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Vorsorgen für die Rente: "Spätestens ab Anfang 30"
DPA

Da hat man gerade den ersten Job - und schon nerven die ersten Fragen zur Rentenvorsorge. Muss das sein? Ja, muss, sagt der Experte. Aber bitte nicht verrückt machen lassen.

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smartphone 31.05.2016, 08:27
1. Vorsorgewahn

Statistiken sind geduldig ...Man sollte sich bei solchen Vorschlägen mal vor Augen halten , daß die sog. Jungen - also Leutz bis 40(!) sich erst mal um Familiengründung UND Kinder kümmern sollten . Waas man hier suggeriert ist ein Wegfall der Rentensäule, die Ihre (negierten) Ursachen hat. Wenn man schon Artikel liest , in welchen die 24 jährige sich schon als "alt einstuft .....ist das vielsagend und auch ein Zeichen des dramatischen Verfalls unsrer Einstellkultur. Wir benötigen eine massive Umstellung der Denkparadigmen ...Darin ist ein BGE ( >> 1500 je ERW +KV ) nur ein Einzelbaustein. Denn

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jujo 31.05.2016, 08:51
2. ...

Ich bin als Seemann nie den Verlockungen des hohen Netto unter fremder Flagge erlegen wie so viele Kollegen,
die nur das Minimum freiwillig in die Rentkasse einzahlten.
Bei der Rentenberatung habe ich es dann erlebt wie ein Kollege herumjammerte wie er denn von 450 Euro im Monat leben solle. Private Vorsorge wohl null, später sah ich ihn aber im Protzmercedes wegfahren.

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steuerbelasteter 31.05.2016, 08:57
3. Wohneigentum

ist eindeutig die beste Vorsorge. Wer in der entschuldeten eigenen Wohnung im Alter lebt, erhöht sein Alterseinkommen um die ersparte Kaltmiete also um mindestens ca. 500 ? netto mtl. Dieser Vorteil fliesst steuer- und abgabenfrei zu. Man braucht für diesen geldwerten Vorteil auch keine höheren Krankenkassebeiträge zu zahlen. Es war ein grosser Fehler, die Eigenheimzulage abzuschaffen. Auch wegen der steigenden Mieten und Zuwanderung brauchen wir zusätzlichen Wohnraum. Die heutigen Foerderinstrumente um die Riesterrente herum sind weitgehend wirkungslos. Die falsche Eigentumsfoerderung sollte so schnell wie möglich korrigiert werden.

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ewignixtun 31.05.2016, 09:03
4. Die betriebliche Altersvorsorge kann man sich sparen!

Ich (Ende 30) habe meine betriebliche Altersvorsorge soeben gekündigt bzw. beitragsfrei gestellt. Warum?
Weil von ihr nur zwei Parteien provitieren: Die Versicherung und der Makler. Ich nicht!
Von dem angeblichen Steuer"vorteil" habe ich nämlich gar nichts. Den bekomme nicht ich, sondern die Versicherung. Lasse ich mir bei Renteneintritt dann alles auf einmal auszahlen, genehmigt sich der Staat direkt (nach heutiger Besteuerung) 42% davon zurück. Ist man in der GKV versichert, fallen nochmals (nach heutigem Beitrag) ca. 15% an. Also in Summe schon mal 57% der Zahlung weg. Das ist der sogenannte Steuer"vorteil". Ich lache mich schlapp.
Alternativ könnte ich mir diese Vorsorge auch monatlich auszahlen lassen. Dann müsste ich aber schon über 97 Jahre alt werden um alles zurück zu bekommen was eingezahlt wurde. Eine ziemlich stramme Wette!!
Die Versicherungen blenden immer mit Formulieringen wie "nach den derzeitigen Überschusssätzen". Da kann man auch gleich Lotto spielen oder ins Casino rennen.
Wenn überhaupt sollte man die garantierte Zahlung zugrunde legen. Und selbst die ist nicht garantiert.
Sollte das Zinsniveau weiter so sein wie jetzt, dann werden die Versicherer auch die ohnehin schon knappen Renditen nicht mehr einhalten können.
Dann wird (mal wieder) ein Antrag bei der BAFIN gestellt, etwas rumgeheult und selbst die garantierte Summe runtergeschraubt.
Aber ist ja eigentlich auch logisch: Die Versicherung hat Kosten (12-14%), der Makler bekommt Provision (ca. 4%). Wenn einem dann vorgegaukelt wird, daß man (sagen wir) 3% Rendite erhält, müsste die Versicherung schon 19-21% Gesamtrendite mit meinem Geld erwirtschaften.........das ist selbst bei hochspekulativen Zockereien wie Binäroptionen im Schnitt nicht zuerzielen.

