Forum: Leben und Lernen
Weltweite Umfrage zu Status: Lehrer werden in Deutschland kaum respektiert
Corbis

Vertrauen, Respekt, Image: Für ihre Lehrer haben die Deutschen nur wenig davon übrig. Das zeigt eine weltweite Umfrage zu dem gesellschaftlichen Ansehen von Lehrern. Immerhin in einem Punkt liegt Deutschland vorn.

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dickebank 06.10.2013, 13:51
280. Leistungsmessung

Zitat von Psycho Dad
Glauben Sie bei anderen Berufsgruppen ist die Leistungsmessung einfacher???? Trotzdem gibt es eine, klar ist die nicht immer gerecht (wie auch Schulnoten), aber als Alternative komplett darauf zu verzichten ist doch sehr schlicht. Eine Überprüfung des Leistungsstandes der Klasse ist schon mal ein guter Anfang. Auch eine kombinierte Rückmeldung Schüler / Eltern über den Lernfortschritt wäre hilfreich. Aus alledem läßt sich schon ein Leistungsbild zimmern. Und ja, Eltern / Schüler können ungerecht sein...das gilt bei allen anderen "Kunden" aber auch. Und die MEhrzahl ist verständig. Natürlich muss man das auch im Verhältnis sehen. Die Schule mit einem Migrantenanteil von 80% wird voraussichtlich im Durchschnitt schwächere Deutschkenntnisse erzielen. Aber gegenüber einer "Peer group" kann man das sehr wohl messen. Das Theme Leistungsmessung ist wirklich nicht schwer...aber wie sagte schon der große Philosoph Stromberg: ""Kann nicht" wohnt ja häufig in der "Will Nicht"-Straße."
Leistungsmessungen bzw. die Kriterien zur Messung beruhen aber auf exakten Arbeitsplatzbeschreibungen.

Da hapert es guten Gründen beim Berufsbild der Lehrkräfte. Apriori gibt es nur das Unterscheidungskriterium gehobener oder höherer Dienst, und nachgeschaltet die fachbezogene Lehrerlaubnis.

Alle weiteren Tätigkeitsmerkmale sind pauschal abgegolten, werden folglich auch nicht eingehender spezifiziert.

In Deutschland sind die Arbeitsplatzbeschreibungen von Reinigungskräften detailierter und vor allem aussagekräftiger als die von Lehrkräften.

Wenn die vergütung von Lehrkräften leistungsbezogen erfolgen soll, dann müssen auch nur die leistungen erbracht werden, die Grundlage der Vergütung sind. Na, wenn der Schuss nicht mal nach hinten losgeht.

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Psycho Dad 06.10.2013, 16:58
281. Lehrer"leistung"?

Zitat von dickebank
Leistungsmessungen bzw. die Kriterien zur Messung beruhen aber auf exakten Arbeitsplatzbeschreibungen.
Exakte Arbeitsplatzbeschreibungen KANN es bei "abstrakten" Tätigkeiten gar nicht geben.

Zitat von dickebank
In Deutschland sind die Arbeitsplatzbeschreibungen von Reinigungskräften detailierter und vor allem aussagekräftiger als die von Lehrkräften.
Sehen Sie?

Zitat von dickebank
Wenn die vergütung von Lehrkräften leistungsbezogen erfolgen soll, dann müssen auch nur die leistungen erbracht werden, die Grundlage der Vergütung sind. Na, wenn der Schuss nicht mal nach hinten losgeht.
Ich glaube das Risiko geht jeder gerne ein...
Wenn dem so wäre wie sie schreiben, müssten ja gerade die Lehrer ein Interesse an Messbarkeit bzw. Beurteilungsfähigkeit Ihrer Leistung haben...haben sie aber nicht. Warum nur?

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dickebank 06.10.2013, 20:17
282. Leistungszulage

Zitat von Psycho Dad
Ich glaube das Risiko geht jeder gerne ein... Wenn dem so wäre wie sie schreiben, müssten ja gerade die Lehrer ein Interesse an Messbarkeit bzw. Beurteilungsfähigkeit Ihrer Leistung haben...haben sie aber nicht. Warum nur?
Warum gibt es dann innerhalb des TV-L für NRW zwar eine allgemeine Zulage? Eigentlich sollte dieser Gehaltsbestandteil leistungsabhängig gezahlt werden. Es gibt aber überhaupt keine Übereinkunft der Vertragsparteien, für welche Tätigkeitsmerkmale individuelle Zulagen gewährt werden sollten. Vor allem die AG-Seite hat kein Interesse an Details. Für sie ist es einfacher die Tätigkeit von Lehrkräften ausschließlich auf den unterricht vor Klassen zu begrenzen. Das hat den Vorteil etwa 50% der anfallenden Aufgaben nicht als Grundlage für die Vergütung spezifizieren zu müssen.

