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Warnung vor Lehrermangel: "Eine ganze Schülergeneration nimmt Schaden"
Caroline Seidel/dpa

Zum Schuljahresanfang rufen Verbände und Gewerkschaften den "Bildungsnotstand" aus - sie beklagen fehlende Lehrer und Unterrichtsausfall. Zu Recht?

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mcsunny 20.08.2018, 20:00
30. Wann ist es endlich soweit,

dass der förderale Bildungsschwachsinn endlich abgeschafft wird. Jedes Bundesland erzählt einem, dass es natürlich genügend Lehrer für das nächste Schuljahr gibt und es ist jedesmal wieder für die Bürokratie der Länder absolut überraschend wieviel Kinder dieses Jahr nun wieder eingeschult werden. Ja sowas. Der Storch bringt jetzt die Kinder in einem Alter von 6 Jahren. Da kann man als ordentlicher Bürokrat natürlich nicht vorhersagen wo diese Geschwader von Störchen mit so alten Kindern im August wirklich landen? Und für die paar Kinder, die man bis Ende Juni meinte gezählt zu haben, hatte man ja genug Lehrer. Immer diese blöde Natur, man hat es doch sooo gut gemeint.
Ich wünsche mir eine französische Revolution für die Landes-Kultur-Fürsten.

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bluraypower 20.08.2018, 20:00
31. Tja...

... wenn, wie in Baden Württemberg, die Lehrer in den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit geschickt werden und danach nur wieder ein befristetes Arbeitsverhältnis bis zu den nächsten Sommerferien angeboten wird, dann muss man sich nicht wundern wie die Lehrer sich lieber andere Arbeit im festen Angestelltenverhältnis suchen und somit mehr Sicherheit haben. Diese fehlen dann natürlich an den Schulen und das nur, damit sich das Bundesland 70 Millionen Euro sparen kann für Gehälter der Lehrer in den Sommerferien. Finde den Fehler...

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ray8 20.08.2018, 20:01
32. schlimn

Eine ganze Lehrergeneration hat einen Schaden

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Kai Nerda 20.08.2018, 20:08
33. Der Lehrermangel - So schlimm wie seit 30 Jahren nicht mehr

Habe ich eben irgendwo gelesen. Ich bin vor 30 Jahren zur Schule gegangen, wir sind alle vernünftig und gut schulisch ausgebildet worden. Das es damals einen Lehrermangel gab erfahre ich heute erst.

Ob´s am Lehrermangel liegen muss, wenn die um 1990 und 2000 und danach geborenen heute in weiten Teilen nichts mehr auf die Reihe kriegen? Oder vielleicht auch an Noten einklagenden Helikoptereltern von natürlich nur aussergwöhnlich begabten aber von anderen immer verkannten Genies(zur 24 Stunden Überwachung mit spyPhones verwanzt), die hre Sprösslinge am liebsten mit dem SUV bis ins Klassenzimmer fahren würden und dann da auch warten bis Schulschluss, damit dem Kind auch ja nichts passiert, ein terroristischer Anschlag mit politischer Unkorrektheit oder ähnlichem?

Nicht das der Lehrer/die Lehrerin nacher dem Genie noch unterbreitet das sein Genielevel auf dem von Trump liegt. Die Wahrheit sagen wäre ja Diskrimierung und des Klagens vor Gericht wert, in der Mimosengesellschaft, zu der wir mutiert sind. Die Realität sollte ja heutzutage weitestgehend von den Kindern abgeschirmt werden, vielen Angst-Eltern folgend. Damit das Kind ja uch bloss keinen Schaden nimmt, an seinen Mitmenschen.

Aber klar, der Lehrermangel ist Schuld, deswegen ist aus unserer Generation auch mal so gar nichts geworden.
xD

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leonmarce 20.08.2018, 20:10
34. Ein paar Anmerkungen . . .

1.) Unfaßbar, daß es einen so eklatanten Lehrermangel gibt. Von der Geburt eines Kindes bis zur Einschulung dauert es bekanntlich sechs Jahre (im Mittel). Für die Bildungspolitiker eines Landes ist es also ziemlich einfach vorauszusagen, wann wieviele Kinder eingeschuld werden. Die Landesstatistiker können dann im Wege der Amtshilfe beisteuern, wie sich voraussichtlich die Zu- und Abwanderung von Kindern in dem Bundesland entwickeln wird. Und schon ist klar, wieviel Lehrer in bestimmten Jahren an den Grundschulen gebraucht werden. Echt kein Hexenwerk.

