Forum: Leben und Lernen
Warnung vor Lehrermangel: "Eine ganze Schülergeneration nimmt Schaden"
Caroline Seidel/dpa

Zum Schuljahresanfang rufen Verbände und Gewerkschaften den "Bildungsnotstand" aus - sie beklagen fehlende Lehrer und Unterrichtsausfall. Zu Recht?

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garfield 21.08.2018, 15:55
140.

Zitat von mag_gus
Während der Sommerferien haben sich noch jede Menge Leute gefunden die es unerhört finden, dass Lehrer so viel "Urlaub" haben und dabei auch noch "Traumgehälter" kassieren. Jetzt stellt sich mir doch die Frage, warum all diese Menschen nicht Lehrer geworden sind
Aus dem gleichen Grund, aus dem keiner der vielen Fußballtrainer vor dem Fernseher Fußballtrainer wird. Für den jeweiligen Job reicht es eben nicht, über etwas zu schwadronieren, von dem man keine Ahnung hat.

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Ökofred 21.08.2018, 17:46
141. Suuuuper Idee...

Zitat von hanseat52
Also erst einmal Verständnis für die Kultusbürokratie. Man kann Massenmigration nicht immer vorhersehen. Wenn einfach nicht genügend Lehrer/Innen da sind, muss man das System überdenken. Inklusion zurückfahren, Integration von Migranten auf Mindeststandard wie in Portugal oder sonstwo und Konzentration auf die, deren Eltern Wahlrecht haben,. Hört sich brutal an, aber it sicherlich populärer als alle etwas leiden lassen.
JA, hat man ja Erfahrung mit, so wurde das nämlich bei früheren Einwanderungswellen auch gemacht. Die "Gastarbeiterkinder"? Brauchen kein Gymnasium oder Realschule! Die Mädchen schon mal gar nicht! Gehen ja alle wieder weg. Damit hat man sich ja teilwiese erst die abgehängte Ghettoschicht geschaffen, die jetzt Probleme macht.
Übrigens fehlen auch Lehrer in den sog. "besseren" Vierteln mit weniger nichtdt. Kinderanteil, teilweise sogar mehr, weil die ja einen boom erleben, das konnte man ja nicht voraussehen.... Was macht man da? NA klar, nach Wahlverhalten! DAs ist ja zwangsläufig der nächste Schritt nach Ihren Vorstellungen. Nur welchen Parteien man da den Vorzug gibt ist mir auch nicht klar... (von wem kam noch mal die "schwarze Null"?)

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flohzirkusdirektor 22.08.2018, 01:14
142. Verda**ter Föderalismus aber auch!

Zitat von Spr.
Dieser Lehrermangel wurde absichtlich herbeigeführt, indem immer mehr Lehrer nicht ersetzt oder gleich gegangen wurden. Über die Medien wurde das Märchen der Lehrerschwemme unters Volk gebracht, damit sich außer ganz hartnäckigen Studenten niemand mehr fürs Lehramtsstudium interessiert. Gleichzeitig wurde unterstellt, dass sowieso nur jemand auf Lehramt studiert, der zu nichts Besserem fähig ist. Lehrer werden heute vom Staat in den Sommerferien entlassen und zum Beginn des neuen Schuljahres wie Hilfsarbeiter mit dem nächsten Zeitvertrag wieder eingestellt. Was dann auch starke Auswirkungen darauf hat, wie Lehrer heute von den Schülern, deren Eltern und der Gesellschaft insgesamt angesehen und behandelt werden. Die nun nicht mehr zu versteckenden Folgen des mutwillig herbeigeführten Lehrermangels waren von Anfang an absehbar und dienten lediglich dem Mantra des schlanken Staats und danach der schwarzen Null. Nebenbei ist dieser Lehrermangel ein weiterer Beweis dafür, dass sämtliche Bildungsoffensiven, Chefsachen Bildung oder gleich Bildungsrepublik Deutschland nichts als Beruhigungspillen waren, denen niemals Taten folgen sollten.
Denn Schulpolitik ist ganz alleine Länder- und nicht Bundessache ...

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kurowski86 23.08.2018, 13:49
143. Lehrermangel ist eine Fabel

also Verbände und Gewerkschaften klagen . Was sollen sie auch sonst tun. Für solche Klagen werden Sie bezahlt.
Wir brauchen nicht mehr Lehrer, sondern mehr Lehrer, die auch in die Schule kommen.
In den 43 in Hannover vorgestellten Gymnasien gingen insgesamt 20.966 Schüler, für die 2048 Lehrer zur Verfügung stehen. Also ein Lehrer für 11 Schüler. Wenn es in Hannover nun in einigen Klassen mit 33 Schüler gibt, bedeutet dies, dass zwei von drei Lehrern durchgehend, lebenslang vom Unterricht befreit sind Am Humboldtgymnasium in Hannover kamen nach eigener Meldung auf 4,3 !! Schüler ein Lehrer.
Im Vergleich zu 1970 gibt es heute 14 Prozent weniger Schüler, aber 40 Prozent mehr Lehrer. Hat aber nichts gebracht, weil Unterrichtsbefreiungsliste auch immer länger wurde.
Es gibt nur einen Weg: Alle Lehrer in die Schule – ganztägig und ganzjährig, wie andere Beschäftige auch. Herbstferien ganz abschaffen (wurden mal als Erntehilfe erfunden – macht heute kein Schüler mehr) So geht Zukunft.

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oakensang 24.09.2018, 18:32
144. Wählerisch trotz Bedarf

Trotz offensichtlichem Lehrermangel auch an Bayerischen Schulen, bleibt die Regierung von Bayern bei ihrer 3,5er Hürde. Dabei sollte jedem klar sein das man nicht zwangsläufig ein schlechter Lehrer ist, oft sind es persönliche Umstände und der enorme Druck der zu schlechten Noten führen. Aber nicht ausgebildete Quereinsteiger und Gymnasiallehrer lässt man mit Kusshand auf die Schüler los und wundert sich über den Verfall von Qualität im Unterricht.

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