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panoptica 07.10.2013, 11:04
283. Immer das Gleiche...

Das geht einem alles schon auf die Glocken. Denken wir etwa wirklich, dass gute, geeignete, engagierte junge Menschen sich für einen Beruf ausbilden lassen, von dem jeder nur schlechtes denkt, über den jeder nur lästert, weil er die 10-20 Prozent kennt, die kurz vor der Rente stehen und sich nicht mehr kaputt machen wollen bzw. die die eh nie wollten. Ich frage, gibt es die nicht in allen Berufsgruppen? Da gibt es doch auch die Tagträumer und Dummchen, die sich ihren Platz durch Vitamin B und Schleimen verdienen. Verabschieden Sie sich doch mal endlich von diesem Leistungsmythos: auch Sie könnten mehr verdienen, wenn Sie mit dem Vorstand von Siemens jeden 2ten Donnerstag im Monat Golf spielen würden...

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siebenh 07.10.2013, 17:44
284. Der Unterschied

Zitat von Feindbild_Mensch
Es geht in erster Linie um das Beibringen von Stoff und da kann sich jeder einbringen, der viel Nachhilfe gegeben hat (die macht manchmal auch vor kleinen Gruppen) und der Dozent an der Uni war - am besten in der Lehrerausbildung. Das natürlich einiges an jedem Job hinten hängt, das Außenstehende nicht wissen können, mag ja sein. Mit Lehrer hat man als Schüler zu tun, später im Leben (Vereine, Gremien) und evtl. auch wieder in der Ausbildung an der Uni. Mit Chirurgen hat man wohl automatisch weniger Kontakt. Nichtsnutze gibt es überall - da gebe ich Ihnen recht, nur werden die nicht durch ein Beamtentum befördert. Hängt eben wieder davon ab, was wir einen Lehrer vor uns haben. Leider verdient der Faulpelz genauso viel wie Sie, der ist Micromanagement bei gleichzeitig altruistischer Persönlichkeit ist immer ein Fehler. In der Berufswelt hätte Sie das gelernt. Hier arbeitet nur man für SICH solche Zeiten und nicht für die faulen Kollegen, die nichts übernehmen wollen. Sie wollen wir mir jetzt ernsthaft erzählen, dass solche Arbeitszeiten Normalzeit sind? Lächerlich - da kenne ich aus nächsten Umfeld andere Beispiele. Sie haben Recht für den Umgang mit Schüler bringt die "harte" Berufswelt nichts, aber um persönlich ein paar Dinge zu lernen. Lehrer neigen gerade berufsbedingt zur Besserwisserei - das liegt eben auf der Hand, wenn ich nur Schüler vor mir habe. Auch Kritikfähigkeit ist wenig ausgeprägt - eigentlich nicht vorhanden. Im Beruf müssen sie das jeden Tag anders handhaben. Leider sind die guten Lehrer im Verhältnis 1:5 zu schlechten zu finden - das ist in meinem beruflichen Umfeld nicht so.
Der jetzt kommt, ist für Leute wie sie ganz wichtig. Bitte lesen sie das! Ich beschrieb meine eigenen Erfahrungen in meinem Beruf.
Sie dagegen erzählen mir, was ich von meinem Beruf und meinen Kollegen zu halten habe. Ich würde mir niemals ernsthaft so ein Urteil über andere Berufe und Menschen erlauben. Das ist unehrenhaft.
Sie kennen mich überhaupt nicht und behaupten Dinge. Sie kennen den Beruf Lehrer an sich nur von außen, denn vor Schülern waren sie nie gestanden, laut ihrer Aussage. Das heißt, sie verurteilen pauschal. Ich wünsche ihnen die Ruhe und Gelassenheit sowie die Einsicht zu erkennen, dass nicht alles immer so eindimensional ist, wie sie es sich vorstellen. Ein Beispiel? Ich habe 6 Jahre in der freien Wirtschaft bei großen (Haifischbecken) Medienunternehmen recht erfolgreich und vor allem sehr viel gearbeitet. Ich bin einer dieser 33%, die ihren Job als Lehrer bei uns auch nicht besser als die anderen machen, obwohl sie die "Praxis" kennen. Aber ich habe erkannt, dass es meine Berufung ist Lehrer zu werden und bin ihr gefolgt. Sie erzählen mir also gar nichts über meinen Beruf, meine Kollegen und Praxiserfahrungen. Außer in einem belanglosen Forum, aber niemals wenn sie vor mir stehen. Ihnen fehlt einiges an Reflexion und Objektivität.

