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Unterhaltsklagen: "Ich hoffe, meine Eltern sterben bald"
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Wenn die Mutter oder der Vater keinen Unterhalt zahlen, zersplittern viele Familien vor Gericht. Vier Scheidungskinder erzählen, wie es ist, die eigenen Eltern zu verklagen.

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susuki 12.08.2018, 05:09
20.

Tya, die Lösung heisst Vasektomie...

Alternativ das vorgängige Ansparen der Lebens- und Ausbildungskosten der genetischen Abkömmlinge.

Insgesamt betrachtet auf keinen Fall standesamtlich Heiraten.

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maxm-m 12.08.2018, 05:50
21. Ein wichtiger Teil fehlt

In diesem Artikel fehlt ein wichtiges Teil im Puzzel: Das gottverdammte BAföG-Amt!
Dass das Studium nicht nur Paty ist, sondern nebenbei auch gearbeitet werden muss und es trotzdem knapp ist, wissen auch Kinder, bei denen die Eltern Unterhalt zahlen. viele finanzielle Nöte ließen sich aber vermeiden, wenn das Loch von BAföG-Amt kompetent arbeiten würde, nicht sinnlos auf kleinsten Details rumhacken würde, die man auf Grund von Kontaktabbruch sowieso nicht klären kann und wenn es seine Aufgaben in einem angemessenen Zeitraum erledigen würde. Aber nein, wenn man mit denen zu tun hat, bekommt man jedes Mal den Eindruck, dort arbeiten nur Menschen, die in einer Behörde nicht genommen wurden, weil sie selbst denen zu langsam und inkompetent waren

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spellbound 12.08.2018, 06:23
22. Bitter aber wahr

Nachdem weder mein Erzeuger noch meine Mutter (inkl. deren x-tem Kerl) irgendetwas zahlen wollten und ich noch zu Schulzeiten auf der Strasse stand (keine Metapher), wagte ich mit 18 (hier erfuhr ich auch erstmalig, dass mein Erzeuger keiner der diversen "Zwischenväter" war) den Schritt zur Klage. Mein Erzeuger kam zusammen mit dem seinem Tennis-Kumpel aka dem Richter zum Gericht seines Heimatortes, mein "Anwalt" eine halbe Stunde zu spät.
Es endete in einem Vergleich, da ICH nicht nachweisen konnte, wieviel mein Erzeuger und meine Mutter verdienen.
Geld gab es nie. Gesehen habe ich ihn genau dieses eine Mal, meine Mutter auch schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
Aber beide kündigten damals an, sich ihren Lebensabend von mir finanzieren zu lassen. Und so wie es aussieht, arbeiten beide darauf hin. Ganz im Sinne des Gesetzes.

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katjastorten 12.08.2018, 06:30
23. Lasst den Kummer raus

Niemals würde ich meinen Eltern Unterhalt zahlen. Eher geh ich pleite. Meine Eltern haben mich beide mit 14 sitzengelassen und seitdem schlage ich mich allein durch. Ich bin jetzt 57, finanziell sehr erfolgreich, aber natürlich in psychologischer Betreuung. Keinen Cent gibt es!

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rainer24 12.08.2018, 07:18
24. Alte Zöpfe abschneiden

Das Unterhaltsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) stammt aus dem 19. Jahrhundert. Zugeschnitten auf Grossfamilien auf Bauernhöfen, Handwerk usw.. Grosse Änderungen hat es seither hier kaum gegeben, nur leben wir in einer anderen Welt.
Schneiden wir den Zopf ab und streichen das Unterhaltsrecht komplett, Was wird sich ändern? Zeige ich meinen Kindern eine lange Nase, wenn sie ein Eis wünschen oder lasse ich sie gar verhungern?
Der Staat übernimmt bereits jetzt Unterhaltsleistungen. Nicht nur im engeren Sinne bei Unterhaltschuldnern, sondern in Form seiner Daseinsvorsorge von der alle profitieren können. Pflege und Kinderbetreuung wurde teilweise aus der Familie zur Gesellschaft delegiert. Unzählige Leistungen werden ohne die Prüfung der Leistungsfähigkeit anderer Generationen gewährt. Kein Mensch käme bei der Anmeldung für den Kindergarten auf die Idee zu fragen, ob die Kinderbetreuung alternativ durch die Grosseltern erfolgen könne. Trotzdem decken diese, ohne gesetzliche Verpflichtung, viele Stunden ab.
Wäre es nicht einfacher, Streitfälle zu vermeiden, die funktionierende Familien über Generationen zerrütten können und den Zugang zu Leistungen wie Bafög, Hilfe zur Pflege usw. unabhängig von der Leistungsfähigkeit anderer Generationen zu machen?
Als Steuerzahler muss ich schon für Vieles aufkommen, was für mich weniger Sinn macht. Die Argumentation mit Millionärskindern mit Bafög berührt mich nur wenig, da es auch nur wenige geben wird.