2.) Unfaßbar zu lesen, es würde niemand auf Lehrer studieren wollen; deswegen gebe es nicht genug Lehrer. Man kann von einen Bildungsminister erwarten, daß er eine Bedarfsanalyse (s. o. 1.)) macht. Man kann, man muß von so einem auch erwarten, daß er eine Ursachenanalyse macht. Und gegensteuert. Fast bundesweit Fehlanzeige.

3.) Übrigens Ursachenanalyse: Keine Vergütung, die am Markt wettbewerbsfähig ist. Dann muß eben mehr gezahlt werden. Und die Politiker müssen sich daran gewöhnen, daß der öffentliche Dienst seine Einsteiger vom allgemeinen Arbeitsmarkt bezieht. Und der öffentliche Dienst im Wettbewerb um immer knapper werdende qualifizierte Arbeitskräfte steht.

4.) Beamtenvergütung für Lehrer rauf. Und zwar leistungsbezogen.

5.) Nicht jeder Leher muß tatsächlich verbeamtet werden. ABER Lehrer mit Zeitverträgen immer nur bis zu den Ferien anzustellen, und dann erst nach den Ferien wieder, daß ist bodenlos unsozial. Wer sich als Abiturient angesichts der Aussicht, immer in den Ferien stempeln gehen zu müssen, tatsächlich für ne Lehrerausbildung entscheiden sollte, der hat das Abi nicht verdient. Wir dürfen die Lehrer nicht weiter im Präkariat belassen. Ohne ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit (durchgehend unbefristeten Arbeitsvertrag) ist der Beruf erst recht nicht attraktiv.

Alles politische Versäumnisse.

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ditor 20.08.2018, 20:14
35. MAn kann nicht alles zählen

Zitat von irukandji
Alle Kinder werden 6 bis 7 Jahre vorher geboren. Alle Pensionäre waren mal 55. Man muss die nur zählen,um den Bedarf jedenfalls besser zu ermitteln als garnicht. Die Schuld in den Flüchtlingen zu suchen ist Augenwischerei.
Obergrenzenlose Migration ohne Berücksichtigung der aufnehmenden Infrastruktur lässt sich nicht Jahre voraus planen.
Auch wenn es nur ein Teil des problemebringenden Rumexperimentierens am Schulsystem darstellt.

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thoms1957 20.08.2018, 20:15
36. Nirgends wird soviel gelogen, wie in der Bildungspolitik

Seit Jahrzehnen ist das Bildungssystem unterfinanziert. Kostenminimierung steht immer im Vordergrund. Schulgebäude rotten vor sich hin, die Ausstattung ist oft mangelhaft. Wertdchätzung einer Gesellschaft führ ihre Kinder und deren Lehrer ist nicht wirklich vorhanden. Lehrer, die auf Missstände hinweisen, sollen sich gefäligst mal nicht so anstellen. Warum die Bürger sich das gefallen öassen, ist mir ein Rätsel. Die Entscheider und Verantwortliche für dieses Elend sind nur wenige Jahre im Amt, haben vielleicht keine Kinder oder schicken sie gleich auf Privatschulen oder mindesten auf ausgewiesene "Nicht-Problemschulen". Merkels Gerede von der "Bildungsrepublik" ist inhaltsleerrs Gelaber. Eine wirkliche Verbesserung der Finanzierung des Bildungssystem, das einen Vergleich in der OECD mit den vorderen Staaten bestehen kann, ist nicht in Sicht und politisch auch nicht gewollt. So siehts aus.

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Fruusch 20.08.2018, 20:16
37. Referendare!

Zitat von kr-invest
Also das mit 2500 Euro brutto muss doch ein Fehler des Autors sein, selbst angestelle Lehrer und Quereinsteiger nach TVL-13 vermute ich müssten mehr bekommen... ansonsten sollten sie es vielleicht.... 2500 Euro brutto ist eher so TVL-6, wundert mich nicht, dass man dafür keinen Akademiker dauerhaft bekommt bei 4% Arbeitslosigkeit. :-)....Hallo Staat.... reality check...
Im Beitrag geht es um Referendare, die bis zu 2500,-€ brutto bekommen sollen. Für diese Berufseinsteiger wäre das allerdings wirklich ein Traumgehalt, aktuell liegt deren Bezahlung bei ca. 1000,-€ weniger.

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neptun680 20.08.2018, 20:16
38. Ein lebendiger Mensch

wird mit den Inhalten des Lehramtes hadern müssen. Sie sind kalt, starr und leblos. Nach der Tyrannei des Glaubens kommt nun die Tyrannei der Wissenschaft.

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CHW 20.08.2018, 20:19
39. 2.500,- € brutto?

Da werden sich ganz sicher die richtig guten Leute finden.

Mal im Ernst: Solange hierzulande eine Gier-, Geiz und Neidmentalität herrscht wird das nix mehr.

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