Forum: Leben und Lernen
Von der Leyen darf Doktortitel behalten
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m.urstoeger1 09.03.2016, 18:13
1. Wie erwartet

Der Adel steht halt nach wie vor über allem. Wer sich eingehender mit den plagiierten Textteilen auseinandergesetzt hat, darf niemals zu dem Schluss kommen, dass es sich um handwerkliche Fehler handelt. Eine Täuschungsabsicht ist mehr als offensichtlich.
Ich würde gerne erfahren, wie meine Professoren darüber denken.

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Luscinia007 09.03.2016, 18:17
2.

Das finde ich sogar in Ordnung. Im Gegensatz zu vielen - sehr vielen - medizinischen Dissertationen, die zwar handwerklich sauber sind, hat vdLs Diss die Wissenschaft tatsächlich vorangebracht.
Und vdLs Diss entspricht auch den Ansprüchen, die zeitgenössisch an medizinische Dissertationen gestellt werden - Text abliefern, der einigermaßen nach Foschung klingt, Titel abholen, weil der Titel in der Hausarzpraxis Standard-Anforderung ist, nicht weil der Nachweis der Fähigkeit zu Forschen von Nöten ist.
Warum an vdL höhere Maßstäbe ansetzen als an die Durchschnitts-Mediziner-Diss.

Sinnvoller als ein Entzug des Doktortitels wäre hier die Diskussion, ob Mediziner, die nicht in Forschung und Lehre gehen wollen, sondern Praktiker sein wollen, ober dieser akademische Grad, der eigentlich die Befähigung zum Forschen belegen soll, für medizinische Praktiker überhaupt gefordert sein soll.
Dazu wäre es nötig, dass die Anforderungen an med. Diss. - vom Inhalt her!! - um ein paar hundert Prozent erhöht werden.

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Sonia 09.03.2016, 18:20
3. Letztlich völlig egal

in ihrer Begeisterung für militärische Einsätze, Aufrüstung usw. übertrifft sie alle männlichen Vorgänger. Es hätte eine Chance bestanden, wenn die Uni den Vorwürfen gefolgt wäre, vielleicht wieder einen friedliebenderen Verteidigungsminister zu bekommen.

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Neapolitaner 09.03.2016, 18:21
4. Waren Zitierfehler für den Duktus der Arbeit

wichtig? Was die Sprachforscher nicht berücksichtigt hatten: nat.wiss. Arbeiten haben einen Duktus: Aufgabenstellung, Methoden, Ergebnisse. Das "Drumrum" ist sozusagen Belletristik. Da nehmen sich diese Arbeiten große Freiheiten heraus. Anders wäre zu entscheiden, wenn bei Erzielung von Ergebnissen von Anderen abgeschrieben worden wäre. Ich könnte viele Arbeiten nennen, bei denen "nicht korrekt zitiert" worden ist, ohne dass das den Wert der Arbeiten irgendwie schmälern würde. Anders ist es bei Frau Schavan, die im Duktus ihrer Arbeit, also in den Herleitungen, Fremdmaterial eingearbeitet hat, ohne dieses deutlich zu machen - statt dessen trickreich verschleierte. "Andere Baustelle" - auch für Plagiatjäger. Wenn bei Frau v.d.L. die Promotion aberkannt worden wäre, müssten viele nat.wiss. Arbeiten gleichermaßen abgewertet werden. Das wurde nun ausgebremst.

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Glasperlenspiel 09.03.2016, 18:21
5. Eigenartig...

...wenn jetzt ein weniger prominenter Zeitgenosse vergleichbare Probleme mit seiner medizinischen Dissertationsschrift hat, kann er dann dann auch von einer ähnlichen Großzügigkeit der Hochschule ausgehen?

Ist das als Präzedenzfall zu verstehen? Oder ist das der Anfang vom Ende des Dr.med.?

Oder wollten die Leute einfach sagen: "Bei der Albrecht-Tochter konnten wir garnicht anders handeln."

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TS_Alien 09.03.2016, 18:22
6.

Wenn man nachweisbar auf 27 von 62 Seiten mindestens fehlerhaft gearbeitet hat, ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar. Zwar ist bei den meisten medizinischen Dissertationen der Inhalt sowieso ohne wissenschaftliche Relevanz. Aber gerade dann muss man zumindest die formalen Kriterien erfüllen.

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jerantu 09.03.2016, 18:22
7. Einfach

sich eine eigene Meinung bilden (http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Ugv/Fragmente/Gesichtet_g) und darauf aufbauend die Unbefangenheit der Universität überdenken.

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langortulf 09.03.2016, 18:24
8. Von der Leyen

so laufen die Geschäfte mit Druck von Frau Merkel- ein weiterer Sargnagel für die Politikverdrossenheit- es
passt in die heutige Zeit muss man sich noch wundern über die Gewinne der AFD-warten wir auf den kommenden Sonntag- ich befürchte einen Erdrutsch für Berlin

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JDB 09.03.2016, 18:26
9. Na super

Und besonders ungerecht an dieser Entscheidung: In Deutschland kann anscheinend keiner gegen diese Entscheidung zur Nichtaberkennung des Doktorgrades klagen. Bananenrepublik?

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