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Vermittler in der Arbeitsagentur: Egal, Hauptsache irgendein Job
NDR

Wie es ist, als Erwerbslose zur Arbeitsagentur zu gehen - das wusste die Reporterin Anke Gehrmann. Aber wie sieht der Alltag dort aus der Sicht einer Sachbearbeiterin aus? Das schildert sie hier.

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helmut_s 28.04.2017, 01:56
60.

Zitat von goethestrasse
Arbeitslose haben nicht nur Rechte ud Ansprüche. Ein Großteil des ALG I und II. wird von Beitragszahlern erwarbeitet, die jeden Tag aufstehen und zur Arbeit gehen .
... DAMIT sie selbt die Möglichkeit haben, im Fall der Arbeitslosigkeit ihre eigenen "Rechte" und "Ansprüche" geltend zu machen, Mister Clever. Nicht immer nur Angst haben, jemand anderer könne zu Unrecht auf Ihre Kosten Vorteile geniessen. Sie sind sicher ein braves Werkzeug fremder Ziele, aber wer weiss, vielleicht werden Sie eines Tages von Ihren Vorbetern nicht mehr gebraucht, dann dürfen Sie sich freuen, wenn auch für Sie noch gewisse Rumpfrechte übrig sind.

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thequickeningishappening 28.04.2017, 02:23
61. Das Arbeitsamt folgt dem Takt der Wirtschaft

und wird effizienter. Die einfachste Mathematik besagt dass ich bei mehr Effizienz weniger Mitarbeiter brauche. Das entstehende Ueberangebot von Mitarbeitern sorgt am freien Markt bei Angebot > Nachfrage für Lohndumping Welches die Kaufkraft verringert und den Laden zum Stillstand bringt!

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Annabelle_ 28.04.2017, 02:25
62. Der Wind wird eines Tages drehen,

und dann werden hier vor allem jene zur Rechenschaft gezogen, die im Aufrag der Bourgeoisie die Arbeitslosen gegen die Arbeitenden ausgespielt haben. Das scheint so Manchem noch nicht klar zu sein..

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homernarr 28.04.2017, 05:08
63. Faszinierend

Trotz Report oder gerade deswegen bin ich angewiedert.

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spellbound 28.04.2017, 05:46
64.

der_weisse_wal gestern, 18:59 Uhr
"Euphemismen wie "Kunden" und "Agentur" täuschen nicht darüber hinweg, dass Arbeitslose in diesem System entrechtet, enteignet, gedemütigt und gebrochen werden sollen, um aus vormaligen Gutverdienern willenlose Arbeitssklaven zum Hungerlohn zu machen."

Geht´s noch dramatischer? Verhungert man nicht auch noch als ALG II Empfänger, während man in der bezahlten geheizten Wohnung sitzt?
Ich verstehe nicht, dass hier immer "vormals Gutverdiener", Spitzen-Fachkräfte und die selbsternannte geistige Elite rumjammert, dass sie von der bösen ARGE zu unwürdigen Jobs gezwungen werden.
Wer soviel auf dem Kasten hat, sollte doch problemlos selbst angemessene Arbeit finden?

Natürlich ist die Verwaltung der Arbeitslosen in einer Behörde solchen Ausmasses und mit einer derartigen Gesetzeslage nicht effektiv, genauso wenig wie alle anderen Behörden im Sozialbereich. Dennoch deckt es die essentiellen Grundlagen ab (Wohnung, Essen, Heizung) und vermittelt oftmals die, die ALLEINE niemals dazu in der Lage wären, auch nur einen Hilfsarbeiterjob zu finden, in (irgendeine) Arbeit. Und das es für die Betroffenen dabei nicht nur um den Gelderwerb geht, muss ich ja hoffentlich hier nicht darlegen.

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karljosef 28.04.2017, 07:56
65. Fachkräftemangel...

Mein Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur kam auf eine grandiose Idee, auf die ich wirklich nie gekommen wäre.

