Forum: Leben und Lernen
Universitäten: Hochschulrektoren vermissen Studiengebühren
DPA

Deutschlands Hochschulrektoren fordern eine Rückkehr zu Studiengebühren, ihre Hochschulen seien "völlig unterausgestattet".

Seite 1 von 4
fred_krug 17.10.2014, 11:09
1. Dummes Geschwätz

Diese Rektoren sollen sich mal hübsch zurückhalten.

An der Universität Hannover wurden Studiengebühren dafür verwendet, dass
- Wände weiß gestrichen wurden,
- die Eingangsbereiche der Bibliotheken umgebaut wurden,
- das Immatrikulationsamt in ein System elektronischer Verwaltung umgebaut wurde, ohne dass dadurch aber die Prozesse des I-Amtes besser wurde,
- vor dem Hauptgebäude ein riesiger Marmorblock abgelegt wurde, auf den der Name der Universität eingraviert wurde,
- und dass alle möglichen Türen mit transponderbasierten elektronischen Schlössern ausgestattet wurden.

Die Ausstattung der Bildungseinrichtungen, allen voran die Ausstattung der Büchereien, ließ in der Zeit der Studiengebühren sehr zu wünschen übrig. Und gleichzeitig wurden trotz Studiengebühren alle möglichen Studiengänge zusammengestrichen und derart modifiziert, dass eine qualitative Ausbildung de facto nicht stattfinden konnte.

Studiengebühren wurden also nur für Kosmetik verwendet - nicht aber für das, was eine Universität ausmacht - nämlich Wissenschaft, Forschung und Ausbildung.

Die honoeretten Rektorinnen und Rektoren sollen sich mal hübsch zurücknehmen und die Frage EHRLICH und AUFRICHTIG beantworten, wofür sie Studiengebühren haben wollen.

Übrigens noch dieses kleine Bonbon: Die Studiengebühren im Land Niedersachsen wurden nicht ausschließlich für die Universitäten verwendet, sondern AUCH zum Teil dem allgemeinen Haushalt des Landes zugeführt. Sauerei!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Immanuel_Goldstein 17.10.2014, 11:10
2.

Deutschlands Hochschulrektoren müßten eigentlich inzwischen wissen, dass die Studiengebühren 1:1 durch Kompensationsmittel der Länder ersetzt wurden. Folglich KANN gar keine durch den Wegfall verursachte Unterfinanzierung vorhanden sein. Tatsächlich hat die Finanzierung der Hochschulen überhaupt gar nichts mit Studiengebühren zu tun.

Der Grund für die Unterfinanzierung der Hochschulen ist die jahrzehntelange Ignoranz der Politik, wenn es um den Ausbau und den Erhalt der Liegenschaften ging sowie die jahrzehntelangen Kürzungsorgien sowie die grotesken Zielvereinbarungen, welche die Hochschulen unterschreiben müssen. Die Hochschulen müssen den Großteil für Altlasten, wie Renovierungsmaßnahmen, barrierefreie Zugänge, etc. aufbringen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1619821760 17.10.2014, 11:17
3. Studiengebühren und Lebenshaltung

Wie soll man als Student ein Studium finanzieren?

500 Euro im Semester + Gebühren sind ca. 100 Euro im Monat.
Klingt nicht nach viel, aber wenn man sich ansieht, dass man in München für 300Euro im Monat nicht viel Wohnung kriegt und dann auch noch was essen muss und der eine oder andere seine Versicherung schon selbst zahlt, dann ist man schnell bei knapp 1000 Euro. Die wollen nebenher auch mal netto verdient werden... 6-8h am Tag studieren, auf Klausuren vorbereiten und dann noch 4-6h am Tag arbeiten...

Danke...
wir haben 30000 Euro Schulden gemacht, nur um das Studium zu beenden - und wir hatten schon Glück, weil wenigstens einer von uns beiden etwas früher fertig war und den anderen aushalten konnte

Beitrag melden Antworten / Zitieren
annie.kmetsch 17.10.2014, 11:26
4.

500 euro tun niemanden weh ???? In welcher Welt leben die eigentlich ??

Beitrag melden Antworten / Zitieren
humpalumpa 17.10.2014, 11:26
5.

Man sollte sich mal Irland als Beispiel ansehen. Das Erststudium ist für Jeden kostenlos. dadurch ist die Anzahl an Akademikern in dem Land relativ hoch. Das Zweitstudium kostet dann. Und das finde ich auch völlig in Ordnung. Wir brauchen doch Fachkräfte, heisst es, oder wie war das? Mit dieser Regelung kann das erreicht werden. Die Grundmöglichkeiten für die opitmale Bildung in einem Land sollte für Jeden zugänglich sein und nicht nur für die Elite. Sonst wird eine Zweiklassengesellschaft geschaffen. In welcher Welt lebt Herr Hippler denn bitte? Klar tun manch Einem 500€ weh! Das ist viel Geld für einen Studenten! Es fängt schon bei Krippen und Schulen an. Es kostet immer mehr und ich kenne Einige, die sich blöd arbeiten für ihre Kinder oder im Studium nebenher buckeln ohne Ende, um überhaupt ihr Studium zahlen zu können. Abartig, für was in diesem Land alles Geld ausgegeben wird und für das Wichtigste, die Bildung unseres Volkes, null. Denn unterm Strich ist das unsere Rentensicherung. Ich hatte das Glück, Eltern zu haben, die mit der Finanzierung kein Problem hatten aber die Probleme die Freunde von mir hatten, machen mich in Anbetracht auf das anmassende Geschwätz dieser Herrschaften wirklich sauer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterPan95 17.10.2014, 11:38
6.