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benev 08.10.2013, 11:52
285. Lehrerschelte

ist ja allgemein akzeptiert.
Ferien, ordentliches Gehalt, Vormittags Recht und Nachmittags frei!
Wenn man aber bei den Scheltern nachhakt, dann wissen sie meist nur eines: den Job möchte ich nie im Leben machen!!!
Also gibt es wohl doch einiges, was den Lehrerberuf zum unattraktiven Job nacht. Nur was das ist wir nur selten ausgesprochen, bzw. als Jammern und Übertreibung abgetan.

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allasab 11.06.2014, 18:58
286. ... bringt SPON viele Klicks

Die Berichterstattung im SPON über ungeeignete, unfähige, faule usw. Lehrer erscheint im Quartals- Rhythmus und ist Mist. Sie lädt zum Lehrerbashing ein. Das bringt SPON viele Klicks. Vor allem von verhinderten Einsteins mit ihren zahlreichen hochbegabten Kindern.

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austenjane1776 14.06.2014, 00:16
287. Vorurteilsmaschine einschalten...

Zitat von Alfred Ahrens
Lehrer streiken, pseudo-alternativen Ideen nachhängen, mangelnde Vorbildwirkung haben und kaum über 45 Jahre alt sind, wenn sie wegen "burn-out" oder irgendwelchen anderen erfundenen Krankheiten frühpensioniert werden, wird sich daran nichts ändern.
...und die Fakten - unter 25 % angestellte Lehrkräfte - der Rest ist verbeamtet. Ddie streiken nicht. Ob sie es dürften, ist strittig - aber das ist Ihnen sicher zu kompliziert...
Die Rente oder Pension ist (für alle - nicht nur Lehrkräfte) derart "rasiert", dass die kranken Kolleg/innen Angst haben, kaputt geschrieben zu werden - auch Vorurteile sollten so alle 10 Jahre mal gecheckt werden.

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austenjane1776 14.06.2014, 01:02
288. Besserwisserei? Sind Sie auch "Lehrer"??

Zitat von Feindbild_Mensch
Es geht in erster Linie um das Beibringen von Stoff (Vorsicht - das heißt "lernen") und da kann sich jeder einbringen, der viel Nachhilfe gegeben hat (die macht manchmal auch vor kleinen Gruppen) und der Dozent an der Uni war (Der Unterschied Uni-Schule ist durchaus relevant - besuchen Sie mal eine echte Schule - dann könnten auch Sie das realisieren) - am besten in der Lehrerausbildung. (die haben alle Abi...) (Ja, "einbringen" schon (haben Sie einen sozialen Beruf?) - aber da muss ja auch was rauskommen...) Das natürlich einiges an jedem Job hinten hängt, das Außenstehende nicht wissen können, mag ja sein. Mit Lehrer (normalerweise - auch in der "freien Wirtschaft - gerne Mehrzahl) hat man als Schüler zu tun, später im Leben (Vereine, Gremien) und evtl. auch wieder in der Ausbildung an der Uni. (Das hängt von Ihrer Gesundheit ab - immer diese Verallgemeinerungen...) Außerdem ist vor einer Klasse sprechen auch nichts anderes als Projektleiter vor der Horde von missgünstigen Kollegen, die einen floppen sehen wollen. (Unterricht ist ganz anders als "vor der Klasse sprechen" - aber - wem sag ich das....) Nur im letzteren Fall kann ich nicht den unnahbaren, besserwissersichen Apostel spielen, den Lehrer vor Schülern so geben können. (Wenn Ihnen das als erstes zum Lehrkräfteberuf einfällt, verstehe ich, wieso Ihre Kolleg/innen Sie ""floppen sehen wollen""...) Lehrer neigen gerade berufsbedingt zur Besserwisserei (Sie natürlich gar nicht? Selbstironie? Oder sind Sie Kabarettist?) das liegt eben auf der Hand, wenn ich (""")nur("""sic!""") Schüler vor mir habe. Auch Kritikfähigkeit ist wenig ausgeprägt - eigentlich nicht vorhanden. (Sie haben sicher schon mit der Muttermilch gelernt, andere in Massen zu beurteilen...) Im Beruf müssen sie das jeden Tag anders handhaben. (Lehrkraft ist kein "Beruf" - interessante These ...) Leider sind die guten Lehrer im Verhältnis 1:5 zu schlechten zu finden - das ist in meinem beruflichen Umfeld nicht so. (Ihre gnadenlose Präzision erstaunt - bei 180.000 Lehrkräften allein in NRW - aber Sie sind ja was Besseres und können das beurteilen??)
Schule ist auch Berufswelt. Nur halt nicht Ihre. Trotzdem nicht schlechter.
"Nur" Schüler - gut, dass Sie nicht Lehrkraft sind. Sie nehmen keine Schüler/innen ernst, und daher auch diejenigen nicht, die sie unterrichten.
Fehlende Kritikfähigkeit - wie wollen SIE das eigentlich mit derartiger Arroganz beurteilen? Was machen Sie eigentlich beruflich? Wie viele Lehrkräfte kennen Sie eigentlich "in echt"? Und sind Sie da bei deren Arbeit auch immer dabei? Was soll der Sch***?
Ihre Aussage über ""1:5"" ist doch ein Witz - wie groß ist denn Ihre Stichprobe?
Merken Sie, dass Sie hier noch viel schlimmer und arroganter herumtexten, als Sie es den Lehrkräften vorwerfen? Oder sind Sie "Chef" und niemand traut sich, es Ihnen zu sagen?

