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Verbotsstopp in der Türkei: Sümeyra zieht das Kopftuch auf

Erbittert wurde es bekämpft, jahrzehntelang verteidigt - plötzlich ist das Koptuchverbot an türkischen Universitäten Geschichte. Mit einem simplen Trick hebelte die Verwaltung das Gesetz aus. Jetzt feiern die Studentinnen, die seit langem davon träumen, ihr Haupt zu bedecken.

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Meckermann 20.10.2010, 11:24
1. Diagnose: Religiosität

Ja, religiöse Menschen haben es schwer. Sie werden diskrimminiert und kriegen überall Steine in den Weg gelegt.

Völlig zurecht wie ich finde!

Wer Probleme damit hat in der Pause einen Gebetsraum zu erreichen, soll eine Therapie machen und sich ändern. Ist leichter als sich das Rauchen abzugewöhnen, und das haben auch schon einige geschafft.

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Mülheimer 20.10.2010, 11:27
2. Islamisierung

Zitat von sysop
Erbittert wurde es bekämpft, jahrzehntelang verteidigt - plötzlich ist das Koptuchverbot an türkischen Universitäten Geschichte. Mit einem simplen Trick hebelte die Verwaltung das Gesetz aus. Jetzt feiern die Studentinnen, die seit langem davon träumen, ihr Haupt zu bedecken.
Die Islamisierung der Türkei schreitet voran. Aber auf dem Auge sind EU und Bundesregierung ja blind. Gegen den Widerstand der Bevölkerung wird also eine Kopie des Iran irgendwann Mitglieder der EU!
Erdogan und Bin Laden wollen eigentlich das Gleiche: Der Eine mit Gewalt und der Andere mit kleinen legalen Schritten.

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brux 20.10.2010, 11:27
3. Kalte Ohren

Da das Kopftuch wohl kaum wegen kalter Ohren getragen wird, stellt sich die Frage, was damit ausgedrückt werden soll.
Am häufigsten hört man so etwas wie "Respekt für Allah". Das ist ja schön, aber wohl kaum im Einklang mit dem Geist der Aufklärung oder der Logik der Wissenschaft.

Diese jungen Frauen haben entweder ihr religiöses Bekenntnis oder ihre Studienwahl nicht richtig durchdacht, oder beides.
Ich jedenfalls würde eine Wissenschaftlerin mit Kopftuch nicht einstellen, da hier ein prinzipieller Widerspruch nicht aufgelöst wurde.

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buutzemann 20.10.2010, 11:29
4. "Endlich kann ich aufrecht gehen", sagt Sümeyra.

Wer Religion braucht, um aufrecht zu gehen, ist schwach.

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Chris-Gardner 20.10.2010, 11:31
5. Ein lachendes und ein weinendes Auge

Einerseits amüsiert es doch, wie sich junge Menschen z. T. freiwillig aufreiben, um willkürliche Rituale einzuhalten, und dabei sogar noch Schuldgefühle bei Nichteinhaltung entwickeln. Zufällig sind diese Auflagen einseitig auf die Frauen zugeschnitten(ein Schelm, wer Böses dabei denkt). Selbst gemachte Leiden halt.

Andererseits ist es traurig mit anzusehen, wie die Aufklärung u. a. mit Selbstbestimmheit, auch ggü. gesellschaftlichen Zwängen, mit einem Rekordtempo über Bord geschmissen wird und wir mittelalterliche Prinzipien reintegrieren.
Das wird nicht gut gehen Freunde...

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herrdaemlich 20.10.2010, 11:36
6. ...

Zitat von Meckermann
Ja, religiöse Menschen haben es schwer. Sie werden diskrimminiert und kriegen überall Steine in den Weg gelegt. Völlig zurecht wie ich finde! Wer Probleme damit hat in der Pause einen Gebetsraum zu erreichen, soll eine Therapie machen und sich ändern. Ist leichter als sich das Rauchen abzugewöhnen, und das haben auch schon einige geschafft.
Vielleicht versucht sie sich ja mit Gebeten das Rauchen in der Pause abzugewöhnen? Könnte funktionieren...

Aber sonst haben Sie vollkommen recht. Toleranz mit Religionsmenschen hin oder her aber wer in der Pause beten geht, egal welcher Religion er angehört hat einen gewaltigen Dachschaden. Wenn man dabei noch etwas streng naturwissenschaftliches studiert gehört einem aber gehörig die Facebook-Farm geplündert.

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sethos_1 20.10.2010, 11:38
7. Skeptisch

Zitat von brux
Da das Kopftuch wohl kaum wegen kalter Ohren getragen wird, stellt sich die Frage, was damit ausgedrückt werden soll. Am häufigsten hört man so etwas wie "Respekt für Allah". Das ist ja schön, aber wohl kaum im Einklang mit dem Geist der.....
Ich muss auch sage, dass ich skeptisch bin. Grundsätzlich kann man niemand vorschreiben, welche Kleidung er zu tragen hat. Aber ich würde in einer staatlichen Institution z.B. einem deutschen Amt keine Kopftuchtragende Frau vor mir haben wollen. Dies würde meine Vertrauen in Neutralität ins Schwanken bringen. Als Angestellt in der Uni dürfte man wohl auch kein Kopftuch tragen, als Studentin eben schon. Sie vertritt ja nicht den Staat.

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Baikal 20.10.2010, 11:38
8. Und damit natürlich auch...

Zitat von Mülheimer
Die Islamisierung der Türkei schreitet voran. Aber auf dem Auge sind EU und Bundesregierung ja blind. Gegen den Widerstand der Bevölkerung wird also eine Kopie des Iran irgendwann Mitglieder der EU! Erdogan und Bin Laden wollen eigentlich das Gleiche: Der Eine mit Gewalt und der Andere mit kleinen legalen Schritten.
.. der alte Traum Erdogans das Osmanische Reich wieder zu errichten. Die letzte sogenannte Verfassungsreform hat versucht mit dem Militär einen der letzten Garanten einer laiizistischen Türkei zu beseitigen, hoffentlich wird das in der Türkei nicht zu spät bemerkt und entsprechend gehandelt.

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nookiex6 20.10.2010, 11:39
9. ....

alle obrigen Beitraege haben eines gemein...Sie zeigen wie wenig respekt denn der gewoehnliche Deutsche fuer andere Kulturen hat.

Wie waers denn mal mit freier Ausuebung seiner Religion?
Ist immerhin eines unserer Grundrechte. Und da wir Deutsche sind, sollten wir auch diese Rechte vertreten. Auch wenn andere Laender es anders handhaben.
Two negative actions will never result in a positive outcome.

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