Meine Empfehlung: Finger weg von Riester, Rürupp und BAV. Vorsorge: JA! Aber direkt selber in Aktien und/oder Immobilien.

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a-mole 31.05.2016, 09:04
5.

Riester Rente, Lebensversicherung, Bausparvertrag.... habt ihr den Artikel recycled? Ich hab da dann aufgehört zu lesen... vielleicht setzt ich heut Nachmittag nochmal an.

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nurEinGast 31.05.2016, 09:05
6.

Man sollte nur nicht vergesssen, dass es für viele Menschen schlichtweg einfach nicht möglich ist, vorzusorgen. Wer als Facharbeiter mit 10 oder 11 Euro (ein durchaus üblicher Stundenlohn in Thüringen)bei 40h nach Hause geht hat in der Regel andere Prioritäten als sein Geld den Rentenversicherern hinterherzuwerfen.

Hinzu kommt, dass Rentenversicherungen nicht seriös planbar sind- sie sind immer eine Art Lotterie, wie man ja auch bei der angeblich so guten Riesterrente sehen kann. In 40 Beitragsjahren kann viel passieren- und eine Satzungsänderung zum Nachteil der Einzahlenden ist hierzulande jederzeit möglich.

Unterm Strich kommt eine Rentenversicherung nur für diejenigen in Frage, die sie eigentlich nicht brauchen (weil sie gut verdienen und anderweitig vorsorgen könnten). Alle anderen fallen mal wieder hinten runter.

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brasil-kicker 31.05.2016, 09:08
7. Vorsorge lässt sich errechnen

Nun, in dem Artikel werden m. E. einige Dinge etwas unschön vermengt. Aber so ein Teufelszeug ist das mit der Altersvorge doch garnicht. Im Grunde fängt doch alles damit an, sich mal in Ruhe zu überlegen, was im Alter ein sinnvolles und passendes Einkommen ist, mit dem man gut auskommt. Zieht man davon die gesetzliche Rentenerwartung ab, weiß man, wofür man selbst geradestehen muss. Inflation nicht vergessen dabei (dazu gibt es im Netz viele Rechner). Wenn man jetzt noch die statistische Lebenserwartung kennt, kann man ausrechnen, wieviel Geld beim Renteneintritt nötig ist. Dies wiederum lässt sich dann aufs aktuelle Alter herunterrechnen in eine nötige Sparrate unter Annahme einer vertretbaren (derzeit leider sehr niedrigen) durchschnittlichen Wertentwicklung. Gebe ich dann beim Start mal Alter 30 oder 40 ein, sehe ich wunderbar, warum es gut ist, früher anzufangen ;-). Sinnvolle Produkte gibt es genug. Staat und Arbeitgeber sollten beteiligt werden...

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Eros1981 31.05.2016, 09:23
8. Welche Rente?

Ich hatte gestern einen Termin beim Jobcenter, in dem mir unverblümt gesagt wurde, dass für mich beruflich der Zug abgefahren ist und das Jobcenter auch nicht in der Lage ist mir eine Umschulung zu finanzieren.

Tja, gerade mal 34 und schon beruflich auf dem Abstellgleis. So läuft das hier in Deutschland.

An eine Rente ist da natürlich nicht zu denken.

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Sibylle1969 31.05.2016, 09:26
9. Jahrgang 1969

Ich bin Jahrgang 1969, arbeite seit 19 Jahren und habe theoretisch noch mehr als die Hälfte meines Berufslebens vor mir. Die geburtenstarken Jahrgänge der 60er Jahre gehen in 10-20 Jahren in Rente. Derzeit geht der Jahrgang 1950 in Rente.

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