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Urteil zu Kopftuch-Verboten: Karlsruhe kritisiert Bevorzugung des Christentums
DPA

Das Bundesverfassungsgericht hat pauschale Kopftuchverbote für den Schuldienst eingeschränkt. Dass vier Bundesländer in ihren Schulgesetzen das Christentum privilegieren, kritisieren die Richter scharf.

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garfield 14.03.2015, 22:19
130.

Zitat von bekkawei
Das Kopftuch ist eben kein religiöses Symbol. Während z.B. Kippa oder Kreuz freiwillig hetragen werden, ist das bei der Verschleierung der muslimischen Frauen, die bei Haarbedeckung beginnt mit demKopftuch, und bei Ganzkörperverhüllung wie Nikab, Tschador oder gar Burka endet, eben nicht der Fall. Die überwältigende Mehrheit aller "kopfbedeckten" Muslima weltweit tut dies unter Zwang von staatlicher oder öffentlicher Seite oder von familiärer gesellschaftlicher Seite so gut wie immer in dem Bewusstsein bei Zuwiderhandlung eine gewaltige Strafe zu erleiden.
Hm, wenn diese Arten der Kleidung also keine religiösen Symbole sind, warum werden dann Frauen weltweit unter Androhung gewaltiger Strafen gezwungen, diese zu tragen?

Aber ich bin tief beeindruckt, wie viele Muslima weltweit Sie kennen.

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aat 15.03.2015, 01:09
131. Urteil

Zitat von austenjane1776
Inhaltlich mag man das Urteil verstehen. Aber - der öff Dienst ist zur Neutralität verpflichtet. Ich neige da der härteren" Mentalität zu, analog der Polizei usw. Das heißt, eine religiöse Betätigung oder "Bekenntnis" oä gehört komplett in die Freizeit. In der Schule nur "Freiheitlich-demokratische Grundordnung". Das haben wir geschworen. (...)
So sollte es auch sein. Leider haben die Richter in ihrem Urteil übersehen, dass die Hardliner unter den Islamisten sich viel Zeit lassen. Die "Kopftuch-Ayse" vor der Tafel wird nicht aggressiv missionieren. Sie wird allein durch ihr Auftreten schon Druck auf die Schüler und besonders die Schülerinnen ausüben. Sie wird durch Anmerkungen und Bemerkungen und Randkommentare insbesondere Schülerinnen beeinflussen. Gerade in der Grundschule und den ersten Jahren der weiterführenden Schulausbildung sind Lehrer und Lehrerinnen Bezugspersonen mit Vorbildfunktion. Die Islamisten und ewig gestrigen Hardliner haben hier einen sehr wichtigen Schritt Rückwärts erstritten. Meine Frau (Lehrerin und Muslimin ohne Kopftuch) sagte dazu nur: In 20 Jahren werdet ihr die Konsequenzen dieses Urteils erleben. Bis dahin werden die Hardcore-Muslime die Kinder und die Gesellschaft unterwandern. Ich denke, das braucht keinen weiteren Kommentar.

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Dengar 15.03.2015, 01:12
132. Eieiei

8. Jede öffentliche Darstellung....
grenoble 13.03.2015
[Zitat von gmbranzeigen...] ...des Glaubens ist eine nonverbale Auforderung sich mit dem Bekenntnis des Trägers dieses Glaubens auseinanderzusetzen und damit die Vortstufe zum Missionierungsversuch." Zitatende. -------------- Das ist Glatteis. Denn jeder öffentlich zur Schau gestellte Ehering...usw. - Wir brauchen einen säkularen Staat, und zwar schleunigst! Keine Privilegien mehr für irgendeine Kirche, zumindest nicht im öffentlichen Raum. Das beinhaltet auch die Abschaffung sämtlicher konfessioneller Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser und Altersheime, die eh alle zu 95 Prozent vom Steuerzahler finanziert werden. Den Rest können wir auch noch wuppen. Dann wäre das BVerfG auch zufrieden. - Ach ja, und die Präambel des GGs müsste geändert werden, und last but not least die CDU/CSU verboten:-)

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002614 15.03.2015, 10:07
133. also wirklich !

Zitat von Dengar
8. Jede öffentliche Darstellung.... grenoble 13.03.2015 [Zitat von gmbranzeigen...] ...des Glaubens ist eine nonverbale Auforderung sich mit dem Bekenntnis des Trägers dieses Glaubens auseinanderzusetzen und damit die Vortstufe zum Missionierungsversuch." Zitatende. -------------- Das ist Glatteis. Denn jeder öffentlich zur Schau gestellte Ehering...usw. - Wir brauchen einen säkularen Staat, und zwar schleunigst! Keine Privilegien mehr für irgendeine Kirche, zumindest nicht im öffentlichen Raum. Das beinhaltet auch die Abschaffung sämtlicher konfessioneller Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser und Altersheime, die eh alle zu 95 Prozent vom Steuerzahler finanziert werden. Den Rest können wir auch noch wuppen. Dann wäre das BVerfG auch zufrieden. - Ach ja, und die Präambel des GGs müsste geändert werden, und last but not least die CDU/CSU verboten:-)
so radikal?
Als religiöser Mensch habe ich großen Respekt vor der Gläubigkeit vieler Muslime. Wer in den Wundern der Welt Gott erkennt, hat ein anderes Bewußtsein und diese Haltung muß geschützt sein.

Öffentlich Symbole seiner Haltung zu zeigen finde ich normal. Siehe HSV, oder andere Fanartikel, die die Begeisterung für eine Sache zeigen. Aber am Lehrerpult oder an der Werkbank hat der Fan-Schal nichts zu suchen.