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austenjane1776 14.06.2014, 01:14
289. Leistungsmessung von Lehrkräften...

Zitat von Psycho Dad
Exakte Arbeitsplatzbeschreibungen KANN es bei "abstrakten" Tätigkeiten gar nicht geben. Sehen Sie? Ich glaube das Risiko geht jeder gerne ein... Wenn dem so wäre wie sie schreiben, müssten ja gerade die Lehrer ein Interesse an Messbarkeit bzw. Beurteilungsfähigkeit Ihrer Leistung haben...haben sie aber nicht. Warum nur?
Da machen Sie aber ein Fass auf...
Zuerst müßte eine Eingangskontrolle der "Neuen" erfolgen - also Aufnahmetest. Verboten.
Die Bonzen wollen doch gar nicht dokumentieren, wie wenig die Schüler/innen vom letzten Abschluss noch wissen und können.
Dann ist Schule ein gemeinsames Unterfangen Schule-Eltern (Schulgesetze) - da wird es schon sehr kompliziert. Machen die Eltern auch Ihren Job? Oder nicht? Das müßte alles dokumentiert werden - Arbeitszeit - und auch dies wollen die Bonzen gar nicht wissen - es könnte rufe nach Handlungsbedarf auslösen - also teuer. Besser nix wissen.
Man könnte Lehrkräfte durch Fachleute beurteilen lassen - aber dann müßte es mehr Stellen für diese Fachleute geben. Teuer.
Außerdem - ihr Helden der "freien Wirtschaft" - während bei euch der Chef - seltener die Chefin - immer recht hat - sonst andere Stelle finden - ist bei uns eine solche Beurteilung der Leistung gerichtlich überprüfbar - und das wars dann. Die eine Hälfte der Chefs kriegt so was formal nicht hin - sind ja keine Juristen - und die zahlt das Land auch nicht - und die andere Hälfte scheut den Aufwand und verteilt Bestnoten. Soll auch in Schulklassen vorkommen.
Die Frage der Messung der Leistung einer Lehrkraft ist ... ein ganz langes Thema.
Wenn Sie Kriterien festlegen, kriegen Sie die entsprechenden Ergebnisse -
Notenschnitt? bessere Noten geben.
Gute Klasse? schlechte Schüler/innen feuern oder wegmobben (Ähnlichkeiten mit der "freien wirtschaft" sind rein zufällig...
Testergebnisse? Nur noch für den Test lernen, schlechte wegmobben...
Riesenaufwand. Ob sich das lohnt, sei gefragt. Und über allem ist das Verwaltungsgericht. Und das Oberverwaltungsgericht. Viel Spass.

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