Forum: Leben und Lernen
Wegen "irreführender Werbung": Britische Uni muss Studentin 60.000 Pfund zahlen
Heathcliff O'Malley/ CAMERA PRESS/ Telegraph/ DDP

Sie machte einen Abschluss in "Internationaler Business Strategie", doch der hielt nicht, was er versprach. Die ehemalige Studentin einer Universität in Cambridge klagte - und erhält jetzt eine Entschädigung.

Thomas Schröter 03.06.2019, 22:06
1. In Deutschland machen 30 % der Technikunistudent einen Abschluß

In Deutschland machen 30 - 40% der Mintunistudent einen Abschluß. Der Rest wird mit fiesen Tricks rausgeprüft z.B. indem man den für die Prüfung relevanten Stoff nicht klar macht oder ungeeignetes Vorbereitungsmaterial verbreitet.
Die hohen Abbrecherquoten müssen dann als Ausweis für die "Lehrqualiität" und nicht etwa für geschicktes Boulemielernen herhalten - also für auf Prüfung pauken und anschliessend alles auskotzen.
Aus wievielen Mintbereichen wurde Deutschland in den letzten Jahrzehnten verdrängt?
Insgesamt ein kriminelles System bei dem es zu allerletzt darum geht etwas zu lernen.

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fin2010 03.06.2019, 23:40
2. und das hat genau was

Zitat von Thomas Schröter
In Deutschland machen 30 - 40% der Mintunistudent einen Abschluß. Der Rest wird mit fiesen Tricks rausgeprüft z.B. indem ...
mit dem Artikel zu tun? Mal davon abgesehen, dass halt so mancher Abiturient doch eher auf ein Studium verzichten sollte.

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fin2010 03.06.2019, 23:47
3. Logik?

Zitat von Thomas Schröter
In Deutschland machen 30 - 40% der Mintunistudent einen Abschluß. Der Rest wird mit fiesen Tricks rausgeprüft [...] Aus wievielen Mintbereichen wurde Deutschland in den letzten Jahrzehnten verdrängt?
Kreativität/Erfindungsgeist und Grüderelan müssten nach der Logik ausgerechnet bei Studienabbrechern anzutreffen sein. Ernsthaft?

Könnte es sein, dass Sie beim Studium nicht so wirklich erfolgreich waren und jetzt den Grund bei anderen suchen?

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physikstudent321 04.06.2019, 07:05
4. @Thomas Schröter

Also ich spreche nur für eine Uni und nur für das Fach Physik, aber ich halte Ihre Anschuldigungen für stark übertrieben wenn nicht sogar populistisch. Noch nie wurde bei uns an der Uni mit Abbrecherquoten geprahlt und fast alle Dozenten die ich bisher näher kennen gelernt hab waren bemüht ihr Wissen und ihre Faszination zu vermitteln. Abbrecher kommen meiner Ansicht nach durch Faulheit oder (auch wenn's nicht nett klingt) zu geringe intellektuelle Fähigkeiten zustande.

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IsmiraSchlecht 04.06.2019, 11:11
5. Unglaublich, dass die damit durchkommt!

"Grundsätzlich sei es nicht die Aufgabe einer Universität, Jobs für ihre Absolventen zu vermitteln, sagte Pok in einem Interview mit der BBC. Doch in diesem Fall habe die Lehranstalt ihr Versprechen nicht eingehalten - dagegen habe sie sich wehren wollen."
Hurra, ich studiere erstmal irgendeinen Quatsch und wenn ich dann logischerweise keinen Job finde, verklage ich die Uni, dass sie mir keinen Job vermittelt hat, obwohl das nicht ihre Aufgabe ist. Läuft, Frau Pok, läuft.

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alphajet 04.06.2019, 12:14
6. Lächerlich - sowohl die Forderung der Studentin als auch die Uni....

Rechtsanwälte folgen den Vorgaben ihrer Mandanten. Die Uni distanziert sich also von sich selber. Die Stellungnahme der Uni ist lächerlich: "Eine Schuld erkennt die Universität anscheinend aber nicht an: Die Rechtsanwälte der Universität hätten die Einigung ausgehandelt. Man unterstütze die Zahlung allerdings nicht, so der Sprecher weiter."

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fuchsi 05.06.2019, 09:35
7. Alles richtig gemacht

Eine solche Business School vermittelt doch, wie man cleverGeschäfte macht. Und das hat die Studentin dort sehr gut gelernt und ist ein Tipp für alle: Wer keinen Job findet, verklagt die Uni und sichert sich rin nettes Sümmchen. Prima Geschäft!

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Thomas Schröter 07.06.2019, 12:39
8. Die Physiker sollten sich mal ganz intensiv um ihr Fach kümmern

Zitat von physikstudent321
Also ich spreche nur für eine Uni und nur für das Fach Physik, aber ich halte Ihre Anschuldigungen für stark übertrieben wenn nicht sogar populistisch. Noch nie wurde bei uns an der Uni mit Abbrecherquoten geprahlt und fast alle Dozenten die ich bisher näher kennen gelernt hab waren bemüht ihr Wissen und ihre Faszination zu vermitteln. Abbrecher kommen meiner Ansicht nach durch Faulheit oder (auch wenn's nicht nett klingt) zu geringe intellektuelle Fähigkeiten zustande.
Das ist Unsinn. Wenn man in Mintfächern nicht genügend Betreuer für Fachstudienarbeiten und substantiellen Abschlußarbeiten hat und deshalb in Schlüsselfächern eine Gaußkurve über das Prüfungsergebnis so drüber legt, daß höchsten 30% bestehen, dann können die Studenten soviel lernen wie sie wollen. Am Ergebnis ändert sich nichts. Hab mal einem privatem Gespräch eines ehemaligen Studienkollegen und Universitätsprofessor folgen können, der damit prahlte, daß in seinem Fach höchstens 5 % der Prüfungsteilnehmer bestehen. Mehr ginge nicht.
Aber gerade das Fach Physik befindet sich in der Krise, was allerdings an vielen deutschen Unis noch nicht realisiert wurde (weil man dort lieber irgendwelche vorgefertigten Konserven boulemieartig hineinfrist anstatt diese zu hinterfragen:
Was läuft falsch in der gegenwärtigen Physik?
https://www.youtube.com/watch?v=99hVAu1k6G8
Als ein Grundlagenveruch der Elektrostatik an einer deutschen Uni in dieser Woche merkwürdige Abweichungen von der Theorie aufwies versuchte der Dozent diese nicht zu klären sondern gab als Devise aus: "Das ignorieren wir jetzt mal". Entsprechend waren die versammelten Physiker nicht in der Lage substantielle und elementare Grundlagenfragen zu beantworten. Hatten statt dessen immer auf Prüfung gelernt. Mit der Haltung hätte Klaus von Klitzing niemals seine Nobelpreis erhalten.
Die Physiker haben zur Zeit allen Grund in sich zu gehen und nicht arrogant auf andere herabzusehen.

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