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PriseSalz 12.08.2018, 07:22
25. Traurig aber wahr

Zitat von majakovskij
Es ist nur angemessen, wenn der Staat mittlerweile in einem solchen Maß Unterhalt bezahlt – schließlich verantwortet er durch zynische Gerichtsverfahren – „Kindeswohl“ – und unrechtes Recht (bis vor kurzem erhielten „unverheiratete“ Väter nicht einmal das gemeinsame Sorgerecht – die Bundesrepublik musste erst verurteilt werden, damit sich dies änderte) in vielen Fällen das schlechte Verhältnis zwischen Eltern (meist Vätern) und Kindern. Kein Umgang, kein Unterhalt, kein Umgang, kein Unterhalt. Was ist hieran so schwer nachzuvollziehen? Mütter und Väter, die auf Grund ihrer Verantwortungslosigkeit keine Kinder verdienen, gibt es immer wieder, das lässt sich rein biologisch nicht vermeiden, aber Eltern, die ihren Kindern den anderen Elternteil entziehen –*also sich in die Beziehung der Kinder zu IHREM anderen Elternteil einmischen – sollten schlicht ihr Sorgerecht/Erziehungsrecht (zunächst auf Zeit) verwirken. Wäre die Rechtslage hier klar – denn es handelt sich um Misshandlung, die einer physischen Vergewaltigung in nichts nachsteht –, könnte man sehen, wie schnell alle Seiten zur Vernunft kämen (natürlich nicht die Eltern, die von sich aus und von Anfang an keinen Kontakt zu ihren Kindern möchten). Ein „Kindeswohl“ aber lässt sich gar nicht bestimmen: Ursächlich nachvollziehbar, in der Praxis absurd. Der Begriff ist dehnbar bis zum Himmel – wer wüsste letztlich wirklich, was für einen Menschen „gut“ ist? (jenseits Abwendung von effektiven Gefahren / Verbrechen). Der Unterhaltsanspruch der Eltern gegen Kinder gehört abgeschafft, ebenso derjenige erwachsener Kinder gegen die Eltern. Hierfür gibt es Bafög (welches natürlich vom Elternverdient entkoppelt werden sollte).
Mir wurde nach - Trennung von der Mutter meiner Tochter - ein 'Besuchsrecht' eingeräumt. Alle 14 Tage für drei Stunden, denn dies sei 'dem Kindeswohl förderlich'. Für ihren Unterhalt musste ich trotzdem in einer Höhe aufkommen, die locker auch noch die Grundversorgung der Mutter einschloss. Obwohl sie selber über nicht unerhebliches Einkommen und Vermögen verfügte. Klar kenne ich auch Väter die sich jeder Verantwortung entziehen. Aber die sind wohl in der absoluten Minderheit, und in solchen Fällen tritt das Sozialamt mit Vorlage ein. Allerdings ist diese Vorlage, gemessen an dem was uns Zahlvätern aufgedrückt wird, lediglich ein Taschengeld.

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patrick6463 12.08.2018, 07:38
26. Unterhaltspflicht für Volljährige abschaffen

Ich finde man sollte die Unterhaltspflicht für Volljährige ganz abschaffen. Entweder ist man Volljährig, dann kann man auch für sich selber die Verantwortung übernehmen - oder eben nicht. Dafür Bafög unabhängig vom Einkommen der Eltern. Meinetwegen auch mit kompletter Rückzahlung nach dem Studium um das zu Finanzieren.

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chrismuc2011 12.08.2018, 07:54
27.

Der Vater und die Mutter konnte den Unterhalt nicht oder nur unzureichend bezahlen mangels Masse; da wünscht das Kind den Eltern den Tod, weil es nicht studieren kann oder nur unter Mühen. Was für ein Kind ist das?

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mydryn 12.08.2018, 08:01
28. Das juristische Prozedere ist schlichtweg falsch

Ein unterhaltsberechtigter muß immer zuerst tätig werden, bevor er seinen berechtigten Unterhalt erhält. Insbesondere Alleinerziehende haben vielfach weder Zeit noch Kraft oder Kenntnis, solch einen langwierigen Prozeß durchzuführen. Es wäre vernünftiger und auch sinnvoller, wenn jeder Unterhaltsberechtigte seinen Unterhalt an den Staat abtreten muß, der für die Unterhaltszahlung in Vorlage zu treten hat.
Dadurch würde vielfach der Streß bei den Unterhaltsberechtigten abgebaut werden, weil (wie schon oft) der Unterhaltspflichtige mal wieder nicht gezahlt hat.
Der Staat wird schon dafür sorgen, daß er sein Geld erhält..

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drsamatha 12.08.2018, 08:06
29. Nur ein kleiner Teil verklagt die Eltern

Leider traurige Realität, ich habe beruflich bedingt immer wieder mit solchen Schicksalen zu tun. Ganz schlimm dann die Fälle, in denen Eltern den Kindern dann noch einen Studienkredit aufschwatzen und zusätzlich noch Geld von Ihnen verlangen, wenn diese noch zu Hause leben.
Die Schwelle die eigenen Eltern dann zu verklagen ist für die meisten Kinder enorm hoch. Ich schätze mal, dass das weniger als 10% sind. Ein wirklich trauriges Schicksal und eine leider recht weit verbreitete Form der emotionalen Misshandlung. Häufig getrieben von dem Wunsch der/m Partner/in eins auszuwischen.

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