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Universitäten: Hochschulrektoren vermissen Studiengebühren
DPA

Deutschlands Hochschulrektoren fordern eine Rückkehr zu Studiengebühren, ihre Hochschulen seien "völlig unterausgestattet".

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ebehrens 18.10.2014, 17:56
30. Die HRK denkt zu konservativ - Wir brauchen eine Vorwärtsstrategie

500 Euro für jeden Studierenden in jedem Semester waren ein politischer Misserfolg, der vorauszusehen war. Kredite waren ein Angebot an Studierende mit armen Eltern oder mit Konflikten mit ihren Eltern. Diese Lösung wurde abgewählt in einem Bundesland nach dem anderen. Andere Vorschläge gab es schon lange, aber bei Wiedereinführung der Studiengebühren Mitte des vergangenen Jahrzehnts wurden sie nicht aufgegriffen. – Studiengebühren der traditionellen Art tragen nicht die Studierenden sondern deren Eltern. Zwar schulden die Studierenden der Hochschule die Gebühren, aber sie können sie sich im Rahmen des Ausbildungsunterhalts von ihren Eltern holen. Studierende empfinden es jedoch als unangemessen, ihre Eltern anbetteln und belasten zu müssen. Daher solidarisieren sie sich alle gegen Studiengebühren - auch wenn sie der Überzeugung sind, dass ihre eigenen Eltern die Studiengebühren bezahlen können, ohne selbst in Not zu geraten. – Wenn die Hochschulen mehr Geld brauchen, sollten sie umfassender denken und nicht nur an die Füllung ihrer eigenen Kasse. Was ist wirklich sozial zukunftsfähig? – Jeder Student - egal, ob seine Eltern reich oder arm sind; egal, ob er Einzelkind ist oder viele Geschwister hat - sollte Beiträge zu den Kosten seines Studiums selbst bezahlen müssen und nicht abwälzen können auf seine Eltern oder den Staat (BAföG-Bedarf). Abgesehen von den wenigen, die schon früh geerbt haben oder schon früh erfolgreich berufstätig waren, haben die Studierenden während des Studiums nicht genug Geld, um sofort fällige Studienbeiträge zu zahlen. – Erst nach einem erfolgreichen Einstieg in den Beruf, der nicht nur abhängig ist von der Anstrengung der Studierenden im Studium, sondern auch von erfolgreicher Lehre der Hochschulen, können die Ehemaligen ihrer Hochschule etwas bezahlen. Darauf sollten die Hochschulen vertrauen; sie sollten mit künftig fälligen Ansprüchen zufrieden sein und sich darauf verlassen, dass sie selbst für Banken bessere Schuldner sind als ihre Studierenden, deren Studienerfolg nicht die Banken, aber sehr wohl die Hochschulen beurteilen können. Sie sollten sich daher die Mühe machen, ihre Studierenden selbst auszuwählen, und sich diese nicht mehr von der Schulverwaltung zuweisen lassen. – Wenn die Hochschulen mehr auf sich selbst und ihr Leistungsvermögen in der Auswahl der Studierenden und in der Lehre vertrauen, werden sie vom Staat kein starres Gebührensystem verlangen, sondern nur die Erlaubnis, mit ihren Studierenden privatrechtliche Verträge über Studienbeiträge während ihrer Berufsphase abzuschließen. Dann werden sie mit den Studienfächern beginnen, in denen ihre Studierenden besonders gut voraussehbare Erfolge im Beruf haben. Sie werden die Beiträge nach den Kosten ihrer verschiedenen Studiengänge und den Berufsaussichten variieren und in der Ausgestaltung ihrer privatrechtlichen Verträge ihren Studierenden so weit wie möglich entgegenkommen. Der Wettbewerb der Hochschulen wird nicht nur zu Verbesserungen in der Lehre sondern auch zu immer sozialverträglicheren Vertragsgestaltungen führen. – Eckhard Behrens, Heidelberg

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albart12 19.10.2014, 04:02
31. absetzen. ohne wenn

und aber. die Lehre ist letztemal nicht besser geworden und bei Wiedereinführung wird sie immerloch so bleiben bis auf die schlechte Laune des lehrpersonals.
500 hundert Euro !! das ist ein Monat minijoblohn wovon viele Menschen in diesem Land schon träumen. es ist an der Zeit das die reichen und Eliten tief in ihre Taschen greifen.
es reicht.
nix oder nur so tun als ob und noch frech sein. 500 Euro ohne Ausnahmen . davon leben Menschen ein Monat lang. woher das geld? klauen, koks verkaufen, kriminell werden, Studentinnen gehen auf den strich.
also wirklich!!! macht mich zum Mathe prof und ich halte die Vorlesung für die halfte. damit auch die studieren können, die es auch verdienen.

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alfistone 19.10.2014, 10:24
32. Es ist nur gerecht

dass jeder Student einen kleinen Beitrag leistet, und mehr sind 500 € verglichen mit den gesamten Kosten eines Studiums nicht. Der größte Teil wird ohnehin vom Steuerzahler finanziert, aber für eine Leistung, von der man selbst profitiert, sollte man auch selbst etwas bezahlen. Schließlich verdient ein Akademiker später auch viel mehr. Wichtig ist, dass es ein funktionierendes Studienkreditsystem gibt. Und ich finde, es ist auch jedem Studenen zumutbar, einen Nebenjob für ein paar Stunden die Woche zu haben und sich selbst ein wenig zu finanzieren. Andere schaffen es doch auch!

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feurig 19.10.2014, 16:08
33.

Ja, aber um die Gebühren niedrig zu halten sollte man einfach die Studienplätze für Ausländer streichen, sowie auch die volkswirtschaftlich unsinnigen Studiengänge wie Gender Studies etc.

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DiscoStu 19.10.2014, 16:20
34. Rektoren sollen das Geld besser verwalten!

Anstatt, dass die ASten das Geld für unnütze Referate, Maskottchen (Uni Gießen) oder ähnliches verwenden, sollten die Rektoren lieber darauf achten, wie sie mit den ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln besser Haushalten.

Etwas von den Studenten einzufordern, was durch die Länder kompensiert wurde, ist widersinnig und dreist.

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knoch 30.10.2014, 21:07
35.

Für alle, die (noch) keine Kinder haben: Im größten Teil NRWs gibt es für Bildung bereits Gebühren, nämlich für den Kindergarten (hab gehört, dass es in Düsseldorf keine Gebühren geben soll...;-))! Solange wir diese Gebühren ganz am Anfang der Bildungskarriere verlangen, brauchen wir über Studiengebühren überhaupt nicht zu reden. Die Kindergartengebühren werden dem Einkommen der Eltern entsprechend erhoben. In meinem Fall, hätte ich alle meine drei Kinder mit Studiengebühren zur Uni schicken können und hätte noch etwas übrig gehabt.... Komisch, dass die Leute ihre Kinder immer noch in den Kindergarten schicken....

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