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Vorurteile gegen Islamwissenschaftler: "Die meisten denken gleich an Terrorismus"

Ihnen schlägt Skepsis entgegen, sie haben mit Vorurteilen zu kämpfen, sie stehen unter Verdacht: Dabei entscheiden sich viele angehende Islamwissenschaftler aus sehr weltlichen Gründen für das Studium des Korans.

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spon-453-7coi 30.07.2014, 10:08
1. Ja, warum wohl?

Herabwürdigung der Frau. Massives Vorgehen gegen Andersgläubige. Terrorismus von China bis Nordafrika. Staatliches Chaos. Schlechte Wirtschaft. Niedrigeres Bildungsniveau als bei anderen Einwanderergruppen. Ja, man kann gegen den Islam Vorurteile haben, die aber eben aus der Realität genährt werden.

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sargeantangua 30.07.2014, 10:23
2. Ach ja, die Geisteswissenschaften ...

Hätten sich die Politiker - insbesondere ausm Amiland - mal vor irgendwelchen kriegerischen Auseinandersetzungen von Politologen, Soziologen, Islamwissenschaftlern etc pp über die unbekannte Welt des Nahen und Mittleren Ostens informieren lassen, dann wäre der Welt wahrscheinlich viel Leid erspart geblieben. Und Sprüche über "Kreuzzüge".
Schließlich hat jeder Kapitän Lotsen an Bord, wenn er sein Schiff durch gefährliche Gewässer bewegen soll.
Aber solche Fächer werden ja nicht für voll genomnmen.
MINT braucht man, dabei haben wir im Augenblick weitaus größere Probleme in und zwischen Gesellschaften, die weitaus dramatischere Konsequenzen haben als ein ev. etwas langsamerer techni9scher Fortschritt.
Und was das Vorurteil "Laberfach" angeht - jeder Naturwissenschaftler würde vor den hochkomplexen Problemen einer Gesellschaft das Handtuch schmeißen.

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plagiatejäger 30.07.2014, 10:26
3. Islamwissenschaft ist Terrorismuswissenschaft

Da ist es sogar von großem Vorteil, wenn echte Wissenschaftler "außerhalb" des Käfigs sind. Das machen Physiker, Chemiker und Biologen, also echte Wissenschaftler doch genauso. Problematisch wird es immer erst, wenn man versucht als Mensch andere Menschen wissenschaftlich zu beurteilen - da sitzt man halt automatisch im falschen Käfig. Islamwissenschaftler in Deutschland sollten tunlichst keine Muslime sein, um anerkannte Wissenschaftler zu werden.

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kai-man2010 30.07.2014, 10:28
4. Muslima

Dieses Wort gibt es nicht. Es ist schon traurig das so etwas immer wieder in Artikeln auftaucht.
Das Wort Muslima wurde von der deutsachen Prese und dem Deutschen Fernsehen erfunden. Es heißt Muslimin. Wie bei uns Christin. Und nicht Christina.

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jaein 30.07.2014, 10:30
5. ach....

Zitat von sysop
Ihnen schlägt Skepsis entgegen, sie haben mit Vorurteilen zu kämpfen, sie stehen unter Verdacht: Dabei entscheiden sich viele angehende Islamwissenschaftler aus sehr weltlichen Gründen für das Studium des Korans.
der unkritische umgang mit dem islam und deren strenggläubigen bei spon irritiert mich.
es fällt auf, dass hier nicht objektiv berichtet wird sondern nur ein gegenpol zur allgemeinen "darstellung" des "islam" geschaffen werden soll.
so etwas nene ich propaganda....

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klein-ida 30.07.2014, 10:31
6. ...

Ich kann die Gründe für das Studium sehr gut nachvollziehen. Nach einem halben Jahr an einer amerikanishen High School war von der Mentalität dort so irritiert, dass ich der Sache auf den Grund gehen wollte. Ich fing an Amerikanistik studieren. Als ich mit dem zweiten Semster fertig war, kam der 11. September. Und da merkte ich noch mehr, wie wenig Ahnung Europäer davon haben, wie Amis ticken. Meinem eigentlichen Ziel bin ich letztendlich nicht näher gekommen. Ich habe mich später eher für Spanien interessiert. Fertig gemacht habe ich das Studium trotzdem. Auch wenn Eglisch nicht sehr originell ist, schadet es nicht, die Kenntnisse darin an der Uni erheblich zu verbessern. Den Studeten jedenfalls wünsche ich, dass ihre Studienwahl sie menschlich und beruflich voran bringt. Aber davon gehe ich aus - schließlich erscheint mir das als eine der wenigen Geisteswissenschaften, die in Zukunft verstärkt gefragt sein werden.

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spon-1262956449612 30.07.2014, 10:40
7. Wissenschaft?

Religion und Wissenschaft haben nichts miteinander zu tun. an Religion glaubt man oder auch nicht, in der Wissenschaft geht es um Fakten, beweise bzw. falsifizieren. im uebrigen vertritt der Islam, egal in welcher ausprägung, eine Lebenswelt (Unterdrückung der Frau, Homophobie, beschränkung bzw. Verbot von Meinungsfreiheit, Scharia usw.), die in keinster Weise mit den Grundsätzen einer Demokratie in Einklang stehen. warum wird Scientology (sicherlich auch kein kegelverein) eigentlich so verfolgt und der Islam Überfall hofiert?

