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US-Forschungsförderung: Millionen vom Pentagon für deutsche Unis
AP

Nicht-militärische Forschung - dazu bekennen sich die meisten deutschen Hochschulen. Trotzdem haben etliche in den vergangenen Jahren Geld vom US-Verteidigungsministerium kassiert.

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neutron76 23.06.2019, 22:51
60. Wer auf Nummer sicher gehen möchte,

Sollte Sozialwissenschaften oder Philologie studieren. Da kann er sicher sein definitiv keine Unterstützung des Pentagons zu bekommen. Überhaupt ist die Gesamtsumme ein Witz in Relation zum Budget des Pentagon, aber auch gegenüber anderen Forschungsausgaben in Deutschland.

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haraldbuderath 24.06.2019, 05:59
61. Ausverkauf der Nation

Der Ausverkauf von Adenauer,Kohl und Merke ist beinah abgeschlossen, seit 1945 wird alles gefordert von den Alliierten,Bürger, Universitäten und Unternehmen werden erpresst oder Sanktioniert, die Deutschen Erfinden und die Amerikaner erzwingen die Patente und kassieren UNS ab, Deutschland hat keine Freunde nur Neider und Heuchler in der EU,USA,GB,Australien und Kanada,
Deutschland sollte endlich ein Referendum abhalten : ist die EU,UN und NATO von den Deutschen gewünscht?
ist Deutschland der einzige Schuldige an 2 Weltkriege oder waren Kolonialmächte/Diktaturen die Ursache der Weltkriege?

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RudiRastlos2 24.06.2019, 06:25
62.

Ohne militärische Forschung gäbe es Spiegel Online nicht, denn es gäbe auch kein Internet.

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ditor 24.06.2019, 08:14
63. Uni-Traumtänzer

Zitat von Flugzeugfreak1
Und ich verstehe nicht warum in Hochschulen nicht zu militärischen Zwecken geforscht werden soll.
Weil viele nicht einsehen wollen dass in letzter Konsequenz immer das Recht des Stärkeren gilt und lieber in einer Traumwelt leben.

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DrStrang3love 24.06.2019, 09:19
64.

Zitat von christof.schroeter
Gibt es eine Möglichkeit, mit der Grant-Nummer das Thema und evtl. den Empfänger zu identifizieren? Würde mich mal für "meine" Uni interessieren, finde aber auf die Schnelle keine Möglichkeit, da die Projekte aus der Vergangenheit zu recherchieren.
Wenn es um die LMU München geht, kann ich Ihnen aus persönlichen Kenntnissen sagen, dass mindestens beträchtliche Teile der Gelder an den Materialforschers Prof. Klapötke gegangen sind. Der Mann arbeitet an neuartigen Sprengstoffen und verschweigt auch nicht, dass er dafür Geld sowohl vom Bund als auch vom Pentagon bekommt.

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tolkiehn 24.06.2019, 10:51
65. Grundrecht auf Forschungsfreiheit - in Vergessenheit geraten?

"Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei." So jedenfalls steht es im GG Art. 5 Abs. 3. Und damit sind zunächst und vor allem die Einzelnen Wissenschaftler vor staatlicher Einflussnahme geschützt, in zweiter Linie auch ihre Organisationen. Wieso meint eigentlich trotzdem jeder, den Wissenschaftlern Vorschriften darüber machen zu können, was sie forschen sollen oder nicht sollen und von wem sie dafür Drittmittel annehmen dürfen und von wem nicht? Weil es nicht um die eigene Freiheit geht, sondern die von anderen?
Wichtig ist die im Artikel leider nicht gestellte Frage, ob es sich bei dem einen oder anderen Drittmittelvertrag (egal ob vom Pentagon oder z.B. von einem heimischen Autobauer) überhaupt um Forschung handelt oder um rein wirtschaftliche Tätigkeit, deren Ergebnisse nicht nur nicht veröffentlicht werden, sondern geheimgehalten werden müssen. Das wäre dann zu kritisieren. Aber unabhängig vom Gegenstand der ForschungAber dazu müsste man die Verträge einsehen können. Und da mauern die Hochschulen in der Regel. Der verstorbene Thomas Leif hat die Einsichtnahme in den Vertrag zwischen der Uni Maiz und der Boehringer-Stiftung vor Gericht erstritten (es ging um Zuwendungen in dreistelliger Millionenhöhe) und siehe da: Die darin vorgesehene Einflussnahme des Geldgebers ist hochproblematisch.

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g_bec 24.06.2019, 13:30
66. Sicher?

Zitat von neutron76
Sollte Sozialwissenschaften oder Philologie studieren. Da kann er sicher sein definitiv keine Unterstützung des Pentagons zu bekommen. Überhaupt ist die Gesamtsumme ein Witz in Relation zum Budget des Pentagon, aber auch gegenüber anderen Forschungsausgaben in Deutschland.
Sicher? Dann dürfte ein Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr also nie existiert haben bzw. ein Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr nicht existieren. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass auch Philologen gelegentlich Berührungspunkte zum Militär haben.
Zum Punkt "Summe" gebe ich Ihnen aber Recht.

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Lumberjack 26.06.2019, 13:11
67. Zweck ist wichtig

Es kommt nicht darauf an, woher das Forschungsgeld kommt, sondern wofür es verwendet wird. Die DARPA macht tatsächlich viel Grundlagenforschung. Ohne das Sponsoring des US-Militärs in den 1970/80ern hätte es z.B. keine so schnelle Entwicklung der Hardwarebeschreibungssprachen (VHDL) gegeben - eine grundlegende Voraussetzung für den automatisierten Entwurf komplexer digitaler Systeme. Derzeit steckt die DARPA in die Automatisierung des Analogentwurfs ca. 100 Mio $. Und da fragen wir uns in Europa, warum wir in diesem Bereich ständig hinterherhinken.
Unabhängig davon: Warum es nicht machen wie die Amis? Wir könnten hier in D auch mehr Forschungsgelder über das Verteidigungsministerium laufen lassen. Dadurch würden die Militärausgaben rein statistisch steigen und wir müssten uns von den USA nicht ständig vorhalten lassen, zu wenig für Militär auszugeben. Man könnte also 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen: mehr Geld für unsere Unis und weniger Gemecker aus USA.

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