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Unvereinbarkeit mit SPD-Mitgliedschaft: Partei grenzt sich von ultrarechten Burschens
DPA

Stramm rechte Akademiker und völkische Ideologen passen nicht zur Sozialdemokratie, findet die SPD. Deswegen beschloss jetzt der Vorstand: Eine Mitgliedschaft in Partei und Deutscher Burschenschaft ist künftig unvereinbar.

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dr.w 23.06.2014, 21:30
10. nach diesem Beschluß....

hätten weder mein Großvater noch Vater Mitglied der SPD sein dürfen... was beide umso mehr erzürnt hätte, als mein Großvater als Lehrer und SPD-Mitglied nach der Machtergreifung von seinen Schülern auf offener Straße verprügelt und kurz darauf aus dem Schuldienst entlassen wurde (ich selbst habe die Akte darüber gelesen!). Mein Vater hat immer sowohl aktiv am burschenschaftlichen Leben als auch an der Parteipolitik teilgenommen - ich habe mir beides erspart!
Und ich weiß nun warum: schämt Euch in der SPD.
Aber was soll man von einer Partei auch halten, die sich zwar sozial nennt aber z.B. Hartz IV Beziehern immer höher Stromkosten auferlegt und dessen Vorsitzender dazu meint, es sei allen zuzumuten, die € 40,-- mehr zu zahlen zur Rettung von Arbeitsplätzen. Ob er so wohlgenährt wäre, müßte er von Hartz IV leben?!
Zur Beruhigung sei gesagt: das C bei den beiden anderen Regierungsparteien ist auch nur Hohn...

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ralle89 23.06.2014, 21:59
11. Lesekompetenz

Wie immer. .richtig lesen..es werden nicht alle Burschenschaften ausgeschlossen, nur die in dem rechtslastigen Dachverband DB sind. Die Liberalen und linksliberalen Burschenschaften haben zurecht diesem rechten Haufen schon längst den Rücken gekehrt und sind vom Ausschluß dem entsprechend nicht betroffen. Ich sage, richtig so SPD.

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kappesstepp 23.06.2014, 23:26
12. Das ist doch

Zitat von sysop
Stramm rechte Akademiker und völkische Ideologen passen nicht zur Sozialdemokratie, findet die SPD. Deswegen beschloss jetzt der Vorstand: Eine Mitgliedschaft in Partei und Deutscher Burschenschaft ist künftig unvereinbar.
die Partei, in der ein gewisser Th. Sarrazin weiterhin Mitglied ist? Nicht irgendein biersaufender Burschenschafter, sondern ein publizistischer "Vordenker" des sich "wissenschaftlich" gebenden Rassismus? Das war doch diese Partei, da liege ich doch richtig? Zwanzig oder meinetwegen auch fünfzig Kostümhanseln, die keiner kennt, ausschließen ist keine Heldentat, das ist einfach und sorgt für preiswerten Applaus. Th. S. zu behalten, ist eine Schande, die man der SPD täglich 24 Stunden lang vorhalten sollte. Ohne Pause.

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kugelsicher 23.06.2014, 23:55
13.

So eine Konsequenz würde man sich mal von der AFD wünschen.
Gut gemacht SPD.

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blauzunge 24.06.2014, 01:03
14. Selbst bestimmen

Die SPD kann ja selbst bestimmen wen sie als Mitglied will. Als riesengroße Volkspartei besteht aber keine Gefahr der Unterwanderung, so daß den Schritt so nicht nachvollziehen kann. Man vergibt sich so die Möglichkeit Sozialdemokratisches Gedankengut in die Burschenschaften zu bringen, denn es ist ja wohl davon auszugehen, daß jemand, der der SPD beitritt auch deren Werte teilt.

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riskreversal 24.06.2014, 02:56
15. Ueberfluessig

Es ist ja schon bedauerlich, was fuer arme Wuerstchen diese Rechtsausleger sind, aber es ist ebenso wenig lobenswert, die gesamte Burschenschaft ueber einen Kamm zu scheren. Ich persoenlich habe zwar keine Affinitaet zu Burschenschaftern, ich bin Koesener Corpsstudent und lobe mir das liberale Leitmotiv in unserem Verband. Und bevor ich nun auch gleich von ein paar frustrierten Sozialarbeitern, Lehrern und was weiss ich in den gleichen Topf geworfen werde: Ich bin weder rechts orientiert, noch habe ich jemals rechts gewaehlt.

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freko 24.06.2014, 10:10
16. Typisch

... ist leider wieder einmal für den Spiegel, dass ein Bild gewählt wird, das nur Burschenschafter abbildet, deren Verbindungen der Dachverband Deutsche Burschenschaft bereits verlassen haben.

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cs01 24.06.2014, 15:43
17.

Zitat von peter_1974
Bestehen da überhaupt personelle Überschneidungen? Geht es der SPD hier tatsächlich um ein inhaltliches Thema, oder wollen die sich einfach mal wieder ins Gespräch bringen und ihre Vereinsmeierei demonstrieren?
Ich persönlich kenne durchaus Burschenschafter, die in der SPD sind. Einige dürften auch noch in der DB sein.

Gut, das sind jetzt keine Prominenten, alles "unwichtige" einfache Mitglieder. Aber insgesamt dürften es bedeutend mehr als die 20-50 kolportierten Leute sein.

Na ja, es dürfte kein Problem sein, ein paar Jusos für die anstehenden Säuberungen zu gewinnen.

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feder2424 28.06.2014, 08:12
18. Und was nun?

Und was macht die SPD mit ihrem Ur-Mitbegründer Lasalle?
Der war auch Burschenschafter.
Und es gibt auch noch einige bekannte SPD Mitglieder, die z.B. in NRW der SPD u.a. in Ministerposition zur Verfügung standen.

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