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Weniger Geld für Unis: Sparen geht über Studieren
Universität des Saarlandes/ Iris Maurer

Ganze Studiengänge stehen an der Hochschule des Saarlands vor dem Aus. Wegen Geldmangel rät der Wissenschaftsrat, Bereiche zu schließen. Ein ähnliches Schicksal droht auch Universitäten in anderen Bundesländern.

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wordsofwisdom 30.01.2014, 21:50
80.

Zitat von Spiegelleserin57
Es gibt auch noch Ausbildungen ohne Studium und viele müssen eben auch mal mit anderen Ausbildungen vorlieb nehmen. sollen Eltern mit 3 Kindern jedem Kind ein Studium finanzieren, unmöglich. Mir stellt sich die Frage mit welchem Recht die Kinder von heute studieren müssen obwohl weder die Eltern noch der Staat das finanzieren kann. Die Ansprüche sind mittlerweile grenzenlos. Es gab und es wird immer Menschen geben die nicht studieren können und es gibt auch die Möglichkeit heute neben dem Beruf zu studieren wenn man das unbedingt will.
Wir haben Freizügigkeit in der EU. Und wenn die jungen Leute hier dann keinen Hochschulabschluss haben, die von woanders aber schon, sind die deutschen jungen Leute dann halt arbeitslos.... So einfach ist das. Der Facharbeiter ist ganz sicher NICHT die Zukunft von Deutschland. Die Anzahl der Jobs in der Produktion wird durch fortschreitende Automatisierung weiter zurückgehen.

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henrik-flemming 30.01.2014, 21:53
81. Blödsinn

Zitat von jahiro
Vielleicht kein schlechter Zeitpunkt mal darüber nachzudenken, ob man die ganzen kleinen Bundesländer überhaupt braucht ... da könnte man enorm an der Verwaltung (!) und an Politikern (!) sparen.
Wie in Frankreich alles Zentralisieren und dadurch die Unis noch ärmer machen? Bürgernähe wird dadurch nicht hergestellt. Aber eine Idee hätte ich schon: das Saarland und die Pfalz waren bis zum Ende des zweiten Weltkriegs eigentlich ein Teil von Bayern und sollten wieder dahin zurückgehen. Zweitens: würde man einem Amerikaner mit dem Vorschlag kommen die Amerikanischen Bundesstaaten zusammenlegen oder ganz abzuschaffen, würde der mit seiner Magnum kommen…

Dadurch lassen sich keine Kosten sparen und nach Gutdünken aus der Nazi Zeit die historischen Einheiten Deutschlands abzuschaffen ist der grösste Schwachsinn und hat nichts mit der eigentlichen Problematik zu tun:
- die abgeschafften Studiengebühren müssen wieder sozialverträglich zurück. Zumindest sollten wir von den nicht-EU Ausländern wie in Dänemark, den Niederlanden, Finnland, Grossbritannien oder Schweden üblich, volle Gebühren verlangen und keine DFG Doktorandenstellen mehr an nicht-EU Ausländer vergeben. Entweder, die werden von der DAAD getragen, oder sie müssen die Studiengebühren selber zahlen.
- die Professoren müssen "entamtet" werden, d.h. ihnen wird der Beamtenstatus gestrichen.
- die Wirtschaft stärker an der Finanzierung der Hochschulen beteiligen.
- die Zulassungsbedingungen gerechter gestalten.
- den nicht demokratisch legitimierten Wissenschaftsrat mit seinen Seilschaftsfunktionären abschaffen und die Entscheidungen lokal fällen lassen.
- Strassengebühren für alle Strassen, wo die Entfernung, die man mit den Auto pro Monat zurückgelegt wurde einem am Ende des Jahres per Rechnung ins Haus flattert. Warum soll unserer Steuerzahler die ganzen Autobahnen quersubventionieren, und warum sollte nicht der Individuelle Verursacher vom Strassenverschleiss auch für die Kosten aufkommen.

Anders sehe ich keine Zukunft für den Wissenschaftsstandort Deutschland.

Es geht nun im Saarland darum, was im 70 km entfernten Kaiserslautern bzw. Trier an Studienfächern angeboten wird. Ich sage nur eins: Konkurrenz belebt das Geschäft und die Unis im Saarland müssen halt sich besser verkaufen können dürfen.

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henrik-flemming 30.01.2014, 22:07
82.

Zitat von VPolitologeV
1. Problem durch Nutznießer. 2. Problem durch abgetrennte Zuleitungsbereiche 3. Problem durch selbsterhaltende Systeme 4. Problem der Überbehütung 5. Problem des Fachidiotismus
Gut gedacht, jedoch falsch angegangen. Wir müssen eben wieder an der Zulassungsschraube drehen. Es macht doch keinen Sinn die Leute mit falschen Versprechungen an eine Uni zu holen um sie danach gnadenlos auszusieben. Und Studiengebühren, die nicht im Verwaltungssystem versinken sind eine gute Sache. Da braucht es nur ein wenig Transparenz z.B. durch Studentenmitbestimmung. Aber wer geht schon zur ASTA und den Studierendenwahlen? Die meisten von den Leuten wollen nur in einem guten qualitativen Umfeld studieren und sich nicht irgendwelchen hohen Auswand aufbürden.

Ich sehe hier noch ein weiteres Problem: die Überwachung der Unis ist zu lau. Es muss ein Landesweiter oder eben auch Europaweiter Bildungs TÜV her, der die Unis überprüft und ihnen die Qualität bescheinigt. Sollte die Qualität trotz Studiengebühren miserable sein, sollte der Bildungs TÜV die Möglichkeit haben die betreffenden Fachbereiche dichte zu machen.

