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Urteil zu Kopftuch-Verboten: Karlsruhe kritisiert Bevorzugung des Christentums
DPA

Das Bundesverfassungsgericht hat pauschale Kopftuchverbote für den Schuldienst eingeschränkt. Dass vier Bundesländer in ihren Schulgesetzen das Christentum privilegieren, kritisieren die Richter scharf.

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kanzler-fall 13.03.2015, 23:12
100. ???

Es geht im Koran nicht eindeutig hervor, dass eine Frau ein Kopftuch tragen muss. In der westlichen Welt wird dem Kopftuch ein negativer Symbolgehalt zugesprochen und steht für die Unterdrückung der Frau. Toleriert das Bundesverfassungsgericht damit im weitesten Sinne die Unterdrückung der Frau?

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elhelw 13.03.2015, 23:22
101. Unsere Leitkultur ist Christlich

Unsere Leitkulter ist Christlich und nicht der Islam, wer sich mit dieser Sekte befasst weiß das daraus nichts gutes erwachsen kann.
Der Islam ist gegen alles was wir als Freiheitlich und demokratische Grundwerte bezeichnen. Auch die Toleranz gehört dazu. Das Kopftuch ist das Zeichen der Unterwerfung. Wie passt das zur Gleichstellung von Mann und Frau ?

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Rotter 13.03.2015, 23:41
102. In allen öffentlichen Stellen...

sollte absolute religiöse Neutralität (für ALLE) herrschen, damit u.a. nicht der Hauch eines Verdachts aufkommen kann, den im staatlichen Auftrag Handelnden könnte religiöse Parteilichkeit leiten. Eine religiöse Gesinnung läßt sich so selbstverständlich nicht ausschließen. Aber weil wir in einem Integrationsschlamassel stecken, sollte die religiöse Ausrichtung nicht provokant gezeigt werden. Insofern ist das Urteil FALSCH.

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Tacitus73 14.03.2015, 00:06
103. unverständliche Entscheidung

Zitat von pivot567
Das Kopftuch (welches bekanntermaßen nur den Frauen auferlegt ist) ist im Islam Ausgleich für einen den Frauen immanenten Mangel an menschlicher Würde. Es ist also kein religiöses Symbol, sondern Symbol für die Unterdrückung der Frau! Dem hat das BVG in unerträglicher Weise Vorschub geleistet!
Ich verstehe die Entscheidung des BVG nicht. Das Kopftuch ist nicht einfach ein religiöses Symbol wie die Kippa, die von der Mehrheit einfach als Ausdruck des jüdischen Glaubens wahrgenommen wird. Es steht für viel mehr, es hat eine deutlich politische Komponente, u.a. kann es auch für die Unterdrückung der Frau stehen oder so wahrgenommen werden. Selbst einige Muslime sehen das so. Dieser Deutungsvielfalt hätte das BVG Rechnung tragen müssen. Die Entscheidung wird noch viel Unruhe erzeugen und Unfrieden stiften. Das BVG ist auch nicht mehr das, was es mal war.

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Tacitus73 14.03.2015, 00:41
104. Problematisch

Zitat von marusjia
Wenn es in Deutschland die allgemeine Religionsfreiheit gibt, wieso hat es dann irgendjemanden in und außerhalb der Schule zu interessieren, wer ein Kreuz, wer ein Kopftuch und wer eine Kippa trägt? Solange diese Lehrer nicht anfangen, ihren Schülern etwas von ihrer persönlichen Überzeugung einzutrichtern, sehe ich da keine Probleme. Aber unsere intolerante Gesellschaft sieht das natürlich anders.
Das Problem sehe ich darin, dass das Kopftuch für viele Menschen ein Symbol der Unterdrückung der Frau darstellt- unabhängig davon, was die Trägerin eigentlich damit ausdrücken will. Und diese Interpretation ist vor dem Hintergrund der Lebensrealität von Frauen in der islamischen Welt auch nicht ganz abwegig. Schülern würde nach diesem Verständnis also ein zumindest fragwürdiges Frauenbild in den Schulen vermittelt, das man in den westlichen Gesellschaften bereits überwunden glaubte. Darin sehe ich schon ein gewisses Problem.

