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Weg aus der Magersucht: "Ich esse und heule"
privat

Unsere Autorin wog bis vor kurzem noch 40 Kilogramm. Als sie den Kampf gegen die Magersucht aufnahm, folgten Fressattacken und Depressionen.

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stern1961 22.01.2017, 10:52
1. In dieser Phase ist sehr wichtig

Sich gesund zu ernähren: stopfen sie Obst und Gemüse, frisch, mit anderen Nahrungsmittel, so dass der Körper genug verschiedene Stoffe hat. Besonders wichtig: Vollkorn! Statt Wurst - Fleisch. Und das Essen selbst zubereiten.

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klugefrau 22.01.2017, 11:22
2. Ein Dankeschön...

... für diesen Artikel!
Ich selbst war von der Krankheit vor 13 Jahren betroffen und auch bei mir traten unkontrollierbare Fressattacken auf, nachdem ich beschlossen hatte, mein Leben wieder zu leben. Es war schwierig wieder irgendeine Form von Maß zu finden und ich muss sagen, es dauerte Jahre bis ich wieder "normales" Essverhalten an den Tag legte. Inzwischen erlebte ich eine Gewichtszunahme von über 30kg in nur wenigen Monaten, Radikaldiäten, Yo-Yo Effekte... ich kenne alles (außer Bulimie; auch ich habe es glücklicherweise nie geschafft mich zu übergeben)!
Anders als der Ein- und Ausstieg in die Magersucht, was für mich tatsächlich eine Entscheidung war, war der Heilungsprozess graduell. Der Schlüssel zum Erfolg lag wohl darin meine Lebensumstände an meine Bedürfnisse anzupassen: Distanz zu einer schlecht funktionierenden Familie, Umzug in ein anderes Land, Menschen finden, die mich verstehen, eine Ausbildung, die mich erfüllt...
Heute fühle ich mich wohler denn je - ich wünsche allen Betroffenen den Mut und die Kraft und die Ausdauer und die Geduld, diese Krankheit zu besiegen!

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MiniDragon 22.01.2017, 12:02
3. Die Magersucht

Zitat von klugefrau
Distanz zu einer schlecht funktionierenden Familie, Umzug in ein anderes Land, Menschen finden, die mich verstehen, eine Ausbildung, die mich erfüllt... Heute fühle ich mich wohler denn je - ich wünsche allen Betroffenen den Mut und die Kraft und die Ausdauer und die Geduld, diese Krankheit zu besiegen!
war wohl auch bei Ihnen "nur" Folge oder Begleiterscheinung von psychischen Problemen, welche zumeist mit der Pubertät einhergehen. (also vermutlich eine Stoffwechselerkrankung )

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Kanalysiert 22.01.2017, 12:09
4.

Würden die Medien und unsere kranke optisch verdrehte Gesellschaft nicht immer diese Hungerhakenmodels featuren, wäre diesen Menschen sicher auch psychisch schon mal sehr geholfen. Denn woher kommt denn dieses verdrehte Bild...

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gesundheitsförderung 22.01.2017, 12:12
5. Es ist mir ein Rätsel

Dass das Mädel auf amerikanischen Websites Hilfe gefunden haben soll.
Ich wünsche alles Gute!

Liebe Grüße
Bianca Marx

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Neapolitaner 22.01.2017, 13:49
7. Zucker als Gift

Das hätte man ihr klar sagen müssen, dass der "Refeed" nicht mit Kohlehydraten, sondern mit langsam zu steigernder Menge von Fetten hätte erfolgen müssen. Durch die "plötzliche" Kohlehydrat-Zufuhr stieg aber die Insulin-Ausschüttung stark an mit der Folge reaktiver Unterzuckerung - was dann völlig voraussehbar Heißhunger-Attacken bewirkte. Man kann auch mit "low-carb" langsam zunehmen und bleibt dabei in einem ausgeglichenen Stoffwechsel. Vielleicht wurde die Autorin einfach nur schlecht beraten.

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nuci 22.01.2017, 14:16
8.

Zitat von gesundheitsförderung
Dass das Mädel auf amerikanischen Websites Hilfe gefunden haben soll. Ich wünsche alles Gute! Liebe Grüße Bianca Marx
Ich habe vor 30 Jahren bezüglich meiner Endometriose auch zuerst nur auf amerikanischen Websites Hilfe gefunden. Was soll daran so erstaunlich sein? Die Erkrankung war vielen Ärzten hier nicht bekannt, und mir wurden zunächst alle möglichen Diagnosen gestellt - aber erst spät und auf meine Initiative hin die richtige.

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michael.pajer 22.01.2017, 14:30
9.

Zitat von 01099
Man nehme es mir nicht übel, aber mir ist nicht ganz klar was Frau Sarand eigentlich will. Erst ist sie die enttäuschte Lehramtsstudentin, dann verzweifelte Singlefrau und nun outet sie sich als Essgestörte. Ich will nicht mit dem Begriff Narzissmus um mich werfen, aber woher kommt ihr unbändiger Hunger nach Aufmerksamkeit und Erfolg? An ihrer Stelle würde ich mal an diese Themen gehen; vielleicht kommt sie dem wirklichen Kern ihrer Probleme einmal auf die Schliche. Für mich sind ihre Geschichten nur Symptome für etwas Tieferliegendes, das einer Aufarbeitung bedarf. Zwar bin ich kein Psychologe, aber in meinem Leben öfter mit solchen Schieflagen - besonders bei Frauen - in Berührung gekommen. Und die Erfahrung hat gezeigt, dass solche Dinge nur dann besser werden, wenn man sich wirklich sich selbst stellt und seine Maske absetzt. Viel Glück für Sie, Frau Sarand.
Wow, ich nehme es Ihnen aber voll übel. Sie schlagen jemanden unmittelbar in die "Fresse" und entschuldigen sich dann dafür, und erwarten dann dass alles okay ist!
Es erinnert mich auch an den Mechanismus, bei Gewalt oder Vergewaltigung, das Opfer ist selber Schuld, es wollte es doch so, Opfer-Täter-Umkehr!
Mit Narzissmus kann ich mir nichts vorstellen, wenn jemand seine Defizite oder sein "Versagen", oder seine psychische Störung von sich preisgibt.
Eher den Mut sich gegen Stigmatisierung zu wehren! Ist die Autorin verantwortlich für Ihre psychische Störung? Und wollen psychisch Kranke nur Aufmerksamkeit und Erfolg? Jedenfalls scheinen sie mir ein leichtes Ziel für Mobbing zu sein.
Natürlich habe die Symptome Ursachen, aber auch Funktionen, und natürlich wollen viele psychisch Kranke, mehr Frauen als Männer, diese herausfinden und in den Griff bekommen.
PS. Nichts für ungut!

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