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Vorlesestudie 2019: Wie Vorlesen auch ohne Bücher funktioniert
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Ein Drittel der Eltern liest nicht oder zu selten vor, vor allem Väter. Das zeigt eine aktuelle Studie. Darin betonen die Fachleute: Vorlesen sei viel mehr als das, was sich die meisten darunter vorstellen.

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bandelier 29.10.2019, 14:19
1. Mein Sohn hat sich im Studium dafür bedankt,

dass ihm so viel vorgelesen wurde, er deshalb natürlich selbst eifriger Leser wurde. Das hat ihm das Studium sehr erleichtert, weil er Texte viel schneller erfassen konnte. Abgesehen davon war es natürlich schön, nachmittags oder abends mit den Kindern zu kuscheln und dabei vorzulesen. Heute geniesse ich es, den Enkeln vorzulesen, die selbst sehr lesefit sind , dennoch den Kuschelfaktor beim Vorlesen zu lieben.

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anna cotty 29.10.2019, 15:02
2.

Ich habe meinen Kindern vorgelesen, bis sie 10 oder 12 Jahre alt waren. So lernten sie Buecher kennen, die sie sonst nicht gelesen haetten.
Da zwischen meinen beiden aelteren Kindern und den beiden juengeren einige Jahre Altersunterschied waren, habe ich , zum Beispiel, Tolkiens 'Herr der Ringe' zweimal vorgelesen.
Mir hat das Vorlesen sehr viel Freude gemacht und ich habe immer Buecher ausgesucht, die ich selber mochte. Es gehoerte zur abendlichen Routine, den Kindern vorzulesen.
Alle 4 'Kinder' sind heutzutage begeisterte Leser und auch meine Enkel lesen weit ihrer Altersgruppe voraus.
Keiner in unserer Familie koennte sich vorstellen, ohne Buecher zu leben.

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lisa.hechter 29.10.2019, 15:07
3. Text widersprüchlich

Laut Grafik lesen Eltern mit niedriger Bildung deutlich häufiger als Eltern mit mittlerer oder höherer Bildung. Im Text steht aber etwas anderes.

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Ballaststoff 29.10.2019, 15:20
4. Genau hinsehen

Zitat von lisa.hechter
Laut Grafik lesen Eltern mit niedriger Bildung deutlich häufiger als Eltern mit mittlerer oder höherer Bildung. Im Text steht aber etwas anderes.
Falsch. Dargestellt sind nur die Segmente, in denen SELTEN vorgelesen wird. Da sind die bildungsfernen überrepräsentiert. Weil die anderen "grauen" Segmente (HÄUFIGERES Vorlesen) fehlen, sieht es auf den ersten, oberflächlichen Blick so aus, als würden die Bildungsfernen öfter vorlesen. Mich irritiert allerdings auch das Fehlen der "grauen" Segmente.

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PeterDöring 29.10.2019, 15:24
5.

Zitat von Ballaststoff
Falsch. Dargestellt sind nur die Segmente, in denen SELTEN vorgelesen wird. Da sind die bildungsfernen überrepräsentiert. Weil die anderen "grauen" Segmente (HÄUFIGERES Vorlesen) fehlen, sieht es auf den ersten, oberflächlichen Blick so aus, als würden die Bildungsfernen öfter vorlesen. Mich irritiert allerdings auch das Fehlen der "grauen" Segmente.
Die "grauen Segmente" lassen sich durch Anklicken einblenden.
Ist in der Tat sehr ungeschickt gemacht, dass die ausgeblendet sind.

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OompaLoompaOfScience 29.10.2019, 15:52
6. Ganz einfach ...

jeden Abend wird im Bett noch eine Geschichte vorgelesen. Mal unabhängig von irgendwelchen pädagogischen Effekten ist das für meine Kinder (4 und 5) auch ein perfektes Mittel um herunterzufahren. Genauso tagsüber, wenn es mal wieder ein wenig zu hoch her geht, 30 Minuten lesen und sie sind wieder tiefenentspannt.

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Jone 29.10.2019, 17:20
7. Alternative zum Vorlesen

Unsere Tochter ist ganz begeistert von ausgedachten Geschichten. Sie gibt zwei Wörter vor, die wir dann einbauen müssen. Gespannt wartet sie, wann und wo ihre Wörter dann auftauchen.
Über die Jahre haben wir eine ganz eigene Welt mit festen Personen geschaffen, die verschiedene Abenteuer oder Alltagssituationen erleben.
Anfangs war das eine Notlösung, weil wir nicht immer die gleichen Bücher lesen wollten. Nun liest sie selber, aber die Geschichten müssen immer noch sein.

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remedias.cortes 29.10.2019, 17:21
8.

Zitat von bandelier
dass ihm so viel vorgelesen wurde, er deshalb natürlich selbst eifriger Leser wurde. Das hat ihm das Studium sehr erleichtert, weil er Texte viel schneller erfassen konnte. Abgesehen davon war es natürlich schön, nachmittags oder abends mit den Kindern zu kuscheln und dabei vorzulesen. Heute geniesse ich es, den Enkeln vorzulesen, die selbst sehr lesefit sind , dennoch den Kuschelfaktor beim Vorlesen zu lieben.
Meine Töchter haben sich nicht bedankt. Die fanden das selbstverständlich. Ich werde Ihnen mal diesen Artikel zeigen müssen.

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scxy² 29.10.2019, 17:42
9. Vorlesen ist meine intensivste Zeit mit den Kindern

Die Nähe durch ein gemeinsames Eintauchen in die Geschichten ist für mich ein großartiges Gefühl. Manchmal lachen wir gemeinsam herzhaft über die Tollpatschigkeit der Protagonisten, zittern wegen gefährlicher Situationen oder freuen uns, wenn eine Geschichte ein gutes Ende findet.
Ich habe den Eindruck, dass die Kinder das Vorgelesene extrem aufmerksam verfolgen und sich eine genaue Vorstellung davon bilden. Eine herrliche Gedankenübung. Großartig auch, wenn an in der echten Welt Dingen begegnet, die man zuvor schon aus Büchern kennengelernt hat. Bspw. letztens hatte ich eher ein Sachbuch über Saurier, später waren die Kinder (leider ohne mich) in einem Saurierpark und haben vieles wiedergesehen, was wir zuvor nur vom Buch kannten. Die fünfjährige will jetzt "Paläontologin" werden, wirklich eine Wissenschaftlerin!
Mal sehen, was daraus wird, wenn wir demnächst "Fridolin, der freche Dachs" vom Fallada angehen werden. In Feldberg waren wir letztes Jahr im Urlaub. Da habe ich den Ort, an dem das Buch verfasst wurde, schon vorgestellt - nur so zum Beispiel. Lesen ist wirklich ein Zauber!

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