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kezia_BT 30.01.2014, 22:12
83. Studiengebühren

Studieren kostet nun mal Geld. Aber wenn junge Leute und deren Eltern lieber ein Auto oder das neueste Handy kaufen anstatt moderate Studiengebühren zu bezahlen, dann war's das eben mit einer umfassenden, eben universitären Bildung.
Die Idee, daß 50% eines Jahrgangs studieren müssen, ist ohnehin unsinnig - wenn 20 % auf eine Universität und 30% auf eine Fachhochschule gehen, wird der Bedarf an Arbeitskräften besser gedeckt - oder wofür braucht man die vielen Germanisten und ANglisten ?

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aritotel 30.01.2014, 22:14
84. Die Bremer Uni,

die sich seit Jahren nur durch Mainstreaming-Gutmenschentum und abwesendem wissenschaftlichem Output hervorgetan hat, können sie von mir aus sofort dicht machen.

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Feindbild_Mensch 30.01.2014, 22:16
85.

Zitat von jasuly
Auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre, dennoch hier ein Vorschlag, um Kosten einsparen zu können: Unter anderem in den CIP Pools (Computerräumen) der Uni des Saarlandes sind fast alle Rechner mit lizenzpflichtiger Software ausgestattet (Microsoft Office, Windows etc.) Warum wird diese teure Software nicht durch genauso gute, ebenfalls leicht zu bedienende, OpenSource-Software ersetzt? Ich denke da beispielsweise an OpenOffice und auch Linux (zum Beispiel Linux Mint ist inzwischen sehr bedienerfreundlich geworden).
Bei uns an der Uni waren die großen Pools alles Linux Suse mit Win-Emulator - nur fachspezifische Pools, wo auch Schulungen liefen, war auf Windows-Oberfläche. Lizenzsoftware für Unis kostet auch nichts - habe für umme von Microsoft Projekt bis neuste Windows 7 Professional bekommen. Viel teurer sind die ganzen Cluster für aufwendige Berechnungen, die sich manche Unis exklusiv leisten, wobei es ja übergeordnete Verbunde gibt.

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Kaygeebee 30.01.2014, 22:30
86.

Wie kommt man eigentlich zu der Vorstellung, dass Bildungseinrichtungen wie Wirtschaftsunternehmen geführt werden müssen, d.h. kostendeckend und gewinnbringend? Eine Universität ist keine Aktiengesellschaft und wird auch nicht von einem Investor finanziert, sondern vom Staat.

Bildung ist immer eine Investition in die Zukunft und kann nicht am Ende des Quartals anhand der Aktienkurse gemessen werden. Manchmal rechnet sich die Investition nicht, manchmal schon und oft erst Jahre später.

Wenn deutsche Unis z.B. massenhaft die Studiengänge für Maschinenbau reduzieren, dann gehen Studenten eben ins Ausland und studieren dort. Nur erwartet nicht, dass diese dort ausgebildeten Studenten anschließend schön zurück nach Teuschland zurückkommen und dort Steuern zahlen. Besonders die USA verstehen es hervorragend hochqualifizierte Menschen an ihre Unis und Forschungseinrichtungen zu locken.

Deutschland hat Geld, es wird nur falsch investiert. Wir leisten uns einen bürokratischen Wasserkopf, die Bundesländer investieren Milliarden in sinnlose Prestigeprojekte (BER Flughafen, Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Landesarchiv für NRW in Duisburg) und viele Politiker kassieren Gehälter und Renten von denen Arbeitnehmer nur träumen können. Es ist so wie beim Welthunger: Es liegt nicht an einem Mangel an Nahrungsmitteln, sondern an der ungerechten Verteilung.

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curticurt 30.01.2014, 22:31
87. Einfache Lösung

das Saarland an Frankreich abtreten. Wirtschaftlich passen die sowieso viel besser zusammen.

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Feindbild_Mensch 30.01.2014, 22:35
88.

Zitat von Juergen_Spaeth
herkommen, wenn es größtenteils für soziale Wohltaten für einen weltweiten Empfängerkreis verschleudert wird. Daher gut, dass wir Bildung und Forschung endlich in die Bedeutungslosigkeit schicken. Wer braucht schon Arbeitsplätze?
In einem Land, wo Billiglohnarbeiter über Werksverträge quersubventioniert aus Hartz IV für große DAX-Konzerne den Lohnausgleich für die bestehende Festbelegschaft auf Zeit erbringen müssen, für Tätigkeiten, die jeder Mensch in 1 Tag gelernt hat ... das Thema Arbeitsplatz ist per se ein Witz.

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stefangr 30.01.2014, 22:43
89. ein großer Landkreis eine riesige Uni - braucht man nicht!

Das Saarland, ein zu groß geratener Landkreis, das ein Bundesland ist, braucht eigentlich gar keine Uni. Aber man sieht, dass man nicht an den aufgeblähten Ministerien spart sondern an der Zukunft dieses Landes, an der Bildung. Das ist doch ein Armutszeugnis für alle Regierenden, weil man sich nicht vom Anachronismus und dem Muff dem preußischen Beamtentum lösen will und die überflüssigen Wasserkopfträger und parteilichen Sesselpfurzer entlassen kann. Dieses Land wird nur weiter existieren, wenn man diese Last abschüttelt wie bei der französischen Revolution, ebenso wie das ruinöse hütchenspielende Casinobankentum. Diese beide bedrohen die Zukunft dieses Landes neben der mangelnden Besteuerung von Superreichen.

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