Ich habe die Diskussion und den Kampf in Bremen damals mitbekommen. Von der Politik wurde immer gesagt, dass die Studiengebühren zu 100% der Lehre zukommen würden (was eh nciht funktioniert) und keine staatlichen Gelder ersetzen sollen. Dabei war von Anfang an klar, wie sich jetzt auch zeigt, dass der Staat/das Land nur sparen will. Was allerdings aus der Zweckbindung der Gebühren resultierte ist, dass an vielen Unis das Geld der Gebühren rumliegt und nicht genutzt wird, weil so viel Material gar nicht benötigt wird, an anderen Stellen aber fröhlich weiter gespart wird. Das ist absoluter Schwachsinn und zeigt nur, dass Studiengebühren das Problem nicht lösen, von der sozialen Ungerechtigkeit mal ganz abgesehen. Die Bildung gehört ordentlich finanziert, und zwar von den Steuern. Alle zahlen Steuern, und alle bekommen Bildung - beides nach den jeweiligen Fähigkeiten, aber beides gerecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jdm11000 17.10.2014, 11:39
7. Dumme Idee - und keine Reflexion wg Politikerhandelns

Diese Idee ist totaler Quatsch, gerade weil sie nämlich was nicht berücksichtigt?
Genau! Nach Einführung der Studiengebühren wurden die Gelder im Landeshaushalt für die Unis gerade wegen der Studiengebühren massiv gekürzt.
Nach Abschaffung jener Studiengebühren wurden die Gelder aber nicht wieder hochgesetzt.
Daher ist diese Forderung einfach nur eines: Quatsch!
Der Herr Hippler sollte mal sich die vorknöpfen, die diesen Unsinn veranstalteten - als wieder die Studenten schröpfen zu wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
emporda 17.10.2014, 11:57
8. Bildung und Wissen ist sündhafte Eitelkeit

Wir haben fast wieder eine Theokratur, der Bundesbegrüßungsonkel, Frau Merkwürden, Kauder, Thierse, Kretschmer wollen alle den Kirchenstaat. Ausgustinus stuft Bildung und Wissen auf Dauer als sündhafte Eitelkeit ein

Da nach RKK Dogma Gottes Gnade nur gegen den Kriegsdienst gewährt wird, fordern alle den neuen gerechten Krieg. Wir brauchen keine Universitäten, keine Bildung und keine Zukuft, Kirchen müssen gebaut werden

Das römische Erziehungs- und Bildungssystem verschwindet mitsamt Bauten total durch die Religion. Das 3-teilige Schulsystem mit Fachschulen für Medizin, Recht und Philosophie löst die RKK ab 400 n.C. auf, 28 Bibliotheken, dazu Theater und Thermen werden zerstört. Anlagen für fließendes Wasser in großen Bauten und Einrichtungen für kommunale Leistungen verfallen, denn Gott allein sorgt dafür. Nach den Schriften des Architekten Marcus Vitruvius Pollio wird an Roms Schulen Jura (Altgriechisch), Schriftkunde, Zeichnen, Geometrie, Arithmetik, Philosophie, Geschichte, Musik, Medizin, Astronomie unterrichtet. Die RKK verbietet nach Augustinus von Hippo diese Art von Wissen als nutzlos eitel. Die Alexandria Bibliothek wird 48 v.C. und dann 389 n.C. von Christen angezündet, wie die Bücherverbrennung in der 95,2% christlichen NAZI Diktatur Hitlers. In der RKK bestimmen Fast-Analphabeten mit ewig wahren Mythen was Wissenschaft sein darf und vernichten nicht konforme Schriften über Medizin, Mathematik, Astronomie sowie das römische Bauwesen und Ingenieurwesen. Der Analphabetismus der Gesellschaft wird für 1.200 Jahre zur 100% Normalität. Der ewig wahre RKK Glaube wird mit Heiliger Inquisition, gerechten Kriegen, Scheiterhaufen, Folterung und Zensur gültig bis 1965 durchgesetzt. Die Klöster und Bischofspaläste sind voll mit Büchern über den heiligen Gotteshumbug, kritisches Denken ist Blasphemie, der Papst legt dogmatisch alles auf ewig fest.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zippzapp 17.10.2014, 12:01
9. Schwachsinn

Es liegen und lagen Millionen an ungenutzten Studiengebühren auf Konten der Universitäten, weil die Hochschulen gar nicht wussten, wohin mit dem Geld. Ich erinnere mich dunkel, dass die Hamburger Hochschulen Anfang 2011 auf 35 Millionen Euro ungenutzter Studiengebühren saßen. In Bayern waren es Ende 2011 sogar über 60 Millionen Euro. Es wurden weder neue Lehrstühle geschaffen noch für bestehende Lehrstühle neues Personal angestellt. Die dringend benötigten zusätzlichen Kapazitäten an Vorlesungsräumen wurden ebensowenig geschaffen. Allenfalls wurden bestehende Gebäude saniert.
Jetzt muss man nur noch erklären, was es denn heißt, wenn erklärt wird, die Hochschulen seien völlig unterausgestattet.

"500 Euro tun niemandem weh". Völlig weltfremd. Manche Studenten arbeiten 80 Stunden die Woche, 40 für's Studium, 40 für den Unterhalt und kriegen das nur mit Unterstützung hin.
"Studenten sollen für das Studieren bezahlen" Ja, was machen Studenten denn? Sie zahlen Semestergebühren, ziehen in die Universitätsstädte, geben dort ihr Geld aus, arbeiten dort, zahlen teilweise Zweitwohnsitzsteuer usw. usw. Das landet direkt oder indirekt in den Kassen der Länder. Das Geld ist also da. Wenn es bei den Hochschulen nicht ankommt, stimmt entweder was im Haushalt, der Verteilung der Mittel oder generell in der Hochschullandschaft des Landes nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4