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Uni-Zeugnisse im Vergleich: Wie gut ist Ihre Abschlussnote?
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Ob die Note "befriedigend" ok ist, hängt vom Studienfach ab. Ein Jurist kann damit gut leben, ein Geisteswissenschaftler eher nicht. Und Sie? Testen Sie, wie gut ihr Abschluss im Vergleich ist.

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don_sebi 10.10.2016, 15:20
1.

Wäre ganz nett, wenn man die angesprochenen Jura-Noten auch auswählen könnte...

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marthaimschnee 10.10.2016, 15:26
2. die Qualität der Ausbildung hat offensichtlich drastisch abgenommen

Wenn ich an mein Studium ETechnik zurückdenke, als es noch Diplom gab, da waren zwei Drittel der Abschlüsse befriedigend oder ausreichend, sehr gut oder besser nichtmal 10%. Wenn man jetzt den Master vergleicht (sorry, aber der Bachelor ist mit einem Diplom nunmal nicht vergleichbar), dann sollen da jetzt nur noch 10% sein, das heißt doch zwangsläufig, daß dort deutlich besser benotet oder deutlich weniger Leistung gefordert wird, als früher. Denn daß die Studenten in dem Maße besser geworden sein sollen, ist nicht nur unwahrscheinlich, das ist lächerlich! Insofern ist es kein Wunder, daß die meisten Diplom-Ingenieure sich selbst mit Note 3 oder 4 über dem Master stehen sehen und ihr Diplom auf keinen Fall eintauschen würden.

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Ryker 10.10.2016, 15:30
3. Wären sie nur Schall und Rauch...

Sind sie aber leider nicht. Ich selbst bin Jurist und habe zwei "befriedigende" Examina. Meinen Job (Staatsdienst), den ich m. E. recht gut und erfolgreich mache, habe ich nur durch günstige Fügung (zur rechten Zeit am rechten Ort!) bekommen können. Wenn ich mich heute auf einen vergleichbaren Posten bewerben würde, hätte ich keine Chance, trotz fest 10jähriger Berufserfahrung. Ohne zweimal "vollbefriedigend" würde der Rest der Bewerbung gar nicht gelesen. Unser "strenges" Bewertungssystem finde ich grundsätzlich gut, da es eine genauere Differenzierung erlaubt. Aber der Kult, der um diese Note getrieben wird, ist gerade bei den Juristen geradezu absurd.

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hador2 10.10.2016, 15:35
4. Unsinn...

Die Benotung eines Universitätsabschlusses ist (zumindest im Fachbereich Physik) meist Unsinn oder bestenfalls reiner Selbstzweck. Vergleichbar ist sie zwischen Unis nicht (gibt welche mit Schnitt 1,1 über alle Studenten und welche mit 2,5).

Wichtig ist sie lustigerweise auch fast nur bei der Bewerbung an anderen Unis...Sei es für den Master oder die Promotion.

Danach ist die Note bestenfalls noch für den ersten Job wichtig, ab da interessiert sich niemand mehr dafür.

Und ja ich habe in einem großen Unternehmen Personalverantwortung und schon einige Einstellungen getätigt.

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dasbeau 10.10.2016, 15:36
5. Jura-Noten

Bei den Juristen fehlt die Note "vollbefriedigend", oder haben Sie diese kurzerhand zu "befriedigend" hinzugezählt? Dies wäre falsch, denn das sog. "VB" ist eine komplette eigenständige Note zwischen "gut" und "befriedigend".
"Mit Auszeichnung" hingegen ist wiederum keine eigene Note.

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powaaah 10.10.2016, 16:00
6.

Herje, die ganze Geschichte wird ja noch viel schlimmer, wenn man bedenkt, dass in jeder Universität unterschiedlich streng benotet wird. Denn wenn plötzlich W-Ing`s von anderen Universitäten den "heimischen" Studierenden die NC-Plätze wegnehmen, da diese bessere Noten erhalten haben, dann wird es erst richtig gemein. An manchen Universitäten ist ein W-Ing ein Sonderling und an anderen Universitäten wird zwischen einem W-Ing und einem Ing nicht differenziert, was sich in der Benotung widerspiegelt aber außerhalb der Unis keine Sau weiß. Man kann zwar mehr als andere Studierende aber die Note ist schlechter. :D Absurd.

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iconoclasm 10.10.2016, 16:08
7.

Zitat von marthaimschnee
Wenn ich an mein Studium ETechnik zurückdenke, als es noch Diplom gab, da waren zwei Drittel der Abschlüsse befriedigend oder ausreichend, sehr gut oder besser nichtmal 10%. Wenn man jetzt den Master vergleicht (sorry, aber der Bachelor ist mit einem Diplom nunmal nicht vergleichbar), dann sollen da jetzt nur noch 10% sein, das heißt doch zwangsläufig, daß dort deutlich besser benotet oder deutlich weniger Leistung gefordert wird, als früher. Denn daß die Studenten in dem Maße besser geworden sein sollen, ist nicht nur unwahrscheinlich, das ist lächerlich! Insofern ist es kein Wunder, daß die meisten Diplom-Ingenieure sich selbst mit Note 3 oder 4 über dem Master stehen sehen und ihr Diplom auf keinen Fall eintauschen würden.
Eine Abiquote von 50% ist an sich ja auch schon fernab der Realität.

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routemaster188 10.10.2016, 16:15
8. Mangelhafte Tiefe!

"Ein Jurist kann damit gut leben, ein Geisteswissenschaftler eher nicht. "

Ein Jurist mag per se seine eigene Gattung darstellen, jedenfalls aber ist derselbe auch eine Prägung aus der Geisteswissenschaften!
Mithin würde ich diesen Vergleich schon in der Unterüberschrift nicht anstellen, da dieser einfach falsch ist.

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maphry 10.10.2016, 16:56
9. Nur der halbe Überblick

Die hier gezeigten Statistiken sind unvollständig, da man nicht nur von denen ausgehen darf, die tatsächlich eine Abschlussnote bekommen, sondern auch diejenigen, die vorher abgebrochen haben. Wenn man deren Note als durchgefallen (mangelhaft) annimmt, dann erhält man ein halbwegs realistisches Bild. So wie dargestellt, ist es Quark.

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