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Verfällt der Wert akademischer Titel an deutschen Hochschulen?

Die fragwürdigen Deals mit Doktortiteln durch so genannte Promotionsberater brachten akademische Würden made in Germany ins Gerede. Hat die universitäre Kontrolle versagt? Verfällt dadurch gar der Wert akademischer Titel an deutschen Hochschulen?

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abersowas 12.03.2013, 20:48
1100. Massenteilchen meldet sich

Zitat von dickebank
es gibt nur akademische Grade. Titel kennt nur das Namensrecht. Durch das Namensrecht wird der akademische Grad des Doktors erst zum Titel. Zweiter Denkfehler ist, dass kein Mensch promovieren kann. Ein Akademiker kann bei entsprechender Leistung, die Dissertation genannt wird, promoviert werden. Aber warum sich auch mit Feinheiten aufhalten, wenn die Masse mit ihrer Meinung zum Zuge kommen soll.
wenn der Sinn des Geschriebenen klar ist, wieso dann auf Woertern rumhacken? Ich hab dann immer das Gefuehl da beschaeftigen sich Leute blos mit der Verpacking -ob auch ja alles dudengenaess dehlariert ist und versuchen mit Ihrem Wissen darueber zu glaeaenzen anstatt an der Disqussion teilzunehmen. Interessoert das Thema ueberhaupt oder werden blos Fehler gesucht?
Zum Thema. Titel werden bald mehr oder wenoger bedeutunslos, da Taetigkeiten die keinen Titel benoetigen gegenueber frueher an Einkommen und damit Ansehen der Person zugenommen haben, zb, an der IT-Bank Branche

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Berg 13.03.2013, 09:05
1101.

Zitat von abersowas
Zum Thema. Titel werden bald mehr oder wenoger bedeutunslos, da Taetigkeiten die keinen Titel benoetigen gegenueber frueher an Einkommen und damit Ansehen der Person zugenommen haben, zb, an der IT-Bank Branche
Bill Gates nahm immerhin den Ehrendoktortitel entgegen. Zuckerberg den Titel "Person des Jahres". Wieviele der Mitarbeiter promoviert haben, wissen wir nicht. Eine besondere Leistung (Erfindung, Patent, Verfahren, Software, Hardware) entsteht heutzutage im Teamwork und kann deswegen einem Einzelnen kaum noch zugeordnet werden. Und einen Doktorgrad für Mehrere in einem Arbeitskollektive gibt es nicht. Ich nehme aber an, dass viele eine persönlich höchstmögliche wissenschaftliche Leistung doch gern in eine Dissertation aufschreiben werden. Da ist die Veröffentlichung geregelt und als Autor bleibt man der Nachwelt und nachfolgenden Wissenschaftlern zugänglich.

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nilaterne 16.02.2014, 17:15
1102. Die korrekt erworbenen Titel

haben sicherlich ihren Wert. Allerdings werden sie in vielen Länder nicht im Namen geführt. Warum auch.
Ärzte müssen keinen Dr. erwerben, sie sind selbstverständlich auch ohne, Ärzte. Was mich erschreckt ist, das Menschen andere Menschen nach dem Titel beurteilen und ehrfürchtiger sind wenn ihnen Menschen "mit" gegenübersitzen. Besser ist nur das "von" oder "Graf" und ähnliches

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Berg 17.02.2014, 14:26
1103.

Zitat von nilaterne
haben sicherlich ihren Wert. Allerdings werden sie in vielen Länder nicht im Namen geführt. Warum auch. Ärzte müssen keinen Dr. erwerben, sie sind selbstverständlich auch ohne, Ärzte. Was mich erschreckt ist, das Menschen andere Menschen nach dem Titel beurteilen und ehrfürchtiger sind wenn ihnen Menschen "mit" gegenübersitzen.
"Herr Arzt" sagt aber niemand, sondern "Herr Doktor" oder die Kleinkinder "Onkel Doktor". Und dass Sie Ihrem Herrn Doktor nicht ehrfürchtig gegenüber sitzen wollen, bleibt Ihnen unbenommen.

Doch schütten wir mal nicht gleich das Kind mit dem Bade aus und fordern die Abschaffung die Urkunden für Facharbeiter, Meister, Diplom, Doktorgrad usw., und zwar nur deswegen, weil einige etwas mehr und andere etwas weniger dafür geleistet haben.

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jus94 22.02.2014, 14:49
1104.

Zitat von Berg
Eine besondere Leistung (Erfindung, Patent, Verfahren, Software, Hardware) entsteht heutzutage im Teamwork und kann deswegen einem Einzelnen kaum noch zugeordnet werden.
Ein größeres Projekt können sie nur noch mit mehreren Leuten stemmen. Nicht aber, weil nur noch Teams "besondere" kreative Ideen hervorbringen. Wirklich innovative Ansätze lassen sich oft auf 1, 2 Köpfe zurückführen. Ein Team setzt dann diese Ideen um!

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Berg 22.02.2014, 17:37
1105.

Zitat von jus94
Ein größeres Projekt können sie nur noch mit mehreren Leuten stemmen. Nicht aber, weil nur noch Teams "besondere" kreative Ideen hervorbringen. Wirklich innovative Ansätze lassen sich oft auf 1, 2 Köpfe zurückführen. Ein Team setzt dann diese Ideen um!
Definitionsfrage. Oft ist gerade das "Umsetzen" erst notwendig, um die "Idee" zur Wirkung kommen zu lassen. Dabei denke ich nicht nur an die relativ weinigen Superhirn-Grundlagen-Ideen, sondern auch an Ideen für Tunnel, Brücken, Staudämme, Wolkenkratzer wie für medizinische Geräte, Fluggeräte, Weltraumfahrten u.v.m.

Für Erfindungen gibt es die Patentprüfverfahren, wenn wirklich ein paar Einzelne eine Idee auf sich einschreiben lassen wollen. Bekanntlich führt das jedoch keines wegs zu Doktorgraden.

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