Forum: Leben und Lernen
Verzicht-Kult: Mein Leben auf der Festplatte

Ein paar T-Shirts und einen Laptop, viel mehr besitzt Kelly Sutton nicht mehr. Alles andere hat der 23-jährige Programmierer verkauft, um unbeschwert als digitaler Vagabund zu leben. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt er, warum er nur noch im Internet zu Hause ist.

Seite 2 von 13
Subtuppel 25.08.2010, 14:56
10. re

Mal abgesehen davon, dass ich es beknackt finde, dass man medial vom Lebensstil eines sich offenbar sehr toll findenen Bübchens belästigt wird:

Es ist schon komisch, dass man sich dabei eigentlich nur die ganze Zeit fragt, ob das die nächste Masche wird: Maul halten ihr H-IV-ler, der da arbeitet und kommt sogar ohne Kleidung aus ...

Beitrag melden
Schinkenfisch 25.08.2010, 15:01
11. Mich packt der Wahnsinn

Was für eine Un-Nachricht.

Hab gehört es gibt so rund 3 Milliarden Menschen die NICHTS haben, nicht mal ein schickes MacBook oder ein iPad - geschweige denn sauberes Trinkwasser.

Beitrag melden
Hesekiel 25.08.2010, 15:04
12. ...

Jetzt gibt es tatsächlich jemanden, der relativ gebildet ist, nen Job hat, trotzdem Verzicht übt - und die Kommentare sind immer noch größtenteils negativ. Ich finde die Idee nicht schlecht, das eigene Leben ein bisschen konsumfreier zu organisieren, gleich ob er das jetzt nur eine Zeit durchhält oder sich papas Auto für die Einkäufe leiht.

Aber es ist wie so oft, brächte der Spiegel ein Interview mit Jesus 2.0 wären die Kommentare sicher "..arbeitet ja nicht", "..weltfremder Idealist" oder ".. ja in jungen Jahren ists doch nix besonderes" o.O

Beitrag melden
auch-mal-kommentierer 25.08.2010, 15:08
13. arm dran

Ich persönlich finde das ziemlich arm.
Wer sich für viele Sachen interessiert und diese auch aktiv ausübt und nicht nur vor dem Computer rumhängt, braucht und hat "zwangsläufig" einen gewissen Besitzstand. Und was ist mit persönlichen Dingen, die einen ein Leben lang begleiten? Und sei's nur die Fotoalben der eigenen Kindheit oder Bücher, ein Fahrrad, Hobby-Kram...
Man muß ja nicht gleich Messi sein, aber ich bin froh, dass ich soviel Zeug zuhause habe und mich jederzeit mit anderen interessanten Dingen beschäftigen kann...auch ohne Computer.

Beitrag melden
mathemusiker 25.08.2010, 15:08
14. Auf den allerersten Blick...

...mag der freiwillige Verzicht auf Konsumgüter ja vielleicht noch bewundernswert erscheinen. 'Wow', mag sich jemand denken, 'was für ein bescheidener und genügsamer Mensch'. Aber Äußerungen wie "mein Kindle, mein iPad, mein Laptop" oder "Ich habe physische Medien durch digitale ersetzt." relativieren das Ganze dann doch sehr schnell wieder. Es handelt sich hier nämlich keineswegs um Verzicht, sondern lediglich um eine ins Extrem gesteigerte Verlagerung des eigenen Lebens ins Digitale und Virtuelle. Und das ist nicht bewundernswert, sondern eher traurig und auch ein kleines bisschen krank.

Beitrag melden
Alf.Edel 25.08.2010, 15:12
15. Eine hervoragende Idee!

Zitat von Subtuppel
Es ist schon komisch, dass man sich dabei eigentlich nur die ganze Zeit fragt, ob das die nächste Masche wird: Maul halten ihr H-IV-ler, der da arbeitet und kommt sogar ohne Kleidung aus ...
Das ist doch schon mal ein Anfang...
:D

Beitrag melden
kamsala 25.08.2010, 15:12
16. Ich auch will....

Zitat von sponleser872
ansonsten lebe ich auch wie ein vöglein von 364 nicht selbstverdienten euronen am tag.
364 am Tag? Das will ich auch, wo kann ich den Antrag stellen?

Beitrag melden
raju1956 25.08.2010, 15:19
17. richtig...

Zitat von mathemusiker
...mag der freiwillige Verzicht auf Konsumgüter ja vielleicht noch bewundernswert erscheinen. 'Wow', mag sich jemand denken, 'was für ein bescheidener und genügsamer Mensch'. Aber Äußerungen....
Danke mathemusiker, der Mann ist wirklich nur krank und nicht beneidenswert!

Beitrag melden
Faromir 25.08.2010, 15:21
18. Vermischung zweier Dinge

Gut finde ich die Idee, sich von Gegenständen zu befreien, welche man nicht (mehr) benötigt. Ich persönlich fühle mich sehr gut, nachdem ich mal wieder irgendeinen Schrank durchgeräumt und zumindest einiges aussortiert/verkauft/weggeschmissen habe.

Schlecht finde ich die Idee, sich von dem realen Leben in die virtuelle Welt zu flüchten (mal von digitalisierten Medien abgesehen). Für Sportarten, zum Ausgehen, für Gesellschaftsspiele etc. braucht man nunmal Dinge, um diesen Interessen nachzugehen... diese Interessen durch digitale Interessen zu ersetzen, um die Möglichkeit zu haben, weniger besitzen zu müssen, halte ich eher für die Idee eines jungen Mannes, der gerade weg von zu Hause ist und es genießt, dass ihn keiner ermahnt, wenn er die ganze Nacht durch World Of Warcraft oder etwas anderes am PC spielt.

Beitrag melden
l4berl1ne 25.08.2010, 15:25
19. mit ohne titel

endlich, auf diesen artikel habe ich gewartet. schon seit einiger zeit fuehle ich, dass dieser verzicht kult kommen wird. viele junge menschen brauchen doch nur noch ein bedsit und einen computer mit internetzugang. alles andere wird nebensaechlich. nun stellt sich die frage ob dies begleiterscheinungen einer internetsucht oder das lebensgefuehl einer neuen generation ist.

die gruende des verzicht kults vermute ich einerseits in der vergeistigung unserer gesellschaft, die auch eine dematerialisierung mit sich zieht, aber ich sehe auch einen massiven kulturellen verfall.

das internet ist unser bequemes tor zur welt, eindruecke werden nur noch digital konsumiert und so mancher science fiction film wird schon bald realitaet.

Beitrag melden
Seite 2 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!