt und steigt und steigt
DPA

Fast eine halbe Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr die Uni oder Fachhochschule erfolgreich beendet. Damit werden die Rekordzahlen der Vorjahre erneut geknackt.

Seite 4 von 4
HaPeGe 16.09.2017, 18:59
30. Und was bringt es ?

Die "Bildungsexperten" haben anscheinend total vergessen, dass wir auch Handwerker benötigen, in den kleinen und mittleren Handwerksbetrieben. Und ein Filialleiter in einem Supermarkt braucht auch kein BWL-Studium, da bringt eine kaufmännische Lehre mehr. Nämlich Praxiserfahrung. Und es braucht auch nicht jeder Schüler Abitur. Dann könnte endlich das Niveau des Abiturs wieder angehoben werden. Denn tiefer geht es wohl kaum, dann können wir die Abiturnoten auch gleich verlosen. Ich bin der Überzeugung, dass das Abitur zur Vorbereitung auf ein Studium dienen sollte und das Abiturienten studieren sollten. Und dazu reichen 25 % eines Schülerjahrgangs völlig aus.

Die Akademiker, die wir jetzt nach der Bologna-Reform bekommen sind auch nur bedingt zu gebrauchen. Das heutige Studium ist total verschult und im eigentlichen Sinne kein Studium mehr, in dem ich selbständiges Arbeiten erlerne. Überhaupt nicht zu vergleichen mit den Diplom-Studiengängen !

Fazit: Die Zahl der Abiturienten sollte gedrosselt werden, indem man die Anforderungen erhöht, bzw. Aufnahmeprüfungen an den Gymnasien einführt. Die Bachelor-/Master-Studiengänge sollten wieder abgeschafft und die Diplom-Studiengänge, in reformierter Form, wieder eingeführt werden. Und wir sollten und nicht um das OECD-Ranking kümmern, das taugt überhaupt nichts !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marlo 19.09.2017, 10:08
31.

Ich frage mich, wenn es nur noch Menschen gibt, die Heizungsanlagen planen, entwerfen und bauen,wer diese reparieren soll, wenn sie kaputt gehen? Sicher wird es immer welche geben, die das können, aber werden es so wenige sein, dass man im Winter 3 Wochen auf einen Techniker warten muss. Es kann und sollte nicht jeder studieren. Arbeit nach Studium wurde bisher auch deshalb so gut bezahlt, weil es wenige Absolventen gab und die Nachfrage entsprechend groß war. Wenn aber jetzt alle studieren, wird das Angebot an beruflich ausgebildeten kleiner. Somit werden auch die Preise steigen ergo die Gehälter und Zulagen. Natürlich bleiben Ausnahmen, aber die bleiben erst recht bei Studiengängen. Es kann nun mal nicht jeder Arzt, Informatiker, Chemiker oder Ingenieur werden. Dafür braucht man eine bestimmte Begabung. Viele haben diese aber nicht und studieren irgendwas, hauptsache Studium. Soll das die Lösung sein? Hauptsache irgendwas studieren und dann mal sehen? Ich denke nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berg 20.09.2017, 11:30
32.

Zitat von Marlo
Ich frage mich, wenn es nur noch Menschen gibt, die Heizungsanlagen planen, entwerfen und bauen,wer diese reparieren soll, wenn sie kaputt gehen? Sicher wird es immer welche geben, die das können, aber werden es so wenige sein, dass man im Winter 3 Wochen auf einen Techniker warten muss. Es kann und sollte nicht jeder studieren. Arbeit nach Studium wurde bisher auch deshalb so gut bezahlt, weil es wenige Absolventen gab und die Nachfrage entsprechend groß war. Wenn aber jetzt alle studieren, wird das Angebot an beruflich ausgebildeten kleiner. Somit werden auch die Preise steigen ergo die Gehälter und Zulagen. Natürlich bleiben Ausnahmen, aber die bleiben erst recht bei Studiengängen. Es kann nun mal nicht jeder Arzt, Informatiker, Chemiker oder Ingenieur werden. Dafür braucht man eine bestimmte Begabung. Viele haben diese aber nicht und studieren irgendwas, hauptsache Studium. Soll das die Lösung sein? Hauptsache irgendwas studieren und dann mal sehen? Ich denke nicht.
Nun wollen wir doch mal realistisch sehen, dass gar nicht "jeder" die Fähigkeiten hat, Arzt, Chemiker, Ingenieur, Lehrer, Richter zu werden. Dafür braucht es nicht nur Begabungen, sondern auch ein bestimmtes Theoriegefülltes Interesse. Dagegen werden IMMER auch handwerklich Interessierte aus der Schule kommen. Wahrscheinlich müsste man die gängigsten Handwerksberufe in der Schule/Berufsberatung mal darstellen: Berufe für Baustellen, Installationen, Anstriche, Gärten, Tischler, Straßenbau, Maschinenreparaturen, Brücken-/Tunnelbau bis zu Konditor, Metzger und Molkereiarbeiter usw.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4