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Verschärfter Lehrermangel: Privatschulen schlagen Alarm
Christoph Gateau/dpa

Nicht nur öffentliche, auch private Schulen finden zu wenige Lehrer. Mittlerweile jagen sich beide Systeme gegenseitig die Pädagogen ab. Die Privaten fordern ein Ende der "Wilderei".

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dirkozoid 29.03.2019, 06:29
1. Der Staat bildet die Lehrer aus.

Wenn, dann werben die Privatschulen die Lehrer ab, denn der Staat finanziert deren Ausbildung. Die Lösung für das Problem ist aber eigentlich ganz einfach: Bessere Konditionen für Lehrer anbieten als an den staatlichen Schulen. Eventuell müssen dann die Gebühren erhöht werden, aber wer sein Kind auf eine private Schule schicken möchte, wird das nötige Geld ja haben. Warum der Staat da auch noch Gelder zuschießt, ist mir ein Rätsel.

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ichbinsdiesusi 29.03.2019, 06:36
2. Gleiche Bezahlung wäre sinnvoll

Eine Privatschule im Ruhrgebiet bot mir E10, an einer staatlichen Schule ist bei 2 Staatsexamina im Angestelltenbereich E13 üblich.
Wofür würde man sich wohl entscheiden?

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spon-facebook-10000034826 29.03.2019, 06:55
3. Jammern ist ja schön und gut....

aber der Aspekt der zumeist deutlich geringeren Bezahlung spielt hier keine Rolle.Ist doch dasselbe, wie die ungleiche Bezahlung an staatlichen Schulen (A12/A13-Lehrermangel an A12 Schulen-logisch!!!). Warum sollten junge Leute freiwillig weniger verdienen wollen, die sind doch nicht blöd.

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toga16 29.03.2019, 06:59
4. Privatschulen Kontra staatliche Schulen

Man kann angesichts der Entwicklung nur noch mit dem Kopf schütteln. Bildung müsste für ein Land mit so knappen Reccourcen oberste Priorität haben.
Dafür sollten die Schüler eigentlich freitags auf die Straße gehen, für ein einheitliches, solides Bildungssystem, ohne ständiges Herumexperimentieren.
Achtung des Lehrerberufes und Unterstützung der Schulen. Dann klappt es auch mit dem Klima....

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thomas1110 29.03.2019, 07:16
5. Marktgeschehen

Lehrer verlassen nur dann die Privatschulen, wenn sich regional verändern oder ihnen von stattlichen Schulen bessere Angebote gemacht werden. Ich würde sagen, privatunternehmerisches Risiko. Mir ist übrigens nicht bekannt, dass private Schulen in die Ausbildung von Lehrer investieren. Dies macht m.E. In erster Linie der Staat. Und somit ist es auch nur gerecht, wenn in erster Linie auch der Staat seine Lehrer bekommt.

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HerrH. 29.03.2019, 07:28
6. Ich habe die Lösung

Lasst uns kollektiv schlecht über Lehrer reden. Ihnen immer mehr Rechte nehmen. Schließlich sind viele ja ungeeignet für ihren Beruf. Ach was fast alle. Das sagen auch voll viele die Ahnung von der Materie haben da sie Schüler waren. Ihnen immer mehr Pflichten geben. Den Beruf durch selbstverständlich viel besser geeignete Quereinsteiger herabwerten und das Gehalt kürzen. Dann werden wieder mehr Leute Lehrer. Lasst es uns doch einfach mal probieren. Mal gucken was passiert.

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nick_42 29.03.2019, 07:29
7. "privat"

Wie kann man Unternehmungen als privat bezeichnen, deren Budget zu 2/3 aus Steuermitteln bezahlt wird. Hier sollte sich mal klar entschieden werden ob es einen Sinn hat, einem öffentlichen Schulsystem (komplett staatlich finanziert) ein pseudo- privatwirtschaftliches konkurrierend dazuzustellen. In Verbindung mit Schulgesetzen, die nur für die staatlichen Mindestklassenstärken vorschreiben bleibt das ein unfairer Wettbewerb. Im Moment jammern die privaten zwar über Lehrermangel, aber wenn es darum geht in vorhandenen Strukturen vollkommen überflüssige Schulen auf Kosten der Schülerzahlen an staatlichen Schulen aufzumachen, haben sie kein Problem. Schlimm ist, das staatliche Träger diese Verschwendung zu 2/3 mit finanzieren.

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Lankoron 29.03.2019, 07:32
8. Dann stellen wir doch die

alles entscheidende Frage: Wieviele Lehrer hat denn der Privatschulsektor ausgebildet, wieviele Gelder steuert der Privatschulsektor der staatliche Lehrerausbildung bei? Genau---die Antwort in beiden Fälle ist NULL. Also wer wildert hier aus wessem Terrain? Die meisten "Privatschulen" sind doch ohne enorme staatliche Unterstützung gar nicht betriebsfähig....und diese Summen fehlen dann im staatlichen Schulbetrieb.

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m.sc. 29.03.2019, 07:36
9. Lehrerberuf

Ein Mangel entsteht, wenn der Beruf nicht mehr attraktiv scheint. Selbes gilt für Pflegeberufe. In ein paar Jahren bestimmt auch bei Wissenschaftlern an Unis, die sich im Moment von Befristung zu Befristung hangeln. In der Politik wird sowas dann erst Thema, wenn absolutes Chaos herrscht.

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