Forum: Leben und Lernen
Urteil: Schnellballschlacht gehört zum Lehrerberuf
dapd

Schneeballschlachten auf dem Schulhof sind verboten - ein Lehrer machte trotzdem mit. Er wurde schwer am Auge getroffen und musste sich operieren lassen. Kein Dienstunfall, fand die Stadt Freiburg. Doch, entschied ein Gericht. Der Mann habe mittoben müssen, sonst hätte er sich lächerlich gemacht.

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Leser161 07.01.2013, 19:45
10. Schwierig aber richtig

Ich weiss nicht ob ich es gutheissen soll, dass der Lehrer an der Schneeballschlacht teilgenommen hat. Das kann man so und so sehen.

Richtig finde ich jedoch, dass er davon keinen Nachteil hat. In einer solchen Situation muss man spontan entscheiden, was zu tun ist. Hätte der Mann vielleicht zunächst einen Anwalt befragen sollen oder ggf. erst bei seinem Dienstherrn einen Antrag auf pädagogische Schneelballschlacht stellen sollen?
Wo kommen wir denn dahin wenn jede kleine alltägliche Entscheidung erst auf ihre juritische Korrektheit geprüft werden muss?

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hjm 07.01.2013, 20:48
11.

Wie wäre die Sache ausgegangen, wenn ein Ball des Lehrers das Auge eines Schülers getroffen hätte? Körperverletzung im Amt? Und hätten die Kommentare hier dann auch den Tenor cooler Typ?

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Moewi 07.01.2013, 21:46
12.

Zitat von hjm
Wie wäre die Sache ausgegangen, wenn ein Ball des Lehrers das Auge eines Schülers getroffen hätte? Körperverletzung im Amt? Und hätten die Kommentare hier dann auch den Tenor ?
Nö. Notwehrexzess ;o)

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TS_Alien 07.01.2013, 22:07
13. .

Bei Klassenfahrten oder Ausflügen macht man schon einmal bei einer Schneeballschlacht mit. Aber auf dem Schulhof ist das Werfen von Schneebällen richtigerweise verboten. Weil zu viel passieren kann. Aus einem Schneeball kann sehr schnell ein Eisball werden. Unbeteiligte können getroffen werden. Da muss man als Lehrer einschreiten.

Trotzdem ist da Urteil gut. Denn als Lehrer sollte man auch einmal Regeln kurzzeitig "vergessen" dürfen, ohne gleich mit gravierenden Konsequenzen rechnen zu müssen.

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miles2hh 07.01.2013, 23:13
14. Ja, ja

die Bedenkenträger!

Merken die eigentlich, wie sehr sie sich im Netz immer neuer Sicherheitsanforderungen selbst verheddern?

Ein Leben ohne Risiko ist doch steril! "Seien Sie vorsichtig, der Kaffee könnte heiß sein!" "Prüfen Sie das Duschwasser, es könnte sie verbrennen!" "Watch your step!" "Deck might be slippery when wet!"

Wer nicht selbst weiß, daß Kaffee (zu) heiß sein kann oder ein Schiffsdeck bei Nässe schlüpfrig wird, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen!

Das Problem ist doch wohl eher, daß die Kinder heutzutage alle kleine und rücksichtslose Egoisten sind, die sich gar nicht vorstellen können oder wollen, daß man andere mit zu harten Schneebällen auch verletzen kann. Das Erziehungsgeschäft bei uns ist doch in reine Hysterie ausgeartet, "menschlich" ist das nicht! Krampf aber schon!

Sind denn alle schon zu einfältigen Trotteln mutiert, die ständig eine staatliche Gouvernante im Nacken sitzen haben müssen? Ich dachte, wir seien "mündige Bürger", die keinen Vormund brauchen??

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guaack 07.01.2013, 23:53
15. Widerspruch, hätte er nicht.

Zitat von sysop
Schneeballschlachten auf dem Schulhof sind verboten - ein Lehrer machte trotzdem mit. Er wurde schwer am Auge getroffen und musste sich operieren lassen. Kein Dienstunfall, fand die Stadt Freiburg. Doch, entschied ein Gericht. Der Mann habe mittoben müssen, sonst hätte er sich lächerlich gemacht.
er hätte dem ein Ende setzen müssen. Man stelle sich vor, der "Eis/Stein"-Ball hätte eine Schülerin oder einen Schüler am Auge getroffen..: Bei harmlosem Pulverschnee hätte es (außer bei einer erheblichen Sehbehinderung) nie und nimmer so eine Verletzung gegeben.

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nichtnotwendig 07.01.2013, 23:55
16. lgr/dpa/dapd Wer hat gepennt (oder keine Ahnung)?

" Kein Dienstunfall, fand die Stadt Freiburg"
Die STADT Freiburg hat damit NICHTS zu tun!
Dienstherr von Lehrern ist das LAND (hier vertreten durch das Regierungspräsidium Freiburg) und NICHT DIE STADT Freiburg!
Setzen, mangelhaft ;-)

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mickt 08.01.2013, 00:04
17. Gute Entscheidung

Gerichte können also auch klug und lebensnah entscheiden. Sehr gut! Weiter so!

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Zephira 08.01.2013, 05:50
18.

Zitat von TS_Alien
Trotzdem ist da Urteil gut. Denn als Lehrer sollte man auch einmal Regeln kurzzeitig "vergessen" dürfen, ohne gleich mit gravierenden Konsequenzen rechnen zu müssen.
Nein, solche Personen sollten lebenslanges Schulverbot erhalten. Das kurzzeitige "Vergessen" von Sicherheitsregeln führt zu Verletzten und Schlimmerem. Warum dafür der Steuerzahler jemals geradestehen soll ist nicht einzusehen.

Vorschlag zur Güte: Jeder, der das Urteil nicht 100% schwachsinnig findet, verpflichtet sich, monatlich einen Teil seines Einkommens in einen Fond zu spenden. Aus diesem Topf werden dann die Kosten bezahlt, die entstehen, wenn die Sache schiefgeht. Auf die Weise ist allen gedient: Die Lehrer können mitspielen, der Steuerzahler bezahlt nicht für ihren Leichtsinn und die Anzahl der Leute, die dumpfe Urteile bejubeln, wird schlagartig abnehmen.

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wanenheim 08.01.2013, 06:14
19. Schwachsinn

Wie wäre es, wenn der Lehrer mit den Schülern auf dem Schulhof einen Joint geraucht hätte und sich dabei verletzte (er kippt um, weil Joint zu stark)? Auch Dienstunfall? Ein Beamter (Richter) hackt dem anderen Beamten (Lehrer) ....

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