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Von der Förderschule an die Uni: "Die Ärzte sagten, ich sei intelligent"
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Sonderschüler! Dieses Stigma klebte an Christian Corrada. Er lernte erst spät richtig sprechen, landete auf einer Förderschule - dann kämpfte er sich hoch, bis zum Einser-Uni-Abschluss. Heute macht er Karriere als Wirtschaftsingenieur. Wie hat er das geschafft?

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suedseefrachter 16.02.2014, 11:32
1.

Zitat von sysop
Sonderschüler! Dieses Stigma klebte an Christian Corrada. Er lernte erst spät richtig sprechen, landete auf einer Förderschule - dann kämpfte er sich hoch, bis zum Einser-Uni-Abschluss. Heute macht er Karriere als Wirtschaftsingenieur. Wie hat er das geschafft?
Lehrer sind auch nur Menschen, und die meisten haben keinerlei Lebenserfahrung.

Ich erinnere mich an die erste Physikstunde, irgendwie wollte der Lehrer damals auch wissen was die Eltern so machen. Da meinte einer sein Vater sei Schauspieler da meinte der Lehrer dann arbeitet er also überhaupt nichts auf erniedrigende Weise.
Dieser gewisse Lehrer hat heutzutage ein höheres Amt im Bildungswesen.

Meinen Kindern präge ich soweit ein nur bedingt Respekt vor Lehrern zu haben vor solchen Klugscheissern braucht man weder Angst noch Respekt zu haben. Und die Noten sind im Leben auch nicht so wichtig - schlussendlich zählt dann doch was man macht. Es gibt viele Mittel und Wege, und das nicht nur in Deutschland.

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jizzyb 16.02.2014, 11:33
2. Kenne auch so einen Fall

Zitat von sysop
Sonderschüler! Dieses Stigma klebte an Christian Corrada. Er lernte erst spät richtig sprechen, landete auf einer Förderschule - dann kämpfte er sich hoch, bis zum Einser-Uni-Abschluss. Heute macht er Karriere als Wirtschaftsingenieur. Wie hat er das geschafft?
Der Sohn einer Nachbarin ist Legastheniker, die Schulempfehlung nach der Grundschule: Sonderschule, allerhöchstens Hauptschule!

Er hat jetzt einen Realschulabschluss mit 1,1 und wurde vom Ausbildungsbetrieb mit Kusshand genommen.

Wer wirklich wissen will, wie kompetent Lehrer in Bezug auf die zukünftige Schulwahl sind, sollte sich mal mit der IGLU-Studie befassen.

Auch meine Kinder bekamen - nach dem Überspringen der 3. Klasse - interessanterweise nur eine Realschulempfehlung - heute laufen beide aufs Abi zu.

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plbrkr 16.02.2014, 11:44
3. Unglaublich

Eine faszinierende Lebensgeschichte !

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siebenh 16.02.2014, 11:44
4. Ja, klar

Ist schon recht. Er macht den Abschluss mit 1,1. Schreibt in den Jahren zuvor nur Einsen. Aber die bösen Lehrer an der realschule sagen, er schafft das Gymnasium nicht. Den Lehrer möchte ich sehen. Ich bin selbst Realschullehrer. Niemals würden ich oder einer meiner Kollegen zu einem Schüler mit diesem Notenbild etwas derartiges sagen. Entweder ist dieser Lehrer ein besonderes Exemplar und sollte den Job wechseln oder die Geschichte ist erfunden. Drama und Lehrerschelte verkaufen sich besser.

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altmannn 16.02.2014, 11:53
5. Eigentlich

Zitat von sysop
Sonderschüler! Dieses Stigma klebte an Christian Corrada. Er lernte erst spät richtig sprechen, landete auf einer Förderschule - dann kämpfte er sich hoch, bis zum Einser-Uni-Abschluss. Heute macht er Karriere als Wirtschaftsingenieur. Wie hat er das geschafft?
spricht der Artikel gegen Inklusion und für besondere Förderung in einer geborgeneren Umgebung.

Ob die notwendige Förderung bei besonderen Lernschwierigkeiten in inkludierten Schulen wirklich leistbar ist, halte ich auf Grund der personellen Ressourcen und der finanziellen Zwänge für zweifelhaft.
Aber bis das erkannt wird, werden wieder einige Kinder als Versuchskaninchen die A-Karte ziehen.

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sonnenschein2013 16.02.2014, 11:53
6. Das kommt mir sooooo bekannt vor...

Auch meine Tochter wurde als "behindert" eingestuft. Im geschuetzten Raum der Grundschule und von einer Grundschullehrerin die ihr viel Symphatie entgegenbrachte, war ihr Legasthenieproblem keine Behinderung. Aus lauter Symphatie unterschaetzte die Lehrerin zwar leider das Problem, aber mein Kind war nicht behindert! Erst im Gymnasium da wurde man deutlich. Der Deutschlehrer und die Englischlehrerin bestaetigten unisono" das Kind muss in die Sonderschule" und " hat auf dem Gymnasium nichts zu suchen". Nach einer laengeren Leidenszeit an diesem Gymnasium, hat meine Tochter die Schule gewechselt in die Freie Schule in Koeln. Ich weiss nicht was passiert waere haette ich diese Entscheidung nicht getroffen? Diese Schule war der Segen fuer mein Kind. Kleine Klassen, persoenliche Betreuung, grosse Sozialkompetenz....die Schueler sind Individuen die auch so respektiert werden mit all Ihren Faehigkeiten ....keine kleinen "Monster" die eine Ellenbogenmentalitaet antrainiert bekommen und zum Abitur getriezt werden. Heute studiert meine Tochter und will Lehrerin werden. Ihr groesster Wunsch ist, das die Kinder die ihr als Lehrerin begegnen nicht den Leidensweg erfahren muessen, der ihr leider nicht erspart blieb.

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thomas_gr 16.02.2014, 11:54
7.

Typisch Deutschland. Schubladendenken und Vorurteile überall.

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el`Ol 16.02.2014, 11:54
8. Schubladen

Ich denke, Leute aus ihren Schubladen nicht rauslassen zu wollen, ist nicht unbedingt Böswilligkeit, Schubladen vereinfachen einfach so schön das Denken (v.a. im professionellen Bereich).

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siebenh 16.02.2014, 11:56
9. Ich wiederhole mich gerne

Zitat von jizzyb
Der Sohn einer Nachbarin ist Legastheniker, die Schulempfehlung nach der Grundschule: Sonderschule, allerhöchstens Hauptschule! Er hat jetzt einen Realschulabschluss mit 1,1 und wurde vom Ausbildungsbetrieb mit Kusshand genommen. Wer wirklich wissen will, wie kompetent Lehrer in Bezug auf die zukünftige Schulwahl sind, sollte sich mal mit der IGLU-Studie befassen. Auch meine Kinder bekamen - nach dem Überspringen der 3. Klasse - interessanterweise nur eine Realschulempfehlung - heute laufen beide aufs Abi zu.
Nach vielen Jahren als Lehrer und anfänglich vielen systembedingten Schulwechseln kenne ich mit Sicherheit mehr Kollegen als sie. Einen Schüler, der dieses Notenbild erreicht wird jeder meiner aktuell über 100 Kollegen mit Sternchen und Raketen im eigenen Auto zum Gymnasium fahren. Versprochen.

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