Forum: Leben und Lernen
Vorstoß aus Niedersachsen: "Das Kooperationsverbot muss weg"
DPA

Ein bisschen Zusammenarbeit bei den Hochschulen, aber keine Kooperation in der Schulpolitik: Darauf hatten sich Bund und Länder eigentlich schon geeinigt. Jetzt macht Niedersachsen das Fass wieder auf.

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Immanuel_Goldstein 02.09.2014, 18:10
1. Abschaffen

Das Kooperationsverbot ist ein archaisches Überbleibsel vermeintlicher Parteimacht. Es gehört längst abgeschafft, weil es den dringend nötigen Ausbau von Schulen und Hochschulen schwer behindert.

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fliegender-robert 02.09.2014, 18:49
2. Schon der Name sagt doch alles !!

"Kooperationsverbot" - gibt es so etwas tatsächlich, dass ein positiv besetzter Begriff (Kooperation) als Verbot genutzt wird?? Etwa Gesundheitsverbot, Schön-Wetter-Verbot, Gute-Laune-Verbot??

Aber das SCHLIMMSTE in unserem maroden Bildungswesen ist der FÖDERALISMUS ! Jede Landesfürst kocht sein eigenes Süppchen, jeder Lehrer hat andere Bücher - überall Chaos!!

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mercutiool 02.09.2014, 18:57
3. Weg damit, ganz genau!

Als Niedersachse muss ich dem Herrn Ministerpräsidenten leider attestieren, dass er selten richtig liegt. Aber immerhin (warum auch immer): In diesem Punkt hat ein blindes Huhn das sprichwörtliche Korn gefunden. Weg mit dem Unfug: Streicht das Kooperationsverbot!

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hobbyleser 02.09.2014, 19:29
4. Bildungspolitische Kleinstaaterei erzeugt Kleingeister

Es sollte endlich schlussgemacht werden mit dieser bildungspolitischen Kleinstaaterei auf Kosten unserer Kinder. Alle Schulen sollten gleich ausgestattet und gleich finanziert sein. Diese idiotische Konkurrenzdenken bei der Bildung zwischen den Ländern muss endlich aufhören, damit alle an einem Strang ziehen können, um mehr zu erreichen.

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ostseesegler 02.09.2014, 19:48
5. Viel schlimmer ist das Konnexitätsprinzip...

Ach, Föderalismus ist nicht das eigentliche Problem. Und es wird nicht fallen, weil die Länder ihre Spielwiesen brauchen. Wesentlich störender ist das Konnexitätsprinzip, das den Ländern letztendlich verbietet, den Kommunen als (meist) Schulträgern Vorgaben zu machen. Wir haben nur 16 Länder, aber einige tausend Schulträger! Und die machen in der Tat mehr oder weniger unkoordiniert, was sie wollen. Die Länder sind ja "nur" für Lehrkräfte und Lehrpläne zuständig. Ausstattung, Anschaffung von Schulbüchern, Schulbau, Computer etc.: Alles in der Regel rein kommunal und eben nicht Ländersache...

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mariowario 02.09.2014, 22:48
6. Vielleicht ist ein Verbot nicht gut, aber…

die Wahrscheinlichkeit ist groß das das der Weg zur uniformen Einheitsschule werden soll. Später soll aber keiner jammern (wie beim Euro oder den Schäden der Globalisierung).

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Wolffpack 02.09.2014, 23:49
7.

Recht hat er. Mehr gibts dazu nichts zu sagen.

@ostseesegler: Ich schätze (hoffe!) das fällt dann gleich mit.

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ebehrens 03.09.2014, 00:38
8. Kooperation war vorgeschrieben, hat aber nicht funktioniert

Es ist erschütternd, wie ungebildet unsere Landespolitiker sind. Das Grundgesetz schrieb - nicht von Anfang an, aber jahrzehntelang bis 2006 - einen Bildungsgesamtplan vor, der von Bund und Ländern mit Mehrheit zu verabschieden war. Er wurde von den Schulministern beschlossen und von den Finanzministern torpediert. Danach jahrzehntelanger Stillstand.

Es ist nicht einmal wahr, dass der Bund mehr Geld hat als die Länder. Er hat höhere Schulden. Aber er hat für fast alle Steuern die Gesetzgebungskompetenz. Mit der Grundgesetzänderung, die die Schuldenbremse einführte, wurde den Ländern auch noch die Möglichkeit genommen, durch Schuldenaufnahme ihre Bildungswesen besser auszustatten.

Wer eine Grundgesetzänderung für möglich hält, sollte bei der Finanzverfassung ansetzen und den Ländern mehr Rechte in der Steuergesetzgebung verschaffen. Sie sollten zumindest - wie die Kirchen - ihren Anteil an der Einkommensteuer selbst bestimmen können. Dann müssten sie mit ihrer Kompetenz für das Schulwesen zeigen, was sie bildungspolitisch können, ohne sich auf fehlendes Geld berufen zu können.

Auf der Ausgabenseite ihrer Haushalte sind die Länder schon heute völlig frei. Sie verbraten ihr Geld an anderer Stelle, nicht in der Bildung, und lenken die Aufmerksamkeit der Wähler von ihrem bildungspolitischen Versagen ab, indem sie das Kooperationsverbot angreifen. Wenn es aufgehoben wird, werden sie dem Bund die Schuld für ihr bildungspolitisches Versagen in die Schuhe schieben.

Eckhard Behrens, Heidelberg

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bumminrum 03.09.2014, 06:35
9. der Förderalismus

ist eine Strafe für Deutschland und die Bevölkerung. Wer braucht alle paar Kilometer ein anderes Schulsystem. Kinder lernen trotzdem nach den gleichen Regeln. Das gehört genauso wie die vielen sinnlosen Ländergesetze, Vorschriften usw. abgeschafft.

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