Als langzeitarbeitsloser Dipl.-Ing. (Uni), allerdings weit über 45, mit entsprechenden weitreichenden Erfahrungen, wurde ich gefragt, ob ich nicht bereit wäre, branchenfremd zu arbeiten.
Als ich das bejahte, strahlte er!
Da hätte er jede Menge Jobs für mich:
Bei Verleihfirmen, als Handlanger...

Fachkräftemangel??

Übrigens, nein, das Aufstocken auf HartzIV-Niveau wäre bei mir nicht gegeben, ich bekomme dank zu hoher Altersvorsorge keinen Cent...

Wenn es nicht zum Schreien wäre, wäre es zum Lachen!

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mrotz 28.04.2017, 09:03
66.

Zitat von mojo2xs
Könnte man weiterhin anstatt der staatlichen private Arbeitsagenturen die von Arbeitgebern bezahlt werden bevorzugen. Diese arbeiten dann wirklich im Sinne des Kunden und sind profitorientiert. In Irland z. B. laufen die aller meisten Jobvermittlungen über solche Dienstleister. ....
Um Stellenangebote zu finden genügt google mit dem man genügend Jobportale findet.
Wozu sollte es da noch einen Vermittler benötigen?
Aber davon abgesehen: Um alle vermitteln zu können, egal ob durch das Amt oder private Vermittlung, muß es mindestens so viele offene Stellen geben wie Arbeitslose. Dem ist bei weitem nicht der Fall. Es gibt deutlich weniger bezahlte Arbeit als Arbeitslose.
Entsprechend macht der Bewerbungszwang (x berwerbungen pro Monat) bei Alg II keinen Sinn, sorgt er nur dafür, daß Firmen mit Bewerbungen absolut ungeeigneter Personen überschwemmt werden.

Es stehen weniger als 700.000 offene Stellen* einem Heer an Arbeitslosen von 2.700.000 gegenüber.
Es gibt wahrscheinlich auch offene Stellen, die nicht gemeldet werden, dafür ist aber auch die Zahl der Arbeitslosen nach unten geschönt.
Es gibt nur für einen aus vier Arbeitslosen überhaupt bezahlte Arbeit!

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Sabin Chen 28.04.2017, 09:12
67. #50

Beitrag 50 bringt die Lage perfekt auf den Punkt. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Sehr interessanter Artikel, Danke SPON für die Kommentarfunktion zu dieser Thematik. Wer Hilfe braucht, gehe auf die Webseite "gegen-hartz4.de"

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darkace82 28.04.2017, 09:13
68. Dass es das noch gibt...

run ansatzweise fairer Artikel über die Jobcenter? Wahnsinn.
Dass dort ja nur sadistische Schweine arbeiten die Fett kassieren um die Armen Lohnsklaven zu drangsalieren würde ja oft genug beschrieben. Wie die Situation wirklich aussieht, von Personalmangel über völlig unrealistische Kunden/Mitarbeiten Schlüssel bis hin zu massig befristeten Arbeitsvertragen der Mitarbeiter interessiert nicht. Und genauso häufig wie es überarbeitete bis schlicht unfähige Mitarbeiter gibt, gibt es Kunden die vorne und hinten nicht mitwirken oder betrügen. Und dass die meisten derer die die bösen Jobcenter kritisieren noch nichtmal den Unterschied zwischen AlG und AlG2 kennen oder den zwischen Agentur für Arbeit oder Jobcenter ist schon bezeichnend.

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ericus 28.04.2017, 09:33
69. Top Arbeitgeber suchen nicht beim Arbeitsamt

Die Traumfirmen mit guten Gehältern und Sozialleistungen fragen nicht beim Arbeitsamt nach Nachwuchs. Es ist doch genau wie umgekehrt auch: Findet ein Unternehmen auf dem freien Markt niemanden, bleibt die letzte Hoffnung Arbeitsamt. Genau in dieser Reihenfolge.

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