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gerald246 30.07.2014, 10:42
8. Wissenschaft im Islam

Zitat von sargeantangua
Hätten sich die Politiker - insbesondere ausm Amiland - mal vor irgendwelchen kriegerischen Auseinandersetzungen von Politologen, Soziologen, Islamwissenschaftlern etc pp über die unbekannte Welt des Nahen und Mittleren Ostens informieren lassen, dann wäre der Welt wahrscheinlich viel Leid erspart geblieben. Und Sprüche über "Kreuzzüge". Schließlich hat jeder Kapitän Lotsen an Bord, wenn er sein Schiff durch gefährliche Gewässer bewegen soll. Aber solche Fächer werden ja nicht für voll genomnmen. MINT braucht man, dabei haben wir im Augenblick weitaus größere Probleme in und zwischen Gesellschaften, die weitaus dramatischere Konsequenzen haben als ein ev. etwas langsamerer techni9scher Fortschritt. Und was das Vorurteil "Laberfach" angeht - jeder Naturwissenschaftler würde vor den hochkomplexen Problemen einer Gesellschaft das Handtuch schmeißen.
Ich bin Naturwissenschaftler, interessiere mich jedoch auch für Gesellschaftswissenschaften und würde nie zu Verallgemeinerungen wie "bei einer gewöhnlichen Differentialgleichung die wir im ersten Semester lösen würde jeder Geisteswissenschaftler dastehen wie der Ochs am Berg" greifen, weil das nämlich (a) sinnlos ist und (b) von Arroganz zeugt. Was Arroganz ist, überlasse ich den Geisteswissenschaftlern zu deuten.

Mein Interesse am Thema wurde übrigens durch Karl May geweckt, der in seinen Büchern eine sehr weitgehende Beschreibung des Islam gibt einschliesslich z.B. der Geschichte von Ali und Hussein vor Kerbala und was diese im Kontext bedeutet.

Aber, zum Thema: Islamwissenschaft ist natürlich wichtig, weil wir diese Länder verstehen müssen und es auch übergreifende ungeklärte Fragestellungen gibt wie z.B. die Frage warum der wissenschaftliche Fortschritt in den arabischen Ländern im 12. und 13. Jahrhundert zum Stillstand, und danach nie wieder in Gang kam. Auch bis heute nicht.
Das "Experiment" mit dem Kopftuch klingt da eher nach Ringelpietz, muss ich sagen. Ob uns sowas im Verständnis hilft weiss ich nicht.

Dann ist natürlich noch der Fakt dass eine kritische Korananalyse in den muslimischen Staaten praktisch nicht stattfindet. Das passiert alles im Westen, siehe obiger Punkt. Allerdings würde ich auch von den Islamwissenschaftlern mal ein paar allgemeinere Infos zum Thema erwarten. z.B. wie steht der Islam zur gewaltsamen Ausbreitung der Religion, und eine Frage die mich persöhnlich interessiert für die ich aber keine Refrenz finden konnte: Stimmt es, wie Karl May in "Im Lande des Mahdi 1" sagt, dass der Halbmond des Islam kein Halbmond ist, sondern eigentlich den Säbel Mohammeds darstellt, den Abu Bakr (Der Feldherr des Propheten, und sein Nachfolger) in der Schlacht vor Mekka 634 (??) als Feldzeichen auf seine Lanze gebunden hatte?? Da Karl May solche Informationen normalerweise aus Lexika abgeschrieben hat (als Schreiber von Kolportageromanen wurde er nach Zeilen bezahlt), sollte es eigentlich wahr sein...

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sargeantangua 30.07.2014, 10:45
9. Machen Sie sich mal schlau ...

Zitat von spon-453-7coi
Herabwürdigung der Frau.
Dqmit haben die Muslime einiges mit "strenggläubigen" Christen und Juden gemeinsam...
Ich kann Ihnen aus eigenen, jahrelangen Erfahrungen mit Firmen in islamischen Ländern versichern, das es überall Frauen in Führungspositionen gibt, Mal einige zurüchkgebliebene Länder (z.B. bei unseren Saudischen Freunden) abgesehen.
Fehlt noch die Verfolgung von Homosexuellen. Gab es da nicht entsprechende Berichte aus Afrika letzthin, wo fundamentalistische Protestanten US-amerikanischer Provenienz massivst Homosexuelle verfolgen?
Zitat von spon-453-7coi
Massives Vorgehen gegen Andersgläubige. Terrorismus von China bis Nordafrika. .
Da bellen sie den falschen Baum an. Massives Vorgehen gegen andersgläubige gab es bei uns in extremer Form erst letzthin. Sind jetzt alle Christen Judenmörder? Das es Terrorismus gibt, muß nichts mit der Religion zu tun haben. Der Nordirlandkonflikt hatte nichts mit der Religion zu tun, sondern mit ungleichen Machtverhältnissen aufgrund der Geschichte. (Protestantische) Engländer unterdrückten (katholische) Iren.
Terrorismus im Baskenland - Unterdrückung der Basken durch Spanier. Und so weiter. Im Irak war es auch nicht viel anders - eine Minderheit unterdrückt eine Mehrheit.
Terroriismus - Gewalt gegen Andersdenkende und Andersgläubige hatten wir in Europa auch erst letzthin. Und zwar nicht nur in Deutschland.

Zitat von spon-453-7coi
Staatliches Chaos. .
Hat auch nichts mit der Religion zu tun. In Krisenzeiten - siehe wieder unsere Geschichte -

Zitat von spon-453-7coi
Ja, man kann gegen den Islam Vorurteile haben, die aber eben aus der Realität genährt werden.
Nur in Ihrer Welt ...

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