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Verfassungsklage zum "Containern": Studentinnen wehren sich gegen Diebstahlvorwurf
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Zwei Studentinnen fischten Lebensmittel aus der Mülltonne eines Supermarkts und wurden wegen Diebstahls verurteilt. "Containern" sei aber kein Verbrechen, erklären die Frauen - und klagen in Karlsruhe.

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barbaros1968 08.11.2019, 13:14
1. Gipfel der Laecherlichkeit

Es gehe um Haftungsprobleme. Ist ja nur laecherlich! Für jeden Mist wird heute die Gerichtskeule rausgeholt. Wie geil sind wir nur darauf sofort ein Verfahren einzuleiten!

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Neustädter_02 08.11.2019, 13:20
2. Nein...

"Containern" ist sicher kein Verbrechen, Ein Verbrechen ist es eher, noch einwandfreie Lebensmittel wegzuwerfen, solange es in anderen Weltteilen immer noch Menschen gibt, die nicht wissen, wie sie sich und ihre Familien überhaupt ernähren sollen.

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mensch0817 08.11.2019, 13:22
3. Das Übel an der Wurzel packen!

Man muss das Containern gar nicht legalisieren. Es wäre viel sinnvoller, gleich weiter oben anzusetzen und das Wegwerfen von Lebensmitteln zu erschweren, indem z.B. Supermärkte verpflichtet werden, abgelaufene bzw. ablaufende Lebensmittel einer Nutzung zuzuführen. In anderen Ländern geht das doch auch, nur in Deutschland gibt's offenbar eine große Lobby, die darin die Gefahr sinkender Profite sieht.

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schmuella 08.11.2019, 13:24
4. Die Frauen handeln richtig - zumindest moralisch

Die Frauen verdienen Anerkennung, setzen sie doch dem Wesen unserer Wegwerfgesellschaft etwas entgegen.

Solange Menschen nicht gewerbsmäßig (mit Gewinnabsicht), sondern für sich selber oder für Bedürftige Lebensmittel aus dem Müll holen und sinnvoll weiterverwenden, sollte es erlaubt sein, gefördert und positiv bewertet werden.

Es gibt Lebensmittelhersteller (z. B. Bäckereien) und -geschäfte, die "abgelaufene" Ware an die Tafel und karikative Organisationen spenden.

Sowas muss man fördern und honorieren.

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northernnative 08.11.2019, 13:26
5. Woran scheiterte die Legalisierung?

Ach ja, natürlich - am Widerstand der CDU geführten Länder. Was hat diese Bande der schwarzen Lobby-Getriebenen denn zu befürchten? Unglaublich mit welchen scheinheiligen und heuchlerischen Argumenten sie das begründen.

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dieter_spiegel 08.11.2019, 13:34
6. Überlastung der Gerichte

Wenn sich Staatsanwälte und Gerichte mit einer solchen Sache beschäftigen können, kann die Arbeitsbelastung der Gerichte ja nicht so hoch sein. Rein formal mag das ja Diebstahl sein, doch fehlt hier jedes öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung.

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überich 08.11.2019, 13:36
7. Wie christlich.....

"Ein Vorstoß von Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne), das "Containern" zu legalisieren, scheiterte im Juni auf der Justizministerkonferenz in Lübeck am Widerstand der CDU Länder".

Jesus wäre stolz auf Euch.....

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danduin 08.11.2019, 13:37
8. Sobald das in der Mülltonne liegt,gehörts der Stadt

Nach meinem Rechtsbefinden, sobald das in der Mülltonne liegt, gehörts der Stadt.
Und die Stadt kann über die Verschwendung und deren Verwendung befinden.
Wenn die Stadt der Verschwendung keinen Riegel vor die Tür schiebt, beschweren sich zurecht die Bürger.

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bigroyaleddi 08.11.2019, 13:37
9. Es ist eine Schande

wenn wie hier, die Verwendung von noch guten Lebensmitteln aus der "Wegwerftonne" bestraft werden soll. Die beiden Damen haben meine vollste moralische Unterstützung.

Die Vernichtung von Lebensmitteln ist die eigentliche Schandtat. Aber dakommen wir spätestens dann hin, wenn durch den Klimawandel die Respurcen generell knapp werden. Stichwort: Kriege. Ich kann mich noch erinnern an die Erzählungen von Eltern und Großeltern über die Knappheit. Wenn man dann solch einen Vorfall zur Kenntnis nehmen muss, ist das eigentlich eine Ungeheuerlichkeit.

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