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didowo 14.03.2015, 00:58
105. Kopftücher nicht in Schulen

Im Grundgesetz ist die Religionsfreiheit verankert. Das ist auch richtig so. Aber deren Symbole haben nicht mit Religionsfreiheit zu tun. Ein Christ, ein Jude und ein Moslem kann auch ein guter Gläubiger sein, ohne das entsprechende Symbol um den Hals oder auf dem Kopf zu tragen. In staatlichen Schulen haben die Symbole nichts zu suchen, aus Gleichbehandlungsgrundsatz. Wenn jetzt Kopftücher erlaubt werden, dann stellen wir auch Kreuze auf oder jüdische Leuchter. Außerdem sollte man nicht vergessen, das die muslimischen Frauen teilweise von ihren Ehemännern zum Kopftuch tragen gezwungen werden aus weltlichen Gründen. Außerdem sind wir das christliche Abendland, mir sind Christen bekannt, die sich langsam dem Verdrängungsprozess ausgesetzt sehen.

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aat 14.03.2015, 01:50
106. BVG-Richter

Das Richter nicht unfehlbar sind, ist bekannt. Das aber Richter am BVG so schlecht recherchieren, daß ein solches Fehlurteil gefällt wird, das ist erschreckend. Allein die Tatsache das die Klägerinnen ihre Kopfbedeckung so hoch bewerten das sie dafür vor Gericht ziehen, ist Beweis genug für ihre rückständige - lediglich religiös motivierte - Lebensweise !!! In diesem Land ist Religion eine private Sache. Kaum jemand will das in der Öffentlichkeit haben. Auch jeder Lehrer lebt seine Religion in seinem Privatleben, nur die Muslime brauchen wieder eine Ausnahme und wollen ihre Religion - und damit verbunden den Druck auf die Schülerinnen und Schüler - auch am Arbeitsplatz haben. Das braucht hier niemand ! Frauen die unbedingt bei der Arbeit ihre mittelalterliche Denkweise ausleben wollen gehören einfach nicht in den Schuldienst - egal, was sie studiert haben. Allein das Tragen des Kopftuches zeigt ausreichend, dass diese Frauen nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind. Im Klassenzimmer will ich solche Lehrerinnen nicht sehen. Dazu kommt, dass solche Lehrkräfte eben genau das Missionieren und ein Einmischen praktizieren werden. Könnten sie klar denken, würden sie kein Kopftuch tragen !

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helmutkuhn 14.03.2015, 02:34
107.

Zitat von keinereiner
Und wie soll man Ideologien verbannen? Jede Gesellschaftsform geruht auf irgendeiner Ideologie egal ob Sozialismus, Liberalismus ... Wiki sagt: " Eine der idealen Grundbedingungen für eine Ideologie sei die Annahme, dass es keine Ideologie gäbe."
Ja, und nicht nur jede Gesellschaftsform beruht auf einer Ideologie, sondern jeder Mensch hat eine. Man kann sie nicht verbannen. Und jeder hat auch ein Recht darauf sie zu haben. Ideologien werden auch in den Schulen auf die Schüler übertragen. Es gibt damit keine "neutrale" Bildung bzw. Erziehung. Jeder Lehrer und Erzieher beeinflusst ideologisch. Die meisten Menschen die in Deutschland leben, sind aber auch religiös. Ist jetzt aber die religiöse Überzeugung unrechtmäßig? Warum dürfen Ideologien (die nicht selten sehr fragwürdig und sogar extrem (falsch) sein können) aber keine religiösen Überzeugungen in den Schulen weitergegeben werden?
Meines Erachtens nach ist keines von Beiden zu verbannen. Wir brauchen beides.

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isaban 14.03.2015, 03:54
108.

Ich finde jemand sollte ganz genau seine Worte wägen etwas leichtfertig als religiöses Symbol zu betiteln und neue Ängste in der Gesellschaft schüren. Allein, dass es bis zum Bundesverfassungsgericht brauchen musste ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, die jedem zu denken geben sollte.

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muffpotter 14.03.2015, 05:17
109. Wunder, Wunder!

Die Richter des BVerfG werden von der Politik nach Proporz ausgewählt. Wen wundern da deren Urteile zu Islam, EU, Euro, sog. Asyl....???
Ich fühle mich in meinem Land schon lange nur noch als Zahlochse, der gefälligst zu akzeptieren hat, was Menschen festlegen, denen das Wohl Deutschlands nicht im Geringsten zu interessieren scheint!

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