Forum: Leben und Lernen
Verbot an der Uni Freiburg: Ist Reste-Essen unhygienisch?
DPA

Schluss mit dem sogenannten Bändern: Was vom Mensa-Essen übrig bleibt, wird an der Uni Freiburg künftig weggeworfen. Angeblich sind die Reste hygienisch bedenklich. Stimmt das?

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MünchenerKommentar 29.11.2016, 16:03
30. Resteverwertung

Zu meiner Zeit an der Münchnet Uni gab es immer einen Obdachlosen, der sich von den Bändern mit übriggebliebenem Essen bedient hat. Der bekam auf die Art einmal am Tag etwas zu Essen und hat niemanden wirklich gestört. Allerdings war es auch nur einer und er wollte kein politisches Statement abgeben sondern er hatte einfach nur Hunger. Das ganze als Student zu machen finde ich etwas übertrieben.

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martinbabenhausen 29.11.2016, 16:12
31.

Wäre das essen "unhygienischer Reste" wirklich so gefährlich, gäbe es den Mensch schon lange nicht mehr.

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Die Happy 29.11.2016, 16:13
32. Alter Hut

Habe ich schon Ende der 80er in unserer großen Uni Mensa gemacht.
War immer etwas Überwindung wegen peinlich und so, hat aber immer super geschmeckt.
Am besten war es, wenn die Leute es am Tisch haben stehen lassen.
Am Band war immer etwas peinlich, aber wenn sich gelohnt hat...
Lustige Zeit.

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Pfaffenwinkel 29.11.2016, 16:18
33. In den 50er Jahren

waren viele unserer Kinder unterernährt und wären froh gewesen, etwas von diesem Reste-Essen zu bekommen. Alles schon vergessen, oder?

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Danares 29.11.2016, 16:29
34. Doggybag

Zitat von norwood1969
Vielleicht waere es besser, wenn die Mensa eine Art Doggybag anbieten wuerde, mit dem man ueberschuesiges Essen selber mit nehmen kann.
Bei uns in der Kantine gibt es dafür Plastikboxen, in denen man das Essen abends zu Hause sogar gleich in der Mikrowelle aufwärmen kann.

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Newspeak 29.11.2016, 16:36
35. ...

Zitat von jojack
Dass von dem Resteessen Krankheiten ausgehen, glaube ich nun nicht (oder nur in extremen Ausnahmefällen). Aber ekelerregend fände ich es schon, wenn ich beobachten müsste, wie Kommilitonen sich die halb verzehrten und zermanschten Speisen, vielleicht noch mit dem schmutzigen Besteck oben drauf wieder zum Band nehmen. Das sind doch einfach keine akzeptablen Manieren.
Ich schätze mal, daß genau das der Mensa nicht gefallen hat, sie aber eben die Hygienegründe vorschützt. Es ist halt auch ein Unterschied, ob Dinge von (unter Umständen vielen) Einzelnen gemacht werden, und unauffällig, unterschwellig, was meistens kein Problem darstellt, oder im Kollektiv, und bewusst auffällig, weil noch mit einer politischen Botschaft verbunden. Vielleicht sollten Studenten als zukünftige Elite auch einfach mal lernen, daß im öffentlichen Raum andere Gepflogenheiten gelten, als unter Freunden oder zuhause. Wer nämlich das Bändern in der Mensa ok findet, wieso macht der nicht dasselbe bei McDonalds oder in einem Restaurant?

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kleineRatte 29.11.2016, 16:37
36.

Zitat von competa1
..stellt genau wie das Containern einen Protest gegen die Wegwerfmentalität dar.Überprüft erstmal die Hygiene in den Mensa Küchen,bevor man sich über angebliche Keimübertragung aufregt.
Immer wieder neue Wörter, "Bändern", "Containern". Ich war
6 Jahre "Dumpster-Diver". Nicht eine Krankheit davon getragen.
Was will man denn sonst machen ? Nun private Insolvenz vorbei.
Ich lebe noch.

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Sandra A. 29.11.2016, 17:08
37.

Da kann man sich nicht mehr und nicht weniger anstecken, wie allgemein im Alltag es täglich möglich ist. Die wirkliche Abneigung dazu beruhrt sich einzig auf die Verwöhntheit unserer Wohlstandsgesellschaft. Lieber lese und sehe ich, dass sich da zwei ein Essen teilen, es damit nicht weg geworfen wird (auch wenn es zum nächsten Bauern geht), während es in diesem Land Menschen gibt, die zu den Tafeln rennen. Wir karren nicht wenige Lebensmittel aus allen möglichen Teilen der Welt hier nach Deutschland, damit wir sie weg werfen oder am Ende an Tiere verfüttern. Wenn manch einer wüsste, was für Keimen, Bakterien, Viren, Sporen er tagtäglich von morgens bis abends umgeben ist, würde er nur noch im Schutzanzug mit dem Sakrotansprühfläschchen rumlaufen. Und fasst um himmelswillen ja nie wieder Einkaufswagen an, oder gar im Supermarktregal eingeräumte Konservendosen und Tetrapaks an. Oder Geldmünzen. Da müsste manch ein sich hier nun pikiert gebender Schreiber schon beinah einen Anaphylaktischen Schock erleiden.

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Paul Panda 29.11.2016, 17:45
38. Prost Mahlzeit!

Seltsam: Wieso denn jetzt schon das zweite Forum an einem Tag zu diesem Thema? Wie auch immer: Habe im ersten Forum schon betont, dass es mir persönlich hier nicht um Keime geht (die mögen bedeutungslos sein), sondern um eine psychische Komponente, die etwas mit Esskultur, Ekel-Hemmschwelle, Schamgefühl, Würde und Selbstachtung zu tun hat. Ich persönlich fände es einfach nur eklig und entwürdigend, in angematschten Essensresten Fremder herumzustochern - egal, ob diese Gefühle dabei nun eingebildet sind oder nicht - und würde die Achtung vor mir selber verlieren. Es scheint jedoch, dass solche "Tugenden" bei der jüngeren Generation immer weniger vorhanden sind. Stellt doch einfach einen großen Müllcontainer auf dem Campus auf und füllt ihn mit kalter Erbsensuppe. Da kann dann jeder, der vorbeikommt, ein wenig daraus schlürfen.Seit es Fastfood gibt, ist unsere Esskultur ja eh schon im Eimer. Prost Mahlzeit!

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jozu2 29.11.2016, 17:54
39. Juristischer Blödsinn!

Was auf dem Band liegt ist offensichtlich Essensrest, der entsorgt werden soll. Welches deutsche Gericht, hat jemals entschieden, das dies ein "in Verkehr bringen" ist und eine Kantine/Mensa/Restaurant für die eigenverantwortliche Entscheidung erwachsener Menschen, das zu essen, verantwortlich gemacht? Solche schwachsinnigen Auswüchse kommen ja nicht Mal im US-amerikanischen Rechtssystem vor: Sonst müsste McD ja verhindern, dass jemand vom Tisch aufsteht und sein Essen stehen lässt - das geht ja nur mit durch Personal beaufsichtigtes Essen. McD demnächst mit Kellner? Nicht mal in den USA!

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