Forum: Leben und Lernen
Web-Hilfe für Jugendliche: Mail mir Mut!
dpa

Was tun, wenn man nicht weiter weiß? Wenn alles düster ist und Eltern oder Freunde nicht helfen können? Das Projekt U25 berät suizidale junge Menschen. Gleichaltrige schicken tröstende Worte per E-Mail.

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istnurmeinemeinung 19.04.2014, 09:25
20.

Mit Lebenskrisen, Depressionen und Suizidalität kenne ich mich gut aus. Und so nachteilig Psychopharmaka auch sein können, sie haben mich soweit stabilisiert, dass ich keine Suizidalität mehr verspüre. Damit ist meine Lebenserwartung wohl eher gestiegen. Das Abgebot, über welches hier berichtet wird, finde ich gut. Ich weiss, wie schwer es ist, seine Probleme zu offenbaren. Und man muss die Menschen mit Problemen dort abholen, wo sie stehen. Nicht jeder wird zum Telefonhörer greifen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber eine E-Mail kann den ersten wichtigen Zugang zur Hilfe ermöglichen, man kann dabei lernen, seine Probleme mitzuteilen, sich daran gewöhnen. Dies kann die Hemmschwelle für weitere Hilfsangebote senken. Zum Thema Schulpsychologe: Ich wusste gar nicht, dass wir einen hatten. Trotz meiner offensichtlichen Probleme hatte mich niemals ein Lehrer darauf aufmerksam gemacht.

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rattentier@gmx.de 19.04.2014, 10:10
21. optional

Meine Güte was ist denn hier los? Solange es den jugendlichen hilft ist das doch eine prima Sache! Und vielleicht bei schwerwiegenden Problemen der erste Schritt in Richtung professioneller Hilfe. Kann sich jemand vorstellen, wie lange manche Menschen ihr Problem eben wegen Leuten wie denen, die hier meinen den Experten raushängen zu müssen, mit sich herumtragen, totschweigen und Hilfe nicht in Anspruch nehmen? Der Gang zum Psychologen ist nicht gerade einfach vor allem für junge Menschen. Und manchen hilft vielleicht einfach nur ein emailwechsel mit dieser Organisation, wenn das Problem oder die Ursache nicht so groß ist und nur eine kurzzeitige Krise. Ich finds schön dass es das gibt und hoffe, dass sich die Macher nicht entmutigen lassen von manchen Kommentaren hier und anderswo!

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Sönke 19.04.2014, 11:30
22. nicht religiös beeinflusst

Zitat von eigentlicher_Schwan
Wenn also die Caritas der Träger ist, sollte das auch klar sein. In dem Artikel wird sie zwar genannt, aber nicht als Träger. Diese Leute denken vielleicht, das würde abschrecken? Oder schämen sie sich? Vielleicht kann mal jemand was dazu sagen.
Zum einen wird die Trägerschaft den KlientInnen spätestens deutlich, wenn sie sich ins System einloggen. Da steht dann nämlich ganz fett "Caritas".

Zum andern kann ich als Berater versichern, dass die religiöse Ausrichtung des Trägers keinerlei Einfluss auf die Beratung hat. Ich selbst sehe mich als Atheist. Wenn der Klient/ die Klientin in irgendeiner Religion Trost findet, ist das erfreulich, aber für mich als Berater spielt es keine Rolle, welche Religion das sein möge.

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spon-facebook-1204170263 19.04.2014, 17:03
23. optional

Das traurigen an solchen Projekten ist, dass sie oft gut und auch hlilfreich sind, aber irgendwann, weil die Frage nach der Finanzierung irgendwann nicht mehr beantwortet werden kann, vor dem Ende stehen...

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eigentlicher_Schwan 19.04.2014, 19:20
24.

Zitat von spon-facebook-1204170263
Das traurigen an solchen Projekten ist, dass sie oft gut und auch hlilfreich sind, aber irgendwann, weil die Frage nach der Finanzierung irgendwann nicht mehr beantwortet werden kann, vor dem Ende stehen...
Dies umso mehr, wenn ein Bischof eine Badewanne für 15000 Euro benötigt ;)
Aber mal Zahlen (für B.-W.):
"Die Suizidrate hat sich seit 1970 kontinuierlich verringert: von 20,0 auf 12,3 in 2011 (m.: von 26,7 auf 19,0; w.: von 13,7 auf 5,3).[...]
Die Suizidrate hat sich vom Jahr 2007 mit 12,3 (m.: 18,6; w.: 6,3) bis zum Jahr 2011 mit 12,1 (m.: 19,0; w.: 5,3) leicht um insgesamt 2,3 % verringert (m.: +2,3 %; w.:–16,2%).Bedeutsam ist der Anstieg der Suizidrate bei der Gruppe der Männer im Alter von 55 bis 60 Jahren im Zeitraum von 2007 bis 2011 um 35 % (Frauen gleicher Altersgruppe: +7,1 %)."

Hat jemand eine Erklärung dafür?

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