Kopftücher sind die ständige Demonstration der eigenen Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft, die nicht unsere ist.

Die Radikalität, mit der einige ihren Glauben gesellschaftlich vorantreiben, ist schwer erträglich, wird aber von unserem Grundgesetz geschützt! (?)
Wirklich?

Können diese Richter die vielseitigen Interpretationen des Islam durchschauen und davon die einfachen orientalischen Traditionen unterscheiden, die es nicht zu schützen gilt?

Wenn das Kopftuch erlaubt ist, worin besteht der Unterschied zu den verschiedenen Abstufungen dieser Schleier bis hin zur Ganzkörperverschleierung, der Burka, wenn das eben auch religiös begründet wird?

Wo sehen die Richter die Grenzen und womit begründen sie diese?

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trebbien 15.03.2015, 10:32
134. Die Gretchenfrage

Der freiwillige Religionsunterricht - egal welcher - gehört von jeher zu unserem Schulwesen. Dieses Schulwesen hat sich letztlich aus den religiösen Institutionen entwickelt. (Auch im Islam, und im Judentum.)

Es ist völlig richtig, dass der Religionsunterricht indoktriniert. Das geschieht aber auch in anderen Fächern. Bestes Beispiel ist das Schulwesen im so genannten realen Sozialismus. Diese Indoktrinierung war - im Gegensatz zum hiesigen Religionsunterricht - bekanntlich nicht freiwillig.

Ich möchte mir auch in Zukunft die Wahl vorbehalten, von wem ich meine Kinder und Enkel in der Schule indoktrinieren lasse. Der Religionsunterricht der verschiedenen Bekenntnisse soll deshalb in der Schule bleiben, bzw. eingerichtet werden.

Unter diesem Gesichtspunkt sollte es auch selbstverständlich sein, dass die jeweiligen Religionslehrer in ihrem Unterricht ihren Habit zeigen dürfen: Kopftuch, Kippa, Nonnenhaube und römischer Kragen. Eine freiheitliche Gesellschaft lebt nämlich nicht von einem Maximum an Verboten.

Aber sie lebt von der Vereinbarkeit der Gegensätze. Für Lehrer, die nicht im Fach Religion unterrichten, ist Religion Privatsache. Statt ihren Glauben, sollten sie mit ihrer Kleidung religiöse Neutralität demonstrieren.

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polarisierer 15.03.2015, 11:15
135. Christliche Werte und Aufklärung seit 500 Jahren

Wird hier mit Füßen getreten. Diese Werte sind Grundlage auch des wirtschaftlichen Erfolges dieses Landes. diese Religionen kamen als vermeintliche Gäste. Angetreten sind Sie aber um die Klitsche Deutschland zu übernehmen.

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bekkawei 15.03.2015, 11:16
136.

Zitat von garfield
Hm, wenn diese Arten der Kleidung also keine religiösen Symbole sind, warum werden dann Frauen weltweit unter Androhung gewaltiger Strafen gezwungen, diese zu tragen? Aber ich bin tief beeindruckt, wie viele Muslima weltweit Sie kennen.
Es ist kein religiöses Symbol, sondern ein Symbol der Unterdrückung. Da der Islam auch eine Religion der Unterdrückung ist, passt das ja.

Ich kenne keine Kopftuchträgerin persönlich, bin aber durch den Iran und Pakistan gereist und vor drei Wochen erst in Malaysia. Und die Verschleierungen der Frauen dort erschienen mir irgendwie nicht wie eine lediglich neue Moderichtung.

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garfield 15.03.2015, 11:32
137.

Zitat von bekkawei
Es ist kein religiöses Symbol, sondern ein Symbol der Unterdrückung. Da der Islam auch eine Religion der Unterdrückung ist, passt das ja.
Und WARUM werden Frauen dort zu diesen Kleiderordnungen gezwungen? Weil die Männer die so schön finden? Oder vielleicht doch, weil sie es so in ihrem schlauen Buch als Vorschrift herauslesen - womit es dann ja doch ein religiöses Symbol wäre.

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werwirddennwohl 15.03.2015, 13:16
138. ..

Die Kritik müsste sich gegen die Privilegierung von Religionen im Allgemeinen richten.
Religion ist vom Grundgesetz in seiner Ausübung geschützt Gut so. Denkende Menschen werde aber permanent von Religionen belästigt und beeinträchtigt, wobei bestimmte Kleidungen das kleinste Übel sind.
In Schulen soll gerne über Religion informiert werden.
Die Indoktrination die jetzt stattfindet, die Darstellung religiöser Symbole in Klassenzimmern und auch die Provokation durch religiös motivierte Kleidung hat zu unterbleiben.

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Stäffelesrutscher 15.03.2015, 14:17
139.

Zitat von aat
Meine Frau (Lehrerin und Muslimin ohne Kopftuch) sagte dazu nur: In 20 Jahren werdet ihr die Konsequenzen dieses Urteils erleben. Bis dahin werden die Hardcore-Muslime die Kinder und die Gesellschaft unterwandern. Ich denke, das braucht keinen weiteren Kommentar.
Die einfachste Konsequenz dieses Urteils ist: keine Kreuze um den Hals, keine Kippa auf dem Kopf, kein Kopftuch und keine Burka. Dann haben keine Hardcore-Fundamendalisten die Chance, die Schule und die Gesellschaft zu unterwandern.

Das Urteil besagt: Wenn einer Christin erlaubt ist, ihren Glauben demonstrativ in der Schule zu »verkörpern«, dann darf das einer Muslima nicht verboten werden. Also entweder alle oder niemand.

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