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Web-Hilfe für Jugendliche: Mail mir Mut!
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Was tun, wenn man nicht weiter weiß? Wenn alles düster ist und Eltern oder Freunde nicht helfen können? Das Projekt U25 berät suizidale junge Menschen. Gleichaltrige schicken tröstende Worte per E-Mail.

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eigentlicher_Schwan 18.04.2014, 10:48
1.

Zitat von sysop
Was tun, wenn man nicht weiter weiß? Wenn alles düster ist und Eltern oder Freunde nicht helfen können? Das Projekt U25 berät suizidale junge Menschen. Gleichaltrige schicken tröstende Worte per E-Mail.
Grauslig. Wir haben in der Schule den "Werther" gelesen oder "Unterm Rad" und darüber gesprochen, von Angesicht zu Angesicht. Heute muss es wohl ein Chat sein mit Sozialarbeitern in spe, die ein wenig üben dürfen. Die Hysterie geht schon so weit, dass ganze Stadtviertel von Suchhubschraubern um den Nachtschlaf gebracht werden, wenn mal ein Kind nicht rechtzeitig nach Hause kommt: Stigmatisierung aus gutem Willen; gut gemeint ist oft schlecht gemacht.
P.S.: Telefonseelsorge o.ä. finde ich gut. Die Stimme ist viel wahrhaftiger und heilsamer. Aber dafür gibt's eben nicht so leicht Fördergelder für die Caritas und ihre Sockenpuppen.

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Hrothgaar 18.04.2014, 11:05
2. ich dachte...

...immer Internet macht süchtig! Suizid im Austausch einer Sucht?!

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jackjackjack 18.04.2014, 11:19
3. Leider können wir keine neuen Anfragen mehr annehmen, da auch die Warteliste schon voll ist:(

Meldung beim Registrieren:

Leider können wir keine neuen Anfragen mehr annehmen, da auch die Warteliste schon voll ist:(


was bringt ein Dienst, der nicht verfügbar ist ?

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jackjackjack 18.04.2014, 11:44
4. Leider können wir keine neuen Anfragen mehr annehmen, da auch die Warteliste schon voll ist:(

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Leider können wir keine neuen Anfragen mehr annehmen, da auch die Warteliste schon voll ist:(


was bringt ein Dienst, der nicht verfügbar ist ?

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beggy1987 18.04.2014, 11:48
5. Tolle Methode!

Da ich selbst mit Jugendlichen arbeite und weiß, wie sie mit Medien umgehen, kann ich nur bestätigen, dass es ein guter Anfang ist anzubieten, per Email über Probleme zu sprechen. Keiner von den Jugendlichen, die ich kenne würde bei einer Telefonseelsorge anrufen oder zu einer face-to-face Beratung gehen, aus Scham, die in dieser Lebensphase oft besonders groß ist.

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Sönke 18.04.2014, 11:49
6.

Zitat von jackjackjack
Meldung beim Registrieren: Leider können wir keine neuen Anfragen mehr annehmen, da auch die Warteliste schon voll ist:( was bringt ein Dienst, der nicht verfügbar ist ?
Schau doch in den nächsten Tagen noch mal rein, in Hamburg werden gerade Berater frei. Es wäre schön, wenn wir immer allen direkt antworten könnten, aber der Andrang ist einfach sehr groß :(

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sunhaq 18.04.2014, 12:21
7.

Zitat von eigentlicher_Schwan
Grauslig. Wir haben in der Schule den "Werther" gelesen oder "Unterm Rad" und darüber gesprochen, von Angesicht zu Angesicht.
Sie glauben ernsthaft, dass sich ein Teenager vor der ganzen Schulklasse öffnet und über seine Depression oder gar Selbstmordgedanken spricht? Oder wo genau sehen Sie den Bezug einer Literaturbesprechung in einer großen Gruppe zum Thema des Artikels (Persönliche Hilfe für Jugendliche in Krisenzeiten)? Besonders wo ja z.B. das Mobbing in der Klasse einer der Auslöser der Krise darstellen kann.

Zitat von
Heute muss es wohl ein Chat sein mit Sozialarbeitern in spe, die ein wenig üben dürfen.
Übersetzung: Die müssen ja unfähig sein, wenn Sie nen Chat nutzen.

Zitat von
Die Hysterie geht schon so weit, dass ganze Stadtviertel von Suchhubschraubern um den Nachtschlaf gebracht werden, wenn mal ein Kind nicht rechtzeitig nach Hause kommt
Wie kommen Sie plötzlich zum Thema Hysterie? Was haben besorgte Eltern mit Teenagern zu tun, die Hilfe suchen? Warum der abrupte Themenwechsel?

Zitat von
: Stigmatisierung aus gutem Willen; gut gemeint ist oft schlecht gemacht.
Wo wird hier jemand stigmatisiert? Und wie genau?

Zitat von
P.S.: Telefonseelsorge o.ä. finde ich gut. Die Stimme ist viel wahrhaftiger und heilsamer. Aber dafür gibt's eben nicht so leicht Fördergelder für die Caritas und ihre Sockenpuppen.
Das Sie glauben, dass (nur?) Gott (Seelsorge ist in der Regel religös motiviert) den Menschen nur persönlich oder per Telefon helfen kann, finde ich ziemlich fragwürdig. Können Sie irgendwie begründen, warum man Ihrer Meinung nach nur diese beiden Kommunikationswege funktionieren?

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nunu-na 18.04.2014, 12:25
8. optional

An sich eine gute Idee - gerade weil es vielen bestimmt leichter fällt, eine anonyme Mail zu schreiben.
Aber macht es wirklich Sinn, dass da am anderen Ende auch junge Leute sitzen. 6 Monate Schulung und ein Austausch alle zwei Wochen - was ist das schon, wenn man auch selbst noch drin steckt in der schwierigen Lebensphase und dann mit seiner geringen Lebenserfahrung über die Probleme anderer nachgrübelt. Das stelle ich mir schwierig vor. Da kann man nur hoffen, dass die Ehrenamtlichen auf lange Sicht nicht selbst Probleme durch diese Belastung bekommen.

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wurst.hans.91 18.04.2014, 12:47
9. Man sollte nicht die Symptome

bekämpfen sondern die Ursache.

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