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Volksbegehren gegen Studiengebühren: Zur Halbzeit fehlt eine halbe Million
DPA

Seit einer Woche läuft das Volksbegehren gegen Studiengebühren, aber noch begehren die Bayern nicht richtig auf: Rund vier Prozent der Wahlberechtigten haben bislang unterschrieben. Damit fehlen noch gut 500.000 Unterschriften.

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LT_Lt_Smash 24.01.2013, 22:48
20.

Zitat von grubers
Da kann ich ihnen nur zustimmen. Mich haben die Studiengebühren damals im 3. semester erwischt, musste also auch noch 5 Semester zahlen. Aber, ich habe deutlich die Auswirkungen der 500€/Semester gespürt. Plötzlich gab es mehr Rechner mit besserer Spezialsoftware, Tutoren für Übungsstunden, neue Laborausstattungen usw.
Das mag temporär zutreffen um die Akzeptanz der Gebühren zu steigern. Letzten endes wäre es aber so gekommen das einfach die Zuschüsse gekürzt worden wären.

Zitat von grubers
Die 4-5000€ Studiengebührenkredit hat man relativ schnell wieder abgezahlt. Die Zinsen waren auch mehr als moderat.
Das ist schön wenn 4-5k€ für sie kein Thema sind. Es gibt aber auch andere Fälle, wo dann noch mal 10k€ Bafög dazukommen. Wenn sie dann keinen sicheren Job finden, der auch noch gut bezahlt wird ist auch durchaus mal ne Insolvenz drin.
Zitat von grubers
Wenn ich Deutschland mit anden Ländern vergleiche (USA, GB, OZ) .. ach, da sind wir ja im Paradies!
Das ist richtig. Insgesamt glaube ich auch, das wir insgesamt betrachtet mit dem System des kostenfreien Erststudiums trotz diverser Probleme besser da stehen.

Ich bin auch nicht per se gegen Studiengebühren, nur gegen die Art der Erhebung. Sinnvoller wäre es z.B. nach dem Studium 1% vom Brutto für die Zeitdauer der Studiums zu erheben. Das würde dafür sorgen, keiner in die Insolvenz gedrückt wird nur weil er keinen oder nur einen schlechbezahlten Job findet.

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aspi01 24.01.2013, 22:57
21. Studium so billig wie ein alter Gebrauchtwagen

Die Studenten finden es unerhört, dass sie für ein vierjähriges Studium soviel bezahlen sollen wie für einen alten Gebrauchtwagen: Das ist es ihnen offenbar einfach nicht wert. Dass Gründe und Sozis, die die Studenten lauthals unterstützen, hinterher, wenn die Studierten einen gutbezahlten Job haben, ihnen das 10fache über höhere Steuern wieder wegnehmen wollen, kapieren die offenbar nicht.

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LT_Lt_Smash 24.01.2013, 22:57
22.

Zitat von wurzelbär
Es ist falsch, Studiengebühren ab dem 1. Semester einzufordern. Es wäre richtig, Studiengebühren bei Überschreiten der Regelstudienzeit zu erheben. Warum wird diese Konstellation nie diskutiert?....
Kommt vielleicht daher, dass Langzeitstudiengebühren bei überschreiten der 1,5fachen Regelstudienzeit schon seit geraumer Zeit erhoben werden.

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j0nnl 24.01.2013, 23:10
23.

Zitat von Tanras
Studieren ist eine freiwillige Weiterbildung die zum Ziel hat danach, zumindest in den meisten Fällen, mehr zu verdienen. Ich mache momentan eine Weiterbildung zum KFZ-Meister. Ich muss auch 12000 Euro für den Kurs zahlen. Allerdings als Kredit. Ich sehe ein, dass das beim Studium genauso gemacht werden soll; aber nichts zahlen, mehr oder weniger auf der faulen Haut liegen und 15 Jahre studieren auf Staatskosten ?? Also mal ehrlich, ich habe schon gearbeitet, habe Steuern bezahlt usw. und bekomme für meine Weiterbildung nichts und Studenten sollen alles in den Arsch geschoben bekommen?

Falsch, ein Studium ist Äquivalent zur Ausbildung und nicht zur Weiterbildung zum Meister.
Das schon mal vorweg.
Vor dem Studium hat man einen Schulabschluss, genauso vor der Ausbildung.
Beides sind berufsqualifizierende Bildungswege.
Ihre "Weiterbildung" ist danach persönliches Vergnügen.
Sie vergessen auch wie einige andere, dass viele Azubis mit 16 oder spätestens mit 19 mit der Ausbildung angefangen haben.
Das heißt, das Geldverdienen hat dann angefangen.
Ein schneller Student, der nicht nach links und rechts schaut, hat sein Bachelor mit 22, als es noch Bundeswehr und Dipl-Ing. gab war der Abschluss noch später so bei mitte 20, und auch der Master ist im Durchschnitt erst mit 25 da.
Bis dahin heißt Geldverdienen = Minijob neben dem Studium!
Die Studenten, die 15 Jahre an der Uni sind können Sie mit der Lupe suchen.

Sie erzählen ja so schön, dass Sie schon lange Steuern zahlen, das macht ein Student nicht, weil er ein nicht versteuerungsfähiges Einkommen hat!
Jetzt rechnen Sie noch mal nach, wie viel Geld Sie verdient hatten summa summarum, bis zur ihrem sagen wir 24. Lebensjahr.
Da kommen Sie locker auf mehrere 10.000 €.
Jetzt sagen Sie, das brauchte ich doch zum Leben, da war nichts mit Sparen!
Dann sagt der Student- das Geld zum Leben musste ich noch anders nebenbei besorgen!
Und jetzt wollen Sie sich beschweren, dass Sie 12000€ zahlen müssen, dafür aber einen Kredit kriegen, den Sie dann mit ihrem höheren Gehalt als Meister abzahlen können?
Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Einfach mal Neid wieder einstecken, ist auch nicht sonderlich kleidend.
Wenn es so viel besser, billiger und einfacher ist ein Studium zu machen- jedem steht der Weg frei!

Ich bin auch gar nicht gegen die Studiengebühren.
Es müsste nur so sein, dass es einfacher wird, davon (tw.) befreit zu werden, auch ohne Bafög.
Außerdem müsste die Kohle eben auch transparent und sinnvoll ausgegeben werden.

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unknownpeople 24.01.2013, 23:19
24. Unmögliche Meinungsbilder

Es ist erschreckend und nach gerade zu unglaublich, was für pöbelhafte Meinungen in der Bevölkerung über Studenten bzw. Akademiker im Umlauf sind. Der Grund, warum ein Ingenieur seine Ausbildung kostenlos erhalten sollte, ist ganz einfach: im Vergleich zu einer herkömmlichen Ausbildung ist das Niveau und das Arbeitspensum um ein vielfaches höher, die Entscheidungen die später im Beruf zu treffen sind, von entsprechender Tragweite, da leitende Positionen eingenommen werden. Es ist ein Witz, dass für bestimmte Berufe immer noch Meisterprüfungen vorgesehen sind, in anderen Ländern lernt man die Leute auch einfach an. Die hohen Durchfallquoten in den Ingenieur- und Naturwissenschaften liegen mit Sicherheit nicht an der allgemeinen Verblödung einer ganzen Generation, die allmählich, nach gängiger Vorstellung, in den letzten dreißig Jahren stattgefunden hat, sondern daran, dass der Schweregrad der behandelten Themen der gleiche geblieben ist und es eine massive Ausdifferenzierung vieler Wissenschaftsdisziplinen, aufgrund der Erkenntnisfortschritte der letzten Jahrzehnte, gegeben hat. Aber da man dies ja alles nicht weiß, oder absichtlich nicht berücksichtigt, um das ach so schöne Gefühl des allgemeinen Kulturpessimismus nicht aufgeben zu müssen, lassen sich diese Meinungsbilder wohl kaum überwinden. Ein Masterstudium an einer deutschen Universität dauert aktuell im übrigen 10 Semester (mind.), damit zwei mehr als früher, bei einer erheblichen Mehrbelastung an Prüfungen. Zudem ist eine rechtliche Gleichstellung von Diplom, Magister, Master und erstem Staatsexamen schon vor lägerem erfolgt. Angesichts der Feindseligkeiten, die einem als jemand, der für sein Fach gelebt hat, der wissenschaftlich und damit auf höchstem Niveau gearbeitet hat, der ein Wissen und einen Denkhorizont hat, der weit über dem der Durchschnittsbevölkerung liegt, entgegenschlagen, sollte man diesem Land früher oder später den Rücken kehren. Pfui Teufel Deutschland !

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matbu 24.01.2013, 23:46
25. ...schräges Beispiel

Zitat von plagegeist
... Das der spätere Chefarzt mit seinen hohen Steueraufkommen später die kostenlose Ausbildung anderer finanziert,....
Da könnte was dran sein, wenn das Gehalt des Chefarztes und damit sein "Steueraufkommen" nicht vorher von der Gemeinschaft, nämlich den Versicherten und auch aus Steuern, bezahlt werden würde. Arzt ist ja - so blöd es klingt - kein Beruf, der Wertschöpfung erzeugt. Im finanziellen Sinne. Nur linke Tasche / rechte Tasche.

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funnoy 25.01.2013, 00:32
26. studieren ueber 50

ich bin in England und studiere. Jedes jahr kosted mich ungefaehr £ 15000 Studiengebushren , 3000 bekomme ich umsonst oben drauf. Wenn ich dann arbeit bekommen sollte, mit 54,, muss ich das nur zurueckbezahlen wenn ich ueber £21000 verdine bis ich 65 bin. Danke UK. Ich nehme damit and der Unversitaet und der Gesellschaft teil.

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Ein_Ingenieur 25.01.2013, 00:50
27.

Entweder Keiner oder Alle!
Das andere Universitäten durch den Länderfinanzausgleich Subventioniert werden ist nicht fair!
Außerdem sollten solche Abstimmungen heutzutage mit dem neuen Perso doch bitte online gehen. Wenn es scheitert, dann am Weg zum Rathaus.

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itchybod 25.01.2013, 07:18
28. Hä?

Zitat von moerre
Da kam plötzlich aus dem Nichts ein Mädel auf mich zu und wollte irgendeine Unterschrift... natürlich hab ich nur kurz Nein gesagt und bin sofort weiter gegangen! Bei den vielen "Aktionen", und wegen Geld wird man auch dauernd angesprochen, ist Mensch doch inzwischen auf sofortige Ablehnung programmiert.
Also wenn das Mädel aus dem Nichts, nicht zufällig in Rathaus oder in einer Gemeinde arbeitet, dann geht es dabei nicht um Studiengebühren.
Für das aktuelle Volksbegeheren muss man sich mit Personalausweis in einer der offiziellen Eintragungsorte einfinden. Meißtens ist das die Gemeinde oder das Rathaus.
Aber an Ihrem Beispiel sieht man, warum diese Volksbegehrne so oft scheitern, 90% der Leute sind zu faul sich zu informieren und dann auch noch 15 Minuten ihrer kostbaren Zeit am Abend zu opfern.

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itchybod 25.01.2013, 07:27
29.

Zitat von Tanras
Studieren ist eine freiwillige Weiterbildung die zum Ziel hat danach, zumindest in den meisten Fällen, mehr zu verdienen. Ich mache momentan eine Weiterbildung zum KFZ-Meister. Ich muss auch 12000 Euro für den Kurs zahlen.
Moment! Das Studium ist zunächst keine Weiterbildung. Das Ziel eines Studiums ist ein erster Abschluss, der den Eintritt in einen qualifizierten Beruf ermöglicht. Als Abiturient kann man nun mal nicht gleich als Ingenieur arbeiten. Vor Ihrem Meister haben Sie eine kostenlose Gesellenausbildung genossen.
Ein Zweitstudium war schon immer kostenpflichtig.
Abgesehen davon steht es Ihnen ja frei ein Volksbegehren zu starten.
Wie sieht das aber denn aus mit den Autos? Wer hat denn die Autos konstruiert? Wer macht die Motorentechnik? Wer entwickelt neue Lacke? Machen Sie das in ihrer Werkstatt oder machen das vielleicht studierte